Chemnitz: Neues Forschungs-Institut ist Straftätern auf der Spur

Chemnitz - Was macht Menschen zu Straftätern? Vor welchen Arten von Kriminalität haben die Menschen am meisten Angst? Ein neues Forschungs-Institut in Chemnitz will solche Fragen beantworten.

Dieses Wohn- und Geschäftshaus an der Karl-Liebknecht-Straße ist der zukünftige Sitz des neuen Zentrums für kriminologische Forschung.
Dieses Wohn- und Geschäftshaus an der Karl-Liebknecht-Straße ist der zukünftige Sitz des neuen Zentrums für kriminologische Forschung.  © Maik Börner

Das Zentrum für kriminologische Forschung nimmt ab August seine Arbeit in der Karl-Liebknecht-Straße auf. In dem von einem unabhängigen Verein getragenen Institut werden zunächst sechs Wissenschaftler in enger Kooperation mit der TU arbeiten.

"Als erstes Projekt ist eine mehrjährige repräsentative Studie geplant, in der wir uns mit der Wahrnehmung von Straftätern und Kriminalität in der Bevölkerung beschäftigen", sagt Direktor Frank Asbrock (45), gleichzeitig Inhaber der Professur Sozialpsychologie an der TU. "Dazu führen wir Online- und Telefonumfragen durch und vergleichen die Ergebnisse mit realen Straftaten."

Die Forschungen sollen auch als Grundlage für zukünftige Kriminalpolitik dienen.

Chemnitz: Neues 2G-Modell für Sachsen: Was sagen eigentlich die Wirte?
Chemnitz Lokal Neues 2G-Modell für Sachsen: Was sagen eigentlich die Wirte?

Unterstützt wird das Zentrum vom Freistaat.

Justizministerin Katja Meier (41) überreichte dem Direktor des neuen Forschungsinstituts, Frank Asbrock (45), einen Zuwendungsbescheid mit mehr als 308 000 Euro.
Justizministerin Katja Meier (41) überreichte dem Direktor des neuen Forschungsinstituts, Frank Asbrock (45), einen Zuwendungsbescheid mit mehr als 308 000 Euro.  © Maik Börner

Justizministerin Katja Meier (41, Grüne) übergab dem Institut am Montag einen Zuwendungsbescheid mit knapp 308.000 Euro.

Titelfoto: Maik Börner

Mehr zum Thema Chemnitz: