Chemnitzer fürchten sich vor"Monster Holzverbrennung"

Chemnitz - Anwohner aus dem Chemnitzer Westen sagen Nein zum geplanten Holzheizkraftwerk in der Mauersbergerstraße.

Einheizen gegen das Holzheizkraftwerk: Gert Rehn (75, hi. r.) und Matthias Taube (52, hi. M.) gründeten die Bürgerinitiative in Siegmar.
Einheizen gegen das Holzheizkraftwerk: Gert Rehn (75, hi. r.) und Matthias Taube (52, hi. M.) gründeten die Bürgerinitiative in Siegmar.  © Maik Börner

Rund 30 Bürger erlebten die Auftaktveranstaltung der neuen Bürgerinitiative im Sportheim des CSV Siegmar. Mit Lars Fassmann (43, parteilos) war auch ein OB-Kandidat dabei.

Unter der Moderation von Gert Rehn (75) und Matthias Taube (52) erklärte Sarah Deterling (25, WHZ Zwickau) die Nachteile des Kraftwerks aus wissenschaftlicher Sicht: "Das Holzheizkraftwerk wird inklusive der Lkw-Transporte jährlich 7000 Tonnen CO2, vier Tonnen Feinstaub, 155 Tonnen Stickoxid und 158 Tonnen CO ausstoßen, dazu andere Gifte, Schwermetalle. Das Bundesumweltamt stellte fest, dass Holzverbrennung mehr Schadstoffe verursacht als Braunkohle."

Einige Bürger sind wegen der Holzverbrennung auf dem Baum. Käthe Edelmann (80): "Wenn wir wegen dieses Monsters die Fenster nicht mehr öffnen können, werden meine Mieter ausziehen." Jürgen Kegel (72) poltert: "Lärm, Schmutz, Dreck - großer Mist ist das." 

Robert Fritzschling (43) ärgert es, "dass die Eins gar nicht informiert", und Mario Frommhold (65), "dass die Wärmeerzeugung auch im Sommer läuft". 

Regen sich über das Eins-Projekt auf: Käthe Edelmann (80) und Jürgen Kegel (72) traten der Bürgerinitiative bei.
Regen sich über das Eins-Projekt auf: Käthe Edelmann (80) und Jürgen Kegel (72) traten der Bürgerinitiative bei.  © Maik Börner

Stadtrat Bernhard Herrmann (54, Grüne) sieht vor allem eine Energieverschwendung bei dem Projekt: "Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen."

Titelfoto: Maik Börner

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