Chemnitz: Eichhörnchen Asterix sucht nach bösem Schicksalsschlag seinen Idefix

Chemnitz - Eichhörnchen-Baby Asterix hat in der letzten Zeit schwer was mitgemacht. Umso erstaunlicher, wie quietschfidel er heute durchs Gehege wuselt.

Jacqueline Günther (56) rettet Nager in Not. Ihr neustes Findelkind heißt Asterix.
Jacqueline Günther (56) rettet Nager in Not. Ihr neustes Findelkind heißt Asterix.  © Jacqueline Günther

"Jetzt hätte Asterix noch gerne einen Kumpel", sagt Hörnchen-Mutti Jacqueline Günther (56). Einen Idefix quasi. Die Chemnitzerin kümmert sich liebevoll um den kleinen Nager, ist Ehrenamtliche beim Eichhörnchen-Notruf und hat Asterix vor wenigen Wochen schwer verletzt bekommen.

Krähen trieben grausigen Schabernack mit ihm, hoben immer wieder mit ihm ab, um ihn dann zu Boden fallen zu lassen. Doch seine Ersthelfer haben alles richtig gemacht. Vor allem: Sie haben dem Drang widerstanden, das Knopfäuglein aufpäppeln zu wollen.

"Da kann so viel schiefgehen", weiß Jacqueline Günther. Gerade als Jungspunde seien Eichhörnchen schnell vom Tod bedroht.

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Allein die Ernährung: Von der richtigen Aufzucht-Milchmischung bis hin zur korrekten Fütterung (alle vier Stunden mit einer Spritze). Bei Asterix wurde das alles richtig gemacht. Noch ist er in seiner Innen-Voliere, quasi ein Welpenkörbchen mit Spieleparadies.

Bald geht 's ins deutlich größere Außengehege: "Damit er sich an die Geräusche draußen gewöhnt." Und dann wird irgendwann die Auswilderungsklappe zur Freiheit aufgemacht.

Eichhörnchen Asterix fühlt sich pudelwohl - würde das Glück aber gern teilen (F.l.). Vergangenes Jahr war das Gehege bei der Eichhörnchen-Mama noch rappelvoll (F.r.).
Eichhörnchen Asterix fühlt sich pudelwohl - würde das Glück aber gern teilen (F.l.). Vergangenes Jahr war das Gehege bei der Eichhörnchen-Mama noch rappelvoll (F.r.).  © Jacqueline Günther

Doch bis dahin lebt es sich mit einem Spielkameraden einfach schöner.

Titelfoto: Jacqueline Günther

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