Streit ums Berufsschulnetz: Chemnitzer Azubis müssen bald pendeln

Chemnitz - Die Diskussion um das künftige Berufsschulnetz in Sachsen geht in die nächste Runde: Das Kultusministerium legte einen überarbeiteten Entwurf vor.

Ines Saborowski (53, CDU) hat beim Berufsschulnetz noch Diskussionsbedarf.
Ines Saborowski (53, CDU) hat beim Berufsschulnetz noch Diskussionsbedarf.  © Uwe Meinhold

Weil ländliche Regionen gestärkt werden sollen, muss die Stadt Chemnitz Federn lassen - aber nicht so stark wie noch im Sommer befürchtet.

Rund 300 Verkäufer und Einzelhandels-Kaufleute dürfen ihre Ausbildung in Chemnitz noch beenden. Neue Azubis müssen ab nächstes Jahr nach Limbach-Oberfrohna pendeln. Chemnitzer Floristen sollen künftig in Dresden oder Wurzen, Fleischer in Wilkau-Haßlau ausgebildet werden.

Die Industrieschule muss Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeuge nach Zschopau, Eisenbahner nach Schkeuditz abgeben, bekommt dafür Elektroniker aus dem Erzgebirgskreis.

Die Handwerkerschule bleibt dagegen, entgegen ursprünglicher Pläne, ungeschoren.

Stadträtin Ines Saborowski (53, CDU): "Ich finde es nicht gut, wenn die Stärkung des ländlichen Raumes auf den Schultern von Azubis erreicht werden soll. Gerade der Verlust der Floristen-Ausbildung ist bitter. Hier gibt es noch Verhandlungsbedarf."

Titelfoto: Uwe Meinhold

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