Chemnitz: Corona-Lockdown setzt besonders Frauen zu

Chemnitz - In Chemnitz leiden die Frauen besonders stark unter der Corona-Krise, warnt die Gewerkschaft IG BAU. Denn Frauen arbeiten häufig in Minijobs. Für sie gibt es kein Kurzarbeitergeld. Auch die Zahl der Entlassungen ist höher. Die Gewerkschaft fordert umgehend Maßnahmen.

Gewerkschafter Andreas Herrmann schlägt Alarm! Besonders Frauen setzt die Corona-Krise zu.
Gewerkschafter Andreas Herrmann schlägt Alarm! Besonders Frauen setzt die Corona-Krise zu.  © IG BAU

"Minijobs werden in der Krise zunehmend zur Karrierefalle“, sagt Bezirksvorsitzender Andreas Herrmann.

Und 66 Prozent der 1700 Minijobs in Chemnitz werden von Frauen ausgeführt. Die IG BAU plädiert dafür, Minijobs in der jetzigen Form abzuschaffen und sozialversicherungspflichtig zu machen.

Darüber hinaus würden die Frauen sehr unter den geschlossenen Kitas und Schulen leiden: "Die Kinderbetreuung bleibt nach wie vor meist an den Frauen hängen. Hinzu kommen die Arbeit im Haushalt und die Pflege von Angehörigen", sagt Andreas Herrmann.

Hier sei auch ein gesellschaftliches Umdenken nötig.

Die Gewerkschaft IG BAU fand heraus: Frauen in Chemnitz leiden besonders stark unter der Corona-Krise (Symbolbild).
Die Gewerkschaft IG BAU fand heraus: Frauen in Chemnitz leiden besonders stark unter der Corona-Krise (Symbolbild).  © 123RF/rido
Auch Forscher der TU Chemnitz fanden vor Kurzem heraus, dass Frauen deutlich stärker vom Lockdown und dessen psychischen Folgen betroffen waren als Männer (TAG24 berichtete). Vor allem Frauen im Homeoffice seien betroffen.

Titelfoto: 123RF/rido

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