Frisch verlegt: Chemnitz hat 16 neue Stolpersteine

Chemnitz - Die Stadt hat am Montag neue Stolpersteine verlegt. Diesmal handelt es sich um 16 Stück. Damit sind es nun in Chemnitz insgesamt 232 Steine, die an von den Nationalsozialisten Verfolgte oder Ermordete erinnern sollen.

Diese Stolpersteine auf der Theaterstraße 40 erinnern an die Familie Guttmann, die vor ihrer Vertreibung durch die Nazis dort lebte.
Diese Stolpersteine auf der Theaterstraße 40 erinnern an die Familie Guttmann, die vor ihrer Vertreibung durch die Nazis dort lebte.  © Ralph Kunz

Vor zahlreichen Gästen eröffnete Bürgermeister Ralph Burghart (50, CDU) die Aktion in der Theaterstraße. 

Dort wurde der erste Stolperstein eingelassen. 

Gewidmet ist er dem Chemnitzer Ehepaar Heinrich und Ilse Guttmann. Er engagierte sich in der Deutschen Liga für Menschenrechte, die sich gegen die aufstrebenden Nazis wehrte. Diese trieben ihn und seine Frau zur Flucht aus Deutschland.

Die Stolpersteine wurden 1993 vom Künstler Gunter Demnig (72) kreiert. 

In ganz Europa markieren sie Orte, an denen Opfer der NS-Diktatur lebten. 

Die 16 neuen Steine sind allesamt Menschen gewidmet, die eine enge Verbindung zu Chemnitz hatten.
Die 16 neuen Steine sind allesamt Menschen gewidmet, die eine enge Verbindung zu Chemnitz hatten.  © Ralph Kunz
Auch Bundestagsmitglied Frank Müller-Rosentritt (38, FDP) nahm an der Verlegung des ersten Steins teil.
Auch Bundestagsmitglied Frank Müller-Rosentritt (38, FDP) nahm an der Verlegung des ersten Steins teil.  © Ralph Kunz

Die Chemnitzer nehmen die Stolpersteine positiv auf: "Erfreulich ist, dass sich in den letzten Jahren viele Schulklassen mit dem Thema auseinandergesetzt haben und auch an Verlegungen teilnehmen", so eine Stadtsprecherin.

Titelfoto: Ralph Kunz

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