Kugelstoß-Ass Christina Schwanitz: Sponsoren abgesprungen

Chemnitz - Die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat in der Corona-Krise ihre drei Sponsoren verloren. 

Kugelstoßerin Kristina Schwanitz hat in der Corona-Krise drei Sponsoren verloren, nur die Bundeswehr ist geblieben.
Kugelstoßerin Kristina Schwanitz hat in der Corona-Krise drei Sponsoren verloren, nur die Bundeswehr ist geblieben.  © Kristin Schmidt

"Alle abgesprungen - bis auf die Bundeswehr", sagte die 34-Jährige vom LV 90 Erzgebirge der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe Glück, dass ich Sportsoldatin bin. Wer weiß, was da noch so kommt."

Schwanitz äußerte aber angesichts der wirtschaftlichen Lage Verständnis für die Reaktion ihrer bisherigen Förderer: "Das muss man auch unter dem menschlichen Aspekt sehen."

Die WM-Dritte von 2019 und zweifache Europameisterin hat in dieser Saison keine Wettkämpfe bestritten, weil sie im Sommer einen Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule erlitt: "Es war zeitweise so schlimm, dass ich die Finger nicht mehr ansteuern konnte."

Inzwischen habe sie aber fünf Wochen "super" durchtrainiert. Wegen der Betreuung ihrer dreieinhalbjährigen Zwillinge, deren Kita derzeit geschlossen ist, muss die WM-Goldmedaillengewinnerin von 2015 derzeit allerdings kürzer treten.

Die Olympischen Spiele 2021 in Tokio bleiben trotz der Ungewissheit ihr großes Ziel.

Ein Karriereende ist bei Schwanitz auch in schwierigen Zeiten kein Thema - "weil ich noch immer Spaß am Training habe und leistungsfähig bin". Bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro hatte sie als Mitfavoritin den sechsten Platz belegt.

Titelfoto: Kristin Schmidt

Mehr zum Thema Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0