Schlechte Bilanz: Hälfte der Baustellen in Chemnitz fallen beim Thema Sicherheit durch!

Chemnitz - Die Landesdirektion Sachsen hat 2019 bei der Hälfte der 4867 kontrollierten Unternehmen auf Baustellen Verstöße gegen Arbeitsschutzvorschriften feststellt.

Beim Thema Sicherheit fallen laut der Landesdirektion Sachsen die Hälfte der Baustellen in Chemnitz durch (Symbolbild).
Beim Thema Sicherheit fallen laut der Landesdirektion Sachsen die Hälfte der Baustellen in Chemnitz durch (Symbolbild).  © 123rf/Thomas Koschnick

Am häufigsten waren das fehlerhaft aufgebaute Gerüste, fehlende Absturzsicherungen und nicht geprüfte Elektrogeräte, wie die Arbeitsschutzbehörde in Chemnitz am Mittwoch mitteilte. 

Sie beanstandete zudem 345 Sanitäreinrichtungen. Die Zahl der Mängel auf Baustellen insgesamt summierte sich auf 6057, in 184 Fällen wurden Bußgelder verhängt. Es gab 63 schwere und fünf tödliche Arbeitsunfälle von Beschäftigten.

In den vergangenen Tagen wurden Arbeiten auf Baustellen wegen Nichteinhaltung hygienischer Mindestanforderungen untersagt.

Vor allem Mobil-Toiletten ohne Handwaschgelegenheit für teils bis zu 25 Beschäftigte waren der Grund. "Erst recht in Zeiten einer Corona-Pandemie gilt: Einwandfreie Sanitäreinrichtungen sind zum Schutz der Beschäftigten auf Baustellen unabdingbar", sagte die Präsidentin der Behörde, Regina Kraushaar. 

Auch wenn Seife und Desinfektionsmittel fehlen, droht Verwarnungsgeld - und bei größeren Verstößen ein Bußgeldverfahren.

Titelfoto: 123rf/Thomas Koschnick

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