Erstaunliche Bilanz! Knöllchen-Plus bei weniger Verkehr

Chemnitz - Die Corona-Krise sorgt auch in Chemnitz für leerere Straßen. Doch die freie Fahrt lädt zum Rasen ein - im März gab es ein deutliches Plus bei Blitzer-Einnahmen. Und die Feinstaubwerte stagnieren.

Leere "Leipziger": So sieht unter der Woche die Chemnitzer Nachmittags-"Rush Hour" auf der B 95 in Richtung Norden aus.
Leere "Leipziger": So sieht unter der Woche die Chemnitzer Nachmittags-"Rush Hour" auf der B 95 in Richtung Norden aus.  © Maik Börner

"Im März 2020 wurden 9 557 Verstöße registriert, diese resultierten insgesamt in circa 215.000 Euro Bußgeld", vermeldet ein Rathaussprecher. 

Zum Vergleich: Im März 2019 lösten die städtischen Blitzer "nur" 9 171 Verkehrsverstoß-Verfahren aus und sorgten für rund 202.000 Euro Bußgeld.

Trotz freier Straßen blieben die Chemnitzer Feinstaubwerte etwa gleich. 

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) maß im März 17 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, im März 2019 waren es 16. 

Beim Giftgas Stickstoffdioxid (NO2) verzeichnete die Messstation in der Leipziger Straße letzten Monat aber immerhin 25 statt den 30 Mikrogramm des März 2019. 

Es zeigt sich wohl das geringere Verkehrsaufkommen. 

"Der lokale Straßenverkehr ist entscheidend für das Niveau der Stickstoffdioxid-Konzentrationen", erläutert LfULG-Sprecherin Karin Bernhardt. 

Titelfoto: Maik Börner

Mehr zum Thema Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0