Ausgangssperre nun auch in Chemnitz: Das ist zu beachten!

Chemnitz - Aktuell gibt es in Sachsen 828 Corona-Fälle, davon 53 in Chemnitz. Um das Ansteckungsrisiko weiter zu senken, sollen in ganz Sachsen nun einheitliche Ausgangsregelungen gelten.

Die verschärften Ausgangsregelungen treten ab Montag, 0 Uhr, in Kraft.
Die verschärften Ausgangsregelungen treten ab Montag, 0 Uhr, in Kraft.  © Kristin Schmidt

Um das Coronavirus einzudämmen, werden nun die Vorsichtsmaßnahmen verschärft. 

In der Nacht zum Montag, also ab 0 Uhr, tritt eine neue Allgemeinverfügung für den ganzen Freistaat in Kraft. 

Das bedeutet erweiterte Regelungen für die Ausgangsbeschränkungen vor: 

Danach ist das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund untersagt, wie Innenminister Roland Wöller (CDU) am Sonntag in Dresden sagte. 

Wege zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben demnach erlaubt.

Die verschärften Ausgangsregeln sollen ab Montag vorerst für 14 Tage gelten.

In Dresden gilt die Ausgangssperre bereits seit Samstag (TAG24 berichtete).

Das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund untersagt Doch was genau sollen das für Gründe sein? 

Das Sächsische Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt teilt dazu Folgendes mit:

Triftige Gründe sind insbesondere:

  • die Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • Ausübung beruflicher Tätigkeiten (dies umfasst auch den Hin- und Rückweg zur
  • jeweiligen Arbeitsstätte)
  • Hin- und Rückweg zur Kindernotbetreuung gemäß der Allgemeinverfügung des SMS bzgl. Kindertagesstätten und Schulen vom 18. März 2020 sowie zu Tagespflegeinrichtungen entsprechend der Allgemeinverfügung des SMS vom 20. März 2020 bzw. beruflich veranlassten Kinderersatzbetreuung
  • Sicherstellung der Versorgungssicherheit der Bevölkerung, einschließlich Abhol- und Lieferdienste (auch im Rahmen von ehrenamtlicher Tätigkeit)
  • Wahrnehmung des notwendigen Lieferverkehrs, einschließlich Brief- und Versandhandel
  • Fahrten von Feuerwehr-, Rettungs- oder Katastrophenschutzkräften zum jeweiligen Stützpunkt oder Einsatzort
  • Inanspruchnahme medizinischer, psychosozialer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen, (z. B. Arztbesuch, medizinische Behandlungen und zwingend notwendige fachliche Beratungen sowie Blut- und Plasmaspenden), sowie der Besuch Angehöriger der Heil- und Gesundheitsfachberufe, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist (z. B. Psycho- und Physiotherapeuten auch in Alten- und Pflegeheimen) bzw. im Rahmen einer dringend erforderlichen seelsorgerischen Betreuung

  • Versorgungswege für die Gegenstände des täglichen Bedarfs (Einzelhandel für Lebensmittel, Großhandel, Getränkemärkte, Tierbedarfsmärkte, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Banken, Sparkassen sowie Geldautomaten, Poststellen, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf sowie die Abgabe von Briefwahlunterlagen)

  • die Wahrnehmung unaufschiebbarer Termine bei Behörden, Gerichten, Gerichtsvollziehern, Rechtsanwälten und Notaren

  • Besuch bei Ehe- und Lebenspartnern sowie auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaften, hilfsbedürftige Menschen, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) und die Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich

  • Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen

  • Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis, wobei die Anzahl 15 Personen nicht überschreiten darf

  • Sport und Bewegung an der frischen Luft im Umfeld des Wohnbereichs sowie Besuch des eigenen Kleingartens im Sinne des Bundeskleingartengesetzes, allerdings ausschließlich alleine oder in Begleitung des Lebenspartners bzw. mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung größer als fünf Personen 

  • unabdingbare Handlungen zur Versorgung von Tieren

Eine Ausgangssperre ist ein polizeilich erlassenes Verbot, das Haus zu verlassen. Dieses wird aber häufig mit diversen Ausnahmen versehen. In Bayern bezeichnete man das dann auch mal Ausgangsbeschränkung, um zu einem ausnahmslosen Hausarrest einen Unterschied zu machen.  

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Titelfoto: Kristin Schmidt

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