Verschärfte Corona-Regeln in Chemnitz: Das gilt ab morgen

Chemnitz - Steigende Corona-Infektionszahlen zwingen die Stadt, die Corona-Maßnahmen weiter zu verschärfen. Am Dienstag erläuterten Oberbürgermeister Sven Schulze (49, SPD), Bürgermeister Ralph Burghart (50, CDU) und Bürgermeister Miko Runkel (59, parteilos) die Inhalte der neuen Allgemeinverfügung der Stadt Chemnitz.

Bürgermeister Ralph Burghart (50, CDU) erläuterte am Dienstag die neue Allgemeinverfügung der Stadt Chemnitz.
Bürgermeister Ralph Burghart (50, CDU) erläuterte am Dienstag die neue Allgemeinverfügung der Stadt Chemnitz.  © Uwe Meinhold

Nachdem am Dienstag (1. Dezember) eine neue Corona-Schutzverordnung des Landes Sachsen in Kraft getreten ist, verschärft auch die Stadt Chemnitz die Corona-Maßnahmen und erlässt die zwei Allgemeinverfügungen, die ab Mittwoch (2. Dezember) gelten.

Deren Inhalte wurden am Dienstagmittag gemeinsam von Oberbürgermeister Sven Schulze (49, SPD), Bürgermeister Ralph Burghart (50, CDU) und Bürgermeister Miko Runkel (59, parteilos) erläutert.

Im Detail lauten diese:

  • Ausweitung der Maskenpflicht auch unter freiem Himmel im Innenstadtbereich (Montag bis Samstag in der Zeit von 6 Uhr bis 22 Uhr)

  • Sport und Bewegung im Freien im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnbereichs
  • Total-Verbot des öffentlichen Ausschanks und des Genusses von Alkohol im gesamten Stadtgebiet von 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages
  • Imbisse dürfen nur noch verpacktes Essen als to-go-Mahlzeit verkaufen. Der Verzehr ist vor Ort nicht gestattet. Klappt die Regelung nicht, wird der Imbiss geschlossen.
  • Einstellung des Betriebs von Einrichtungen der Erwachsenenbildung mit Ausnahme zulässiger Onlineangebote
  • Öffentliche Versammlungen nur bis höchstens 200 Teilnehmer (Ausnahme mit extra Auflagen)
  • Verlassen der Wohnung nur mit triftigem Grund, wie zum Beispiel Pflege Angehöriger, Arbeit, Schule, Kita, Kirche, Gericht oder Begleitung Minderjähriger.
  • An Hochzeiten und Beerdigungen dürfen maximal 25 Personen teilnehmen.
  • In Kitas, Hort und Schulen werden Kinder und Jugendliche nur noch in homogenen Gruppen betreut.

Zudem sieht die Bestimmung der Allgemeinverfügung zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes eine Absonderung von Kontaktpersonen der Kategorie I, von Verdachtspersonen und von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen vor.

Diese müssen sich unverzüglich in eine 14-tägige Quarantäne in einer Wohnung oder einem anderweitig räumlich abgrenzbaren Teil eines Gebäudes begeben und dürfen keinen Besuch empfangen.

Diese Karte zeigt eine Übersicht der Innenstadtbereiche, in denen Maskenpflicht gilt.
Diese Karte zeigt eine Übersicht der Innenstadtbereiche, in denen Maskenpflicht gilt.  © Stadt Chemnitz

Verschärfte Maßnahmen sind unausweichlich

Der Lockdown-Light hat bislang noch nicht zu den erhofften Erfolgen und einer Senkung der Corona-Infektionsraten in Sachsen geführt. Stattdessen spitzt sich die Lage in der Region weiter zu.

Die bisher getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Sachsen reichen nach Einschätzung von Regierung und kommunalen Spitzenverbänden nicht aus, um die Infektionszahlen zu senken.

Ganz Sachsen habe sich zu einem Hotspot mit einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner im 7-Tages-Schnitt entwickelt, teilten Landkreistag, Städte- und Gemeindetag sowie Staatsregierung am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die Allgemeinverfügung der Stadt Chemnitz tritt am 2. Dezember 2020, 0.00 Uhr in Kraft und mit Ablauf des 28. Dezember 2020, 24 Uhr, außer Kraft. Eine vorzeitige Änderung in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen bleibt vorbehalten.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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