Warum verteilt Chemnitz keine Gratis-Masken?

Chemnitz - Beim Einkauf oder im Nahverkehr gilt Maskenpflicht. Doch weil nicht jeder Zugriff auf Mund-Nasen-Schutz-Bedeckungen hat, fordert die Grünen-Stadtratsfraktion eine Verteilstelle für selbstgenähte Masken in Chemnitz.

Stadträtin Susann Mäder (36, Grüne) könnte sich im Bürgerhaus Am Wall eine Annahme- und Ausgabestelle für Mundschutz vorstellen.
Stadträtin Susann Mäder (36, Grüne) könnte sich im Bürgerhaus Am Wall eine Annahme- und Ausgabestelle für Mundschutz vorstellen.  © Ralph Kunz

In Dresden lässt der Oberbürgermeister diese Woche 200.000 Masken gratis an die Bürger verteilen. Am Montag führte die Ausgabe von den ersten rund 20.000 Masken am Rathaus zu Warteschlangen (TAG24 berichtete).

"Auch die Stadt Chemnitz sollte umgehend aktiv werden und eine Annahme- und Ausgabestelle für den selbst genähten Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung stellen", fordert nun die Co-Vorsitzende der Grünen in Sachsen, Christin Furtenbacher (35). 

Stadträtin Susann Mäder (36, Grüne) unterstützt die Idee: "Die Stelle sollte im Bürgerhaus Am Wall oder im Technischen Rathaus eingerichtet werden. Hier gibt es Leerstand. Derzeit freie städtische Mitarbeiter könnten nicht medizinische Masken zeitlich begrenzt verteilen."

Eine Versorgung der Bevölkerung müsse gesichert sein. Die Stadt Chemnitz lehnt das ab - die Zustände in Dresden zeigten, dass diese Lösung nicht optimal sei.

Titelfoto: Ralph Kunz

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