Zu gefährlich! Kreuz auf Jakobikirche muss ab

Chemnitz - Kreuzgefährlich! Das Kreuz auf der Stadtkirche St. Jakobi stand schief und wackelte. 

Kreuz und Kugel hingen windschief auf der Kirchturmspitze der Stadtkirche St.-Jakobi.
Kreuz und Kugel hingen windschief auf der Kirchturmspitze der Stadtkirche St.-Jakobi.  © Haertelpress

Wind und Wetter hatten dem Artefakt von 1965 schwer zugesetzt. In einem Korb an einem Spezialkran wurden Kreuz und Kugel aus 50 Meter Höhe heruntergeholt. 

Ab Oktober soll ein neues goldenes Christus-Zeichen auf der Kirchturmspitze erstrahlen.

"Es war höchste Eisenbahn, Gefahr war im Verzug", sagt Küster Malik Ouada (45) von der St.-Jakobi-Kreuz-Kirchgemeinde. 

Die Öffnung wurde wetterfest gemacht und gegen Blitzeinschlag gesichert. Für seelische Orientierung gäbe es noch das große Triumph-Kruzifix über dem Altar. 

Metallbauer Thomas Koch (53) überprüft, ob die einfach gesteckte Stahlrohr-Konstruktion restauriert oder ein neues Kreuz aus Edelstahl gefertigt wird. "Der Kern ist korrodiert, das Gold abgewaschen und durch ein Loch drang Wasser ein", sagt er.

Als Ursachen für die undichte Stelle werden Blitzeinschlag oder sogar ein Einschuss vermutet. "Damals waren Schüsse auf Kreuze üblich", sagt Koch. 

Einsatz in 50 Meter Höhe: Dachdecker Sebastian Keucher sichert das Kruzifix, Metall-Restaurator Thomas Koch (53, l.) flext es ab
Einsatz in 50 Meter Höhe: Dachdecker Sebastian Keucher sichert das Kruzifix, Metall-Restaurator Thomas Koch (53, l.) flext es ab  © Haertelpress

Die Kosten für das neue St.-Jakobi-Kreuz tragen Untere Denkmalschutzbehörde und Kirchgemeinde, die dafür noch Spenden benötigt.

Titelfoto: Haertelpress

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