Chemnitz: Neuer "Arthur-Weiner-Platz" erinnert an NS-Opfer

Chemnitz - Der neue "Arthur-Weiner-Platz" erinnert im Chemnitzer Zentrum an die Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Oberbürgermeister Sven Schulze (49, SPD) weihte den Platz zwischen den Kunstsammlungen und der Straße der Nationen am Samstagabend ein. Der Chemnitzer Rechtsanwalt und Notar Arthur Weiner (1877-1933) war ein angesehener Bürger der Stadt - und eines der ersten Opfer des Nazi-Regimes.

Oberbürgermeister Sven Schulze (49, SPD) und Ruth Röcher, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Chemnitz, enthüllten die Gedenktafel des neuen Platzes.
Oberbürgermeister Sven Schulze (49, SPD) und Ruth Röcher, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Chemnitz, enthüllten die Gedenktafel des neuen Platzes.  © Sven Gleisberg

Der "Arthur-Weiner-Platz" liege im "Herzen unserer Stadt", sagte OB Schulze bei der Einweihung. "Dort, wo das jüdische Leben hingehört - in die Herzen der Chemnitzerinnen und Chemnitzer." Der Platz sei ein neuer Ort der Erinnerung.

"Wenn von Erinnern, von Geschichtsaufarbeitung, Verstehen und Versöhnung die Rede ist, dann bedeutet das für uns heute, gemeinsam dafür zu sorgen, dass Chemnitz eine Stadt ist und bleibt, die für alle Menschen offen und lebenswert ist."

Bei der Einweihung eröffneten die Kunstsammlungen ihre neue Ausstellung "Tu BiShvat", die sich jüdischen Chemnitzer Kunstsammlern widmet. Zu ihnen gehörte auch Arthur Weiner.

"Ohne sie wäre die Stadt Chemnitz nicht so reich an Kultur und Geschichte", sagte Frédéric Bußmann (46), Generaldirektor der Kunstsammlungen.

Der "Arthur-Weiner-Platz" vor den Kunstsammlungen bei der Einweihung am Samstagabend.
Der "Arthur-Weiner-Platz" vor den Kunstsammlungen bei der Einweihung am Samstagabend.  © Sven Gleisberg

Arthur Weiner wurde 1933 von der SA entführt, misshandelt und ermordet.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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