Drastischer Anstieg der Todesfälle in Chemnitz: Einäscherungen auf Rekordniveau

Chemnitz - Bereits im Dezember 2020 war die Zahl der Todesfälle in Chemnitz drastisch angestiegen. Das Krematorium arbeitete am Limit, weshalb neue Kühlkapazitäten geschaffen werden mussten (TAG24 berichtete). Vergangenen Monat nahmen die Einäscherungen noch einmal zu.

Die Zahl der Einäscherungen im Krematorium nahm auch im Januar weiter zu.
Die Zahl der Einäscherungen im Krematorium nahm auch im Januar weiter zu.  © Ralph Kunz

"Im Januar gab es circa 900 Einäscherungen. Das entspricht 205 Prozent des Normalen", so eine Stadtsprecherin. Im Dezember waren es 800.

Bei etwa 40 Prozent der Verstorbenen wurde eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen. Normalerweise werden im Monat durchschnittlich 440 Feuerbestattungen vorgenommen.

Die Betroffenen stammen auch aus dem Umland, größtenteils aus dem Erzgebirge. Genaue Zahlen für Chemnitz liegen nicht vor.

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Bessere Nachrichten kündigen sich für Februar an: "Die Anlieferungszahlen sind rückläufig und nähern sich den durchschnittlichen Werten an."

Bis vor zwei Wochen gab es in Chemnitz 24 Corona-Tote. Mitte bis Ende Dezember 2020 war die Zahl fast doppelt so hoch.

Titelfoto: Ralph Kunz

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