Nach Ansage vom Sozialministerium: Tests in Chemnitzer Pflegeheimen

Chemnitz - In der Corona-Krise macht OB Barbara Ludwig (58, SPD) den Chemnitzern Mut und verweist auf niedrige Testzahlen, 182 Infizierte und die stabile Lage in Kliniken. Dort werden derzeit 37 Patienten behandelt, sechs beatmet.

In Chemnitz könnten ausgiebige Tests in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und bei Pflegediensten bevorstehen.
In Chemnitz könnten ausgiebige Tests in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und bei Pflegediensten bevorstehen.  © Uwe Anspach/dpa

Flächendeckende Tests in 34 Pflegeeinrichtungen mit 3800 Bewohnern liegen laut Ludwig nicht in ihrer Verantwortung - das sei Sache des Sozialministeriums.

Die oberste Behörde reagierte prompt und legte eine neue Vorgehensweise für Tests in Pflegeeinrichtungen fest: Das Schreiben erhielt die Stadt am Dienstagnachmittag. Nun prüft das Gesundheitsamt fieberhaft Maßnahmen und Umsetzung.

Laut Ministerium soll nicht ohne Anlass getestet werden. Für Alten- und Pflegeheime wurde aber nun festgelegt, dass bei einem positiven Fall im Heim alle Bewohner und Pflegekräfte getestet werden sollen.

Auch Pflegekräfte und Bewohner mit Covid-19-Symptomen sollen sich testen lassen. Die Kosten trägt der Freistaat.

Ob sich die neuen Testregeln auch auf Pflegedienste und Krankenhäuser beziehen, bleibt abzuwarten."Es gibt einen Rückgang an Personen, die getestet werden wollen. Wir gehen davon aus, dass Chemnitz in einer guten Situation ist. Zurücklehnen ist aber nicht", warnte Ludwig.

Viele Experten würden zu mehr Tests raten, um die Ausbreitung nachzuvollziehen.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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