Corona bremst die E-Akte aus! Digitalisierung an Chemnitzer Sozialgerichten hinkt hinterher

Chemnitz - Weniger Klagen, aber immer noch Papierberge: Wegen Corona bleibt die Digitalisierung an den Chemnitzer Sozialgerichten auf der Strecke.

Dorrit Klotzbücher (64) ist Präsidentin am Landessozialgericht.
Dorrit Klotzbücher (64) ist Präsidentin am Landessozialgericht.  © Klaus Jedlicka

Eigentlich sollte die elektronische Akte im März 2020 starten. "Wir mussten das Pilotprojekt dann aussetzen, weil Mitarbeiter nicht nach Chemnitz reisen konnten", sagte Dorrit Klotzbücher (64), Präsidentin des Landessozialgerichts.

Ende Dezember soll ein neuer Anlauf gestartet werden, 2022 folge das Sozialgericht. Dennoch laufe vieles schon fortschrittlich.

Richter hätten ihre Urteile im Homeoffice am PC geschrieben. Viele Dokumente seien schon digital.

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2020 gab es an den drei sächsischen Sozialgerichten weniger Klagefälle. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Eingänge um 28 Prozent auf 19.430 gesunken.

Altlasten konnten um zehn Prozent von 35.000 auf 31.400 abgebaut werden.

Erst Ende des Jahres startet das Pilotprojekt mit der elektronischen Akte.
Erst Ende des Jahres startet das Pilotprojekt mit der elektronischen Akte.  © Marijan Murat/dpa

"Ob das mit der Pandemie zusammenhängt, wissen wir nicht genau. Es kann aber sein, dass Behörden Leistungen wohlwollender bewilligt haben", so Klotzbücher.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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