Chemnitzer Marktbrunnen: Prototyp darf nicht einreisen

Chemnitz - Der Prototyp für den neuen Marktbrunnen hängt in China fest. Eigentlich wollte Designer Daniel Widrig (42) das polierte Edelstahl-Gebilde längst in einer Gießerei bei Shanghai begutachten. Doch wegen Corona konnte er nicht fliegen.

So soll der Marktbrunnen von Designer Daniel Widrig (42) aussehen.
So soll der Marktbrunnen von Designer Daniel Widrig (42) aussehen.  © PR, Repro: Kristin Schmidt

Darum sollten die Brunnenteile nach Chemnitz geschickt werden, kamen aber bis heute nicht an ... Schon im Februar wurde mit der Ankunft gerechnet, aber der Fracht-Flug platzte, weil das Virus bereits Europa erreicht hatte.

"Zeitlich wird es knapp, aber ich bin zuversichtlich, dass unser Vorhaben gelingt", sagt Daniel Widrig. Er managt den Brunnen-Bau vom Home-Office in London aus, kann wegen des Lockdowns nicht reisen. "Die Edelstahlteile für das Modell sind verpackt, müssen nur noch verschickt werden". Momentan könne aber niemand abschätzen, wann dies möglich sein wird.

Der Designer ist im ständigen Austausch mit der Stadt. Im Rathaus rechnet man damit, dass sich der Bau des Marktbrunnens nun verzögern kann. Die Tiefbauarbeiten sollen Anfang August abgeschlossen sein.

Auch der Baubeginn im Oktober sowie Einweihung und Testlauf sind für 2020 geplant. Erstmals sprudeln könnte der Marktbrunnen im Frühjahr 2021. Die Kosten liegen bisher bei etwa 450.000 Euro. 

Titelfoto: PR, Repro: Kristin Schmidt

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