Corona-Hilfe: Woher nimmt Chemnitz 8,6 Millionen Euro?

Chemnitz - Mit einem historischen Hilfspaket von 8,6 Millionen Euro will die Stadt die Corona-Krise bewältigen. Nahezu alle Bereiche sollen profitieren, dazu sozial schwache Bürger leichteren Zugang zu Hartz IV und Sozialhilfe erhalten. Doch woher sollen die Millionen kommen?

Kämmerer Sven Schulze (48, SPD) hofft auf Unterstützung von Bund und Land.
Kämmerer Sven Schulze (48, SPD) hofft auf Unterstützung von Bund und Land.  © Uwe Meinhold

"Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren", sagt Kämmerer Sven Schulze (48, SPD) im Hinblick auf die roten Zahlen.

Nicht nur das Hilfspaket stelle die Verwaltung vor unglaubliche Herausforderungen, sondern auch Mindereinnahmen wegen ausbleibender Steuern in Höhe von 85 Millionen Euro. Täglich gehen Anträge auf Stundung der Gewerbesteuer ein.

Um das Millionen-Loch annähernd flicken zu können, will die Stadt auf Mehreinnahmen aus Schlüsselzuweisungen zurückgreifen. 

Etwa 5,6 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Eine weitere Deckungsquelle könne der Stabilisierungsfonds des Freistaats sein.  "Dieser beträgt um die sechs Milliarden Euro. Wir hoffen auf Zuweisungen", so Schulze.

Am 29. April soll der Stadtrat das Hilfspaket verabschieden.

Titelfoto: Uwe Meinhold

Mehr zum Thema Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0