Nach Verlustgeschäft im Vorjahr: Kein Autokino 2.0 in Chemnitz

Chemnitz - Was vor einem Jahr noch für große Begeisterung in der Stadt sorgte, wird es so 2021 nicht geben: Autokinos. Das liegt an den Kosten, dem fehlenden Angebot und an einer doch anderen Atmosphäre.

Ralf Schulze (55) ist Geschäftsführer von C3. Der städtische Veranstalter betreut unter anderem die Messe Chemnitz.
Ralf Schulze (55) ist Geschäftsführer von C3. Der städtische Veranstalter betreut unter anderem die Messe Chemnitz.  © Kristin Schmidt

"Das Autokino auf dem Messe-Parkplatz steht dieses Jahr nicht an, wir konzentrieren uns auf andere Formate wie den Kultursommer", sagt Ralf Schulze (55), Geschäftsführer des städtischen Veranstalters C3.

"Trotz dessen, dass es ein gutes Experiment mit den Kinobetreibern war und wir viele Sponsoren wie Versorger Eins, den Deutschen Gewerkschaftsbund und Autohäuser hatten, war es ein Verlustgeschäft", so Schulze weiter.

Auch der durch die Pandemie entstandene Mangel an neuen Filmen sowie die schärferen Corona-Beschränkungen trugen zur Autokino-Absage bei.

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Zudem waren auftretende Künstler - es gab unter anderem Puppentheater, Musik und Kabarett - nicht zufrieden.

Schulze: "Es gab nicht wirklich positives Feedback, da sie keine Gesichter sehen konnten und auch keinen direkten Applaus bekamen."

Voller Parkplatz bei der Premiere: So sah der Autokino-Auftakt am 22. April 2020 aus.
Voller Parkplatz bei der Premiere: So sah der Autokino-Auftakt am 22. April 2020 aus.  © Kristin Schmidt

Das Chemnitzer Autokino startete 2020 am 22. April und endete Mitte Juni. Zwei 50 und 200 Quadratmeter große Leinwände zeigten nachmittags und abends insgesamt 87 Filme. Knapp 10.000 Menschen schauten mit ihren Wagen vorbei, die ersten Vorführungen waren ausverkauft.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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