Chemnitzer Therapeut bietet Hilfe gegen Einsamkeitsfalle im Lockdown an

Chemnitz - Tödliche Langeweile im Lockdown: Viele Menschen leiden in der kontaktarmen Zeit unter den fehlenden Treffen mit anderen Menschen. Ganz besonders Alleinstehende. Speziell für sie bietet der psychologische Berater Dr. Ullrich Döhling (70) aus Chemnitz jetzt Gesprächsangebote an.

Auswege aus der Einsamkeit: Der psychologische Berater Dr. Ullrich Döhling (70) bietet Gespräche für Alleinstehende im Lockdown an.
Auswege aus der Einsamkeit: Der psychologische Berater Dr. Ullrich Döhling (70) bietet Gespräche für Alleinstehende im Lockdown an.  © Uwe Meinhold

Der Therapeut kennt das Problem aus vielen Begegnungen: "Menschen, die nicht mal zu Hause einen Gesprächspartner haben, fühlen sich im Lockdown isoliert. Sie vereinsamen."

Albträume, Schlaf- oder Essstörungen, körperliche Beschwerden bis hin zu schweren Depressionen können daraus entstehen. "Am Ende kann die Einsamkeit sogar Suizidgefahr auslösen", weiß Ullrich Döhling.

Mit anderen Menschen zu reden, ist oft der erste Ausweg aus der Psycho-Falle. Einige Therapeuten böten solche Gespräche an.

Döhlings Ziel: "Ich möchte die Lebensfreude wecken, Struktur in ihren Tag bringen." Das kann Sport sein, das Schreiben von Briefen oder E-Mails oder eine Belohnung für sich selbst.

Der Fachmann weiß, dass die psychischen Probleme mit jedem Pandemie-Tag zunehmen.

Döhling sagt: "Ich kann nur jeden Chemnitzer bitten, die Augen nach einsamen Menschen offen zu halten. Wem es richtig schlecht geht, der oder die sollte sich Hilfe suchen. Das kann auch die Telefonseelsorge oder der Hausarzt sein."

Titelfoto: Uwe Meinhold

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