CDU-Politiker kritisiert Insta-Post der Jungen Union Chemnitz: "Noch alle Gurken im Glas?"

Chemnitz - Das ging nach hinten los! Die Junge Union Chemnitz erntete mit einem Post auf Instagram massive Kritik - auch aus den eigenen Reihen!

Die Junge Union Chemnitz bekam für diesen Post jede Menge Kritik - auch aus der CDU!
Die Junge Union Chemnitz bekam für diesen Post jede Menge Kritik - auch aus der CDU!  © screenshot/instagram.com/juchemnitz

Auf dem Instagram-Post ist ein Junge mit heller Hautfarbe zu sehen, der traurig aus einem Fenster schaut. Darüber der Satz: "Mama, macht mich meine weiße Hautfarbe böse?".

Laut der Jungen Union sollte damit ein Zeichen "gegen den identitätspolitischen Unsinn von Links" gesetzt werden.

Doch die Aktion ging nach hinten los, löste einen regelrechten Shitstorm aus! CDU-Politiker Tobias Bringmann (49) kommentierte auf Twitter: "Liebe Parteifreunde in Chemnitz, habt Ihr eigentlich noch alle Gurken im Glas??? Wenn Ihr Euch so für die Ansichten der #noAfD erwärmt, dann wechselt auch gefälligst dorthin!" 

Bringmann schäme sich, dass so etwas im Namen der Union publiziert wurde.

Neben Bringmann kritisierten unzählige Twitter-User den Post, so auch Fridays For Future Chemnitz: "Das die JUChemnitz peinlich und zu teilen rassistisch ist wissen wir übrigens nicht erst seit gestern", schrieben sie auf Twitter.

"Wir haben einen großen Fehler gemacht"

Kurz darauf war der Post wieder verschwunden. Auf Twitter dann die Erklärung der Jungen Union: "Wir bedauern, dass unser letzter Post zu oft missverstanden wurde." 

Den jungen Unionern wäre es darum gegangen, zu polarisieren und zu Diskussionen anzuregen. Gleichzeitig betonten sie, dass es gut sei, dass jeder Mensch vor dem Grundgesetz gleich sei. 

Auf Instagram postete die JU Chemnitz zusätzlich ein Bild mit der Aufschrift: "Wir haben einen großen Fehler gemacht".

Doch die Diskussion ging weiter! Bringmann antwortete auf die Erklärung der Jungen Union: "Der Post missachtete, wie Menschen unter Rassismus leiden. Er versöhnte nicht, sondern spaltet und verklärt die Mehrheitsgesellschaft zu vermeintlichen Opfern."

Statt offen zu diskutieren - so wirft Bringmann es der Jungen Union vor - wurde es online wie ein Plakat als politische Botschaft publiziert.

Titelfoto: screenshot/instagram.com/juchemnitz

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