Wer zu Hause kein Netz hat: Kinder sollen zum Home-Schooling in Bibliothek oder Volkshochschule

Chemnitz - Vorstoß der Linken für Kinder im Home-Schooling: Weil viele Kinder zu Hause kein Internet oder keine Ruhe zum Lernen haben, fordert Stadträtin Sabine Brünler (35): "Diese Kinder sollten in der Chemnitzer Volkshochschule oder Stadtbibliothek arbeiten können."

Gerade im eigenen Kinderzimmer schweifen Sprösslinge beim Heimunterricht gerne einmal ab.
Gerade im eigenen Kinderzimmer schweifen Sprösslinge beim Heimunterricht gerne einmal ab.  © dpa-tmn/Mascha Brichta

Die Politikerin verweist auf "die gut ausgestatteten Arbeitsplätze" in beiden Einrichtungen. Sie sagt: "Kein Kind darf aufgrund der häuslichen Umstände in seiner Bildung abgehängt werden."

Während sich CDU-Stadtrat Michael Specht (34) wünscht, solche Ideen mit dem zuständigen Bürgermeister Ralph Burghart (50, CDU) abzustimmen, entwickelt Susann Mäder (36, Grüne) den Linken-Vorschlag gleich noch weiter:

"Ich könnte mir gut vorstellen, dass Mitarbeiter der VHS auch als Lernhelfer fungieren."

Stadträtin Susann Mäder (36, Grüne) kann sich vorstellen, dass VHS-Mitarbeiter als Lernhelfer für Schüler fungieren.
Stadträtin Susann Mäder (36, Grüne) kann sich vorstellen, dass VHS-Mitarbeiter als Lernhelfer für Schüler fungieren.  © Kristin Schmidt
Das Tietz beheimatet Einrichtungen wie die Volkshochschule oder die Stadtbibliothek.
Das Tietz beheimatet Einrichtungen wie die Volkshochschule oder die Stadtbibliothek.  © Kristin Schmidt

"Ich weiß zwar nicht, wie der Vorschlag räumlich umgesetzt werden kann, aber es ist gut, über Schüler und das Lernen in Pandemiezeiten nachzudenken", so Mäder.

Titelfoto: dpa-tmn/Mascha Brichta, Kristin Schmidt

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