FDP will Chemnitzer Weihnachtsmarkt bis in den Januar verlängern

Chemnitz - Soll der Chemnitzer Weihnachtsmarkt 2020 bis in den Januar verlängert werden? Diesen Antrag stellt die FDP im Stadtrat am 14. Oktober. Die Freidemokraten wollen damit Corona-Verluste auf dem verkleinerten Markt ausgleichen. Doch der Plan stößt bislang auf wenig Gegenliebe.

Möchte den Chemnitzer Weihnachtsmarkt bis 6. Januar verlängern: FDP-Stadtrat Jens Kieselstein (39).
Möchte den Chemnitzer Weihnachtsmarkt bis 6. Januar verlängern: FDP-Stadtrat Jens Kieselstein (39).  © Kristin Schmidt

Bislang endet der Markt jeweils am 23. Dezember. CDU-Oberbürgermeister-Kandidatin Almut Patt (51) findet den Ansatz, den Händlern zu helfen, gut, nicht aber die konkrete Idee: "Ein Weihnachtsmarkt ist ein Weihnachtsmarkt. Ich glaube nicht, dass jemand nach Weihnachten noch Geschenke kauft."

FDP-Stadtrat Jens Kieselstein (39) sieht es anders: "Der Markt wird kleiner, mit weniger Besuchern. Der Dresdner Striezelmarkt ist bereits verlängert. Das kann Chemnitz auch - wir schlagen vor, bis 6. Januar zu öffnen."

Weihnachtsmarkthändler Silvio Stibane (41), der hier erzgebirgische Schnitzereien anbietet, lehnt den Vorstoß ab: "Nach Weihnachten kauft keiner mehr Schwibbögen. Für Stände mit Essen und Trinken sieht es sicher anders aus." Stibane plädiert eher für einen eigenständigen Wintermarkt im Januar - "dafür würde ich mir etwas einfallen lassen".

Bunte Pyramiden auch im neuen Jahr? Mit dieser Idee will die FDP Corona-Verluste bei den Händlern ausgleichen.
Bunte Pyramiden auch im neuen Jahr? Mit dieser Idee will die FDP Corona-Verluste bei den Händlern ausgleichen.  © Uwe Meinhold

Kritisch sieht Gastwirt Henrik Bonesky (41) einen verlängerten Weihnachtsmarkt: "Nett gedacht, aber nach meiner Erfahrung lohnt sich das Geschäft nach Weihnachten nicht mehr."

Titelfoto: Uwe Meinhold, Kristin Schmidt

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