Das sagen Chemnitzer Politiker zum geplanten Holzheizkraftwerk

Chemnitz - Da hätten die Linken ein kleines Wärmekraftwerk gebraucht: Wegen der Kälte brach die Partei einen öffentlichen Vor-Ort-Termin zum geplanten Holzheizkraftwerk der Eins Energie in der Mauersbergerstraße am Mittwochnachmittag ab. Zuvor erfuhren die Politiker, dass sie auch keinen Einfluss auf den Kraftwerksbau haben werden.

Die Bürgermeister Miko Runkel (58, l.) und Michael Stötzer (47) sowie OB-Kandidatin Susanne Schaper (42, Linke) sprachen mit Bürgern über das geplante Holzheizkraftwerk.
Die Bürgermeister Miko Runkel (58, l.) und Michael Stötzer (47) sowie OB-Kandidatin Susanne Schaper (42, Linke) sprachen mit Bürgern über das geplante Holzheizkraftwerk.  © Maik Börner

Bürgermeister Miko Runkel (58, parteilos) nahm etwaigen Gegnern der ab 2023 geplanten Anlage bei der Bürgersprechstunde den Wind aus den Segeln: „Wenn die Eins alle Regeln beim Emissionsschutz und Baurecht einhält, wird die Landesdirektion das Kraftwerk genehmigen, und weder Stadt noch Stadtrat können das verhindern.“ Runkel steht hinter dem Holzheizkraftwerk: „Aus dem Schornstein kommt nur heiße Luft.“

Susanne Schaper (42), Oberbürgermeisterkandidatin der Linken, will sich eine eigene Meinung bilden und mit Bürgern sprechen. 

Die Ansichten gehen auseinander: Während Martin Schmidt (66), früher Kraftwerksbauer auch für Eon, seine „Hand dafür ins Feuer legt, dass aus dem Kraftwerk nichts Gefährliches rauskommt“, sorgt sich Gisela Lemke (72) um den Verkehr: „Die geplanten 80.000 Tonnen Holz pro Jahr müssen ja zum Kraftwerk kommen.“ 

Gert Rehn von der Bürgerplattform will sich in anderen Städten mit Holzkraftwerken über die Auswirkungen informieren. „Dann weiß ich mehr.“

Die Linke will das Bürgergespräch am 26. März um 18 Uhr im Reichenbrander Haus des Gastes fortsetzen.

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