Auf dem Chemnitzer Sonnenberg gibt's Brötchen aus der Telefonzelle

Chemnitz - Teilen statt wegwerfen: Mittlerweile gibt es in Chemnitz fünf sogenannte Fair-Teiler. Das sind Umschlagplätze, wo Bürger übrig gebliebene Lebensmittel ablegen und mit anderen teilen können. Ziel des Foodsharings (Lebensmittel-Teilung) ist es, dass weniger noch genießbare Produkte im Müll landen.

Maren Troschke (25) gehört zu den Initiatoren des Foodsharing in Chemnitz. An fünf Orten können Lebensmittel geteilt werden.
Maren Troschke (25) gehört zu den Initiatoren des Foodsharing in Chemnitz. An fünf Orten können Lebensmittel geteilt werden.  © Maik Börner

Maren Troschke (25) findet das nachhaltige Teil-Modell klasse. Sie ist eine von 300 Foodsavern in Chemnitz. "Lebensmittel, die man nicht mehr selbst braucht, legt man einfach in den Fair-Teiler", sagt sie. 

Organisiert wird das Ganze über die Website www.foodsharing.de. Dort muss man sich anmelden und sieht dann genau, wo sich Lebensmittel befinden. 

Im Unterschied zur Tafel spielt das Mindesthaltbarkeitsdatum keine Rolle. Jeder Nutzer muss seine Essensreste eigenverantwortlich prüfen. Zur Sicherheit gibt's in den Teil-Stationen Check-Listen. "Rohe Lebensmittel außer Obst sind tabu", sagt Troschke.

Zielgruppe sind keinesfalls Obdachlose oder Bedürftige. Es gehe darum, weniger bis gar nichts wegzuwerfen. 

"Man muss sich überhaupt nicht schämen, wenn man ein Brötchen aus zweiter Hand mitnimmt - im Gegenteil."

An der Peterstraße 26 (Sonnenberg) steht eine Foodsharing-Telefonzelle.
An der Peterstraße 26 (Sonnenberg) steht eine Foodsharing-Telefonzelle.  © Maik Börner

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