Muss er jetzt in den Knast? Rechtsextremist mit Messer erwischt

Chemnitz - Es geht um Knast: Das Amtsgericht Chemnitz hatte Dirk V. (42) zweimal verurteilt, unter anderem wegen Volksverhetzung und eines Verstoßes gegen das Waffenverbot.

Dirk V. (42, l.) ist unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt, Verteidiger Martin Kohlmann (43) legte Berufung ein.
Dirk V. (42, l.) ist unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt, Verteidiger Martin Kohlmann (43) legte Berufung ein.

Das wollten er und Verteidiger Martin Kohlmann (43) nicht akzeptieren. Am Donnerstag starteten beide Berufungsprozesse am Landgericht.

Dirk V. soll im Umfeld des antifaschistischen "Wir sind mehr"-Konzerts am 3. September 2018 mit einem Taschenmesser festgestellt worden sein.

Laut einem Polizisten (29) sagte er: "Du kannst auf mich schießen, ich werde lachen."

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Der Beschuldigte gab an, selbstständig zu den Polizisten gegangen zu sein, um Problemen vorzubeugen, da er keinen Ausweis bei sich gehabt hätte. Ein Taschenmesser habe er immer einstecken.

Verteidiger Kohlmann bezweifelte eine Gefährdung: "Er war jederzeit weit genug von der Veranstaltung weg."

Das sah Richter Zimmermann anders: Er lehnte die Berufung ab, es bleibt bei einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 15 Euro.

Der Angeklagte stand nicht zum ersten Mal vor Gericht.
Der Angeklagte stand nicht zum ersten Mal vor Gericht.

Der zweite Prozess dreht sich um beleidigende Schreiben, die Dirk V. an Amtsträger verschickt haben soll.

Darin habe er unter anderem eine Richterin als "rotfaschistische SED-Stasi" bezeichnet.

Hier geht das Berufungsverfahren am 1. Februar weiter - es könnte mit einer Freiheitsstrafe enden.

Titelfoto: privat

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