1000 Helfer stehen bereit! So ist Chemnitz auf die Evakuierung vorbereitet

Chemnitz - Die Chemnitzer Feuerwehren bereiten sich auf einen der größten Einsätze der Nachkriegs-Geschichte vor.

Blick auf die Innenstadt: Der Evakuierungsradius reicht bis zum Stadthallenpark. An der Zenti (im Vordergrund) würden nach einem Bombenfund keine Busse und Bahnen mehr halten.
Blick auf die Innenstadt: Der Evakuierungsradius reicht bis zum Stadthallenpark. An der Zenti (im Vordergrund) würden nach einem Bombenfund keine Busse und Bahnen mehr halten.  © Haertelpress

Sollte sich der verdächtige Metallgegenstand in der Jakobstraße (TAG24 berichtete) als Weltkriegsbombe erweisen, steuert die Berufsfeuerwehr die Arbeit von rund 1000 Helfern.

Im Mittelpunkt: die mögliche Evakuierung von bis zu 22.000 Bewohnern. Feuerwehrchef René Kraus (46) versetzte die 15 Freiwilligen Feuerwehren in Alarm, ordnete zudem eine Dienstfrei-Sperre an: "Wir müssen uns neben der Evakuierung auch auf ein mögliches Unwetter am Sonntag vorbereiten. Dazu kommt das normale Tagesgeschehen."

Beteiligt am Einsatz wären auch Landes-, Bereitschafts- und Bundespolizei, THW, DRK und die Stadt. Die Polizei bereitet sich auf umfangreiche Straßensperrungen vor.

"Sollte es sich um eine Bombe handeln, darf ab 8 Uhr niemand mehr ins Sperrgebiet fahren, radeln oder laufen", erklärte ein Polizeisprecher. Problematisch: Sonntag ab 14 Uhr ist auch eine Solidaritäts-Demo im Zentrum geplant.

In diesem THW-Wagen wird der Krisenstab arbeiten - falls auf dem Sonnenberg eine Bombe gefunden wird. Regionalleiter Sven Hoppe (46) zeigt die Technik.
In diesem THW-Wagen wird der Krisenstab arbeiten - falls auf dem Sonnenberg eine Bombe gefunden wird. Regionalleiter Sven Hoppe (46) zeigt die Technik.  © Kristin Schmidt

Die CVAG bereitet einen Not-Fahrplan vor - alle Bahn- und Bushaltestellen rund um Zenti, Hauptbahnhof und Sonnenberg entfallen bis 18 Uhr. Gestrichen ist der Gottesdienst in der Markuskirche, das Hotel an der Oper schließt am Sonntag - falls eine Bombe gefunden wird. 

Titelfoto: Kristin Schmidt

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