Chemnitzer Kult-Café trotzt Corona-Krise: Das findet Ihr in der "Schatzkiste"

Chemnitz - Not macht erfinderisch. Das Café "Emmas Onkel" auf dem Chemnitzer Kaßberg ist seit Montag trotz Lockdown wieder geöffnet.

Carolin Reinhardt vom Organisationsteam lädt in die "Schatzkiste" im Café "Emmas Onkel" ein.
Carolin Reinhardt vom Organisationsteam lädt in die "Schatzkiste" im Café "Emmas Onkel" ein.  © Kristin Schmidt

Kaffee und Kuchen gibt es aber weiter nur zum Mitnehmen. Stattdessen verkaufen in dem vorweihnachtlich dekorierten Laden selbstständige Händler aus der Region Schwibbögen, Keramik, Schmuck oder Blumen.

Bis zum 28. November ist der neue Pop-up-Store "Schatzkiste" Montag bis Samstag von 13 bis 20 Uhr geöffnet. 

Für Josephin Berger vom Organisationsteam ist das ein "Herzensprojekt": "Unser schönes Café hat eine super Lage auf dem Kaßberg, es wäre total schade, wenn es leer bliebe." 

Deshalb entstand kurzfristig die Idee, Händlern ohne eigenen Laden, die durch abgesagte Weihnachtsmärkte besonders von der Krise betroffen sind, die Möglichkeit zu bieten, dort ihre Waren zu verkaufen. 

"Es geht darum, sich in der Region gegenseitig in Krisensituationen zu helfen", so Berger.

Insgesamt nehmen derzeit acht Händler teil, darunter Sandra und Silvio Stibane (41) von der "Erzgebirgs Kunstwerkstatt Markl" aus Chemnitz: "Wir hoffen, dass unsere Kunden uns dadurch nicht aus den Augen verlieren." 

Student Benji Mojzes (23) war der erste Besucher im Pop-up-Store, ist sonst Stammgast in dem Café. "Ich finde es gut, dass Selbstständige in der aktuellen Situation so unterstützt werden." 

Josephin Berger (r.) trifft zusammen mit Sandra und Silvio Stibane (41) von der "Erzgebirgs Kunstwerkstatt Markl" die letzten Vorbereitungen im neuen Pop-up-Store.
Josephin Berger (r.) trifft zusammen mit Sandra und Silvio Stibane (41) von der "Erzgebirgs Kunstwerkstatt Markl" die letzten Vorbereitungen im neuen Pop-up-Store.  © Kristin Schmidt
Benji Mojzes (23) kaufte sich im Pop-up-Store einen in Dresden produzierten Keramikbecher.
Benji Mojzes (23) kaufte sich im Pop-up-Store einen in Dresden produzierten Keramikbecher.  © Kristin Schmidt

Ab dem 1. Advent soll es auch im "Hans im Glück" in der Inneren Klosterstraße einen ähnlichen Pop-up-Store geben. "Es wäre Bombe, wenn das Schule machen würde", sagt Josephin Berger. 

Titelfoto: Kristian Schmidt

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