Was die Chemnitzer Luftkissen-Fassade mit der Allianz-Arena verbindet

Chemnitz - Einen ICE kann der Chemnitzer Hauptbahnhof zwar (noch) nicht vorweisen. Dafür aber einen High-Tech-Anbau mit leuchtender Membran-Fassade. Für den gelungenen Umbau wurden die Berliner Architekten und der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) schon mehrfach ausgezeichnet.

Hinter der Luftkissen-Fassade befinden sich Tausende LEDs.
Hinter der Luftkissen-Fassade befinden sich Tausende LEDs.  © Maik Börner

Die markante Luftkissen-Fassade erinnert so manchen an die Münchner Allianz-Arena. Auch aus technischer Sicht haben beide Gebäude einiges gemeinsam: In Chemnitz und bei den Bayern sorgen Tausende LEDs für unterschiedlichste Farbbilder. 

"Jede der über 3000 LEDs kann über einen Computer einzeln angesteuert werden", sagt Mathias Korda (42), VMS-Geschäftsbereichsleiter für Verkehr und Infrastruktur. Die Installation befindet sich direkt hinter den Luftkissen aus ETFE-Folie. Diese wiederum werden mithilfe eines Kompressors mit geringem Druck (zwei Millibar) ständig aufgeblasen.

"Es ist schon vorgekommen, dass wir Kissen flicken mussten, weil eine Silvesterrakete sie zum Platzen gebracht hat", so Korda.

Von 2011 bis 2015 wurde der Anbau aus den 70er-Jahren umgebaut (Hochbaukosten: acht Mio. Euro). "Durch seine Offenheit besitzt er einzigartigen Charakter." Damit die Citylinks auch als Trams funktionieren, musste der Boden 2,50 Meter abgesenkt werden. 

Mathias Korda (42), VMS-Geschäftsbereichsleiter Verkehr und Infrastruktur, vor der Einfahrt zum Hightech-Anbau.
Mathias Korda (42), VMS-Geschäftsbereichsleiter Verkehr und Infrastruktur, vor der Einfahrt zum Hightech-Anbau.  © Maik Börner

Die Membran-Fassade wurde jüngst mit dem Architekturpreis des Bundes Deutscher Architekten ausgezeichnet.

Titelfoto: Maik Börner

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