Chemnitz: Impfgegner stellen Plakate und Kerzen vor Gesundheitsamt ab

Chemnitz - Am Dienstagabend legten mehrere Corona-Impfgegner Kerzen und Plakate vor dem Chemnitzer Gesundheitsamt ab.

Impfgegner legten am Dienstagabend mehrere Kerzen und Plakate vor dem Chemnitzer Gesundheitsamt ab. Die Polizei überwachte die Aktion.
Impfgegner legten am Dienstagabend mehrere Kerzen und Plakate vor dem Chemnitzer Gesundheitsamt ab. Die Polizei überwachte die Aktion.  © Haertelpress

Der Protest richtet sich gegen die aktuelle Impfstrategie. "Unsere alten Menschen sind keine Laborratten", steht auf einem Plakat. Die Forderung: Politiker sollten zuerst geimpft werden.

Auch Corona-Leugner legten ihre Plakate nieder. Die abstruse Behauptung auf einem Plakat: Alle Masken seien nutzlos, würden nicht schützen.

Zudem wird auf einem weiteren Plakat ein "Impfzwang" kritisiert.

Tatsächlich gab es bisher einige Fälle, in denen Angestellte zu einer Impfung "gezwungen" wurden. So stellte ein Zahnarzt aus Bayern Mitte Januar seinen Angestellten ein Impf-Ultimatum (TAG24 berichtete).

Anders sieht das beispielsweise in der "Alexa"-Seniorenresidenz in Chemnitz aus. Die Hälfte der Mitarbeiter habe sich mittlerweile gegen Corona impfen lassen - überreden wolle Heimleiterin Antje Hillinger aber niemanden.

"Es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich impfen lassen will oder nicht", sagte sie im MDR-Sachsenspiegel. Dass es im Nachhinein keine Nebenwirkungen gebe, könne sie ihren Mitarbeitern nicht versprechen.

Impfgegner und Corona-Leugner stellten Kerzen und Plakate auf.
Impfgegner und Corona-Leugner stellten Kerzen und Plakate auf.  © Haertelpress

Infektiologe aus Chemnitz: Impfstoff ist sicher!

Dr. Thomas Grünewald hält den neuartigen Corona-Impfstoff für sicher.
Dr. Thomas Grünewald hält den neuartigen Corona-Impfstoff für sicher.  © Kristin Schmidt

Laut Dr. Thomas Grünewald, Leiter der Sächsischen Impfkommission und Infektiologe am Chemnitzer Klinikum, sei der neuartige Impfstoff auf mRNA-Basis sicher (TAG24 berichtete).

Alle Nebenwirkungen, die bisher aufgetreten sind, seien laut Studien nie lebensbedrohlich gewesen. Seltene Nebenwirkungen würde man allerdings erst im Laufe der Zeit beobachten, wenn Millionen Menschen den Impfstoff erhalten haben, so der Infektiologe.

Grünewald hatte sich bereits Ende Dezember selbst gegen Corona impfen lassen (TAG24 berichtete). Er rief auch das Krankenhauspersonal und andere Ärzte auf, sich den Corona-Impfstoff verabreichen zu lassen.

Es sei wichtig, dass so viele Mitarbeiter wie möglich geimpft werden, sagte Grünewald im Dezember.

Titelfoto: Haertelpress

Mehr zum Thema Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0