Chemnitzer Bahnhof im Fahrrad-Check ganz mies: Studie legt alte Probleme offen

Chemnitz - Eine sachsenweite Studie des ADFC zum Fahrradparken an Bahnhöfen stellt Chemnitz schlechte Noten aus: Nur an 28 von 43 Haltepunkten gibt es Abstellmöglichkeiten für Räder. Der Hauptbahnhof schnitt mit der Schulnote 5 besonders schlecht ab.

Der überdachte Fahrradstellplatz am Haltepunkt Harthau bekam gute Noten.
Der überdachte Fahrradstellplatz am Haltepunkt Harthau bekam gute Noten.  © Maik Börner

Lediglich an vier Haltepunkten in der Stadt stehen ausreichend und funktionale Fahrradständer. Janek Mücksch vom ADFC-Vorstand: "Fahrradabstellanlagen kosten wenig Geld und erhöhen den Einzugsradius eines Bahnhofs enorm. Gerade beim Ausbau des Chemnitzer Modells gibt es hier viel Potenzial."

Immerhin pendeln täglich rund 50.000 Berufstätige in die Stadt, weitere 26.000 Pendler verlassen Chemnitz für die Arbeit.

Ralph Sontag (54) vom ADFC Chemnitz: "Lippenbekenntnisse für Verbesserungen gibt es von allen Seiten. Doch Stadt, VMS und Deutsche Bahn schieben sich seit Jahren den Schwarzen Peter zu, wenn es darum geht, die Anlagen zu bezahlen."

So wurde beim Umbau des Hauptbahnhofes für das Chemnitzer Modell nicht an Fahrrad-Pendler gedacht. "

Auf dem Abstellgleis: Ralph Sontag (54) vom ADFC kritisiert die unzureichenden Parkflächen für Fahrräder am Hauptbahnhof.
Auf dem Abstellgleis: Ralph Sontag (54) vom ADFC kritisiert die unzureichenden Parkflächen für Fahrräder am Hauptbahnhof.  © Maik Börner

Auch in den Plänen für den neuen Zugang zum Bahnhof von der Dresdner Straße finden sich keine nennenswerten Verbesserungen für Radfahrer", kritisiert Sontag.

Titelfoto: Maik Börner

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