Chemnitz: Neue App macht verschwundene Gebäude sichtbar

Chemnitz - Das verschwundene Chemnitz kehrt zurück - auf den Smartphone-Bildschirm. Eine neue App holt etwa den alten Sowjetpavillon oder die "Schuhmeile" zurück ins Stadtbild. Alteingesessene Chemnitzer sind aufgerufen, ihre Erinnerungen einzubringen.

Lisa van Bömmel-Wegmann (30) und Jens Beutmann (52) holen den Sowjetpavillon auf den Johannisparkplatz zurück.
Lisa van Bömmel-Wegmann (30) und Jens Beutmann (52) holen den Sowjetpavillon auf den Johannisparkplatz zurück.  © Maik Börner

Das Archäologie-Museum smac entwickelt eine App für den historischen Stadtrundgang. Nutzer sollen mit ihrem Smartphone oder Tablet an bestimmte Orte in Chemnitz gehen können, an denen früher besondere Bauten standen. Dann tauchen auf dem Bildschirm die Gebäude wieder auf - samt alter Fotos und Geschichten rund um den Ort.

Das erste Bauwerk "steht" schon: "Unser Prototyp ist der Sowjetpavillon, im Volksmund auch gern als 'Sternmühle' bezeichnet", sagt Projektleiterin Lisa van Bömmel-Wegmann (30). Der Pavillon stand bis 1975 auf dem Johannisparkplatz - und kann dort mit der App neu entdeckt werden.

Als Nächstes folgen: die Paulikirche am Getreidemarkt, die 1961 von der SED gesprengt wurde, und die "Schuhmeile" nördlich des Rathauses. Bis Anfang September soll die App fertig und kostenlos in den App-Stores verfügbar sein.

Die App wurde am Mittwoch im smac erstmals in einer Prototyp-Version präsentiert.
Die App wurde am Mittwoch im smac erstmals in einer Prototyp-Version präsentiert.  © Maik Börner

Die Chemnitzer können eigene Erinnerungen und Ideen einbringen. Anregungen per E-Mail an info@smac.sachsen.de oder Tel.: 0371/91199983.

Titelfoto: Maik Börner

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