Chemnitz: Freude und Frust nach der Kita-Wiedereröffnung

Chemnitz - Wiedersehensfreude, morgendlicher Eltern-Stau, Abschieds-Tränen an der Tür und Erzieher am Limit: Die Kitas stemmten den Neustart im Ausnahmezustand mit Bravour. Auf Dauer ist das aber nicht durchzuhalten.

Stadtelternrätin Franziska Jahn (36) will Eltern fragen, wo es bei der Kita-Öffnung hakt.
Stadtelternrätin Franziska Jahn (36) will Eltern fragen, wo es bei der Kita-Öffnung hakt.  © Maik Börner

Die zehn AWO-Kitas öffnen von 7 bis 16 Uhr, statt 6 bis 17.30 Uhr. "Anders geht es personell nicht. Die meisten Eltern zeigen dafür Verständnis", sagt AWO-Geschäftsführer Jürgen Tautz (61), der sich gestern in den Einrichtungen ein Bild der Lage verschaffte.

"In einigen Häusern kam es morgens zu Wartezeiten, weil es nur einen Eingang gibt. Bei einigen Kindern flossen auch Tränen, weil Eltern draußen bleiben müssen."

Fazit des AWO-Chefs: "Wir versuchen das Bestmögliche, aber sobald die Urlaubszeit beginnt, werden wir Gruppen zusammenlegen müssen."

Ähnlich sieht das KJF-Chefin Cornelia Dietrich: "Der erste Tag lief relativ gut. Aber die Art und Weise des derzeitigen Betriebs ist auf keinen Fall über mehrere Wochen durchzuhalten." 

Seit Montag dürfen sich wieder alle Kinder auf den Weg in die Kita machen.
Seit Montag dürfen sich wieder alle Kinder auf den Weg in die Kita machen.  © dpa/Sebastian Gollnow

Der Stadtelternrat will sich des Themas nächste Woche in einer Krisensitzung annehmen. Vorsitzende Franziska Jahn (36): "Prinzipiell sind wir froh, dass die Kita-Träger so mitziehen. Wo nachreguliert werden muss, kann man erst einschätzen, wenn ein paar Tage vergangen sind. Nächste Woche wollen wir uns dazu zusammensetzen."

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

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