Sparkasse kündigt Sparverträge - das rät die Verbraucherzentrale

Chemnitz - Jetzt geht es auch Chemnitzer Prämiensparern ans Portemonnaie! Die Sparkasse hat die Verträge mehrerer Tausend Kunden zu Ende April gekündigt. Die Verbraucherzentrale (VZ) unterstützt die Betroffenen.

Ärgert sich über die Sparkasse Chemnitz: Eberhardt Werner (60).
Ärgert sich über die Sparkasse Chemnitz: Eberhardt Werner (60).  © Sven Gleisberg

Beim Prämiensparen zahlen Sparkassenkunden monatlich einen festen Betrag und bekommen zum Jahresende einen festen, attraktiven Bonus. 

Eberhardt Werner (80) aus dem Ortsteil Adelsberg ist so ein Kunde: "1996 lockte mich die Sparkasse mit dem Prämiensparvertrag ohne Laufzeitende. Ich wollte damit meine Rente aufbessern. Doch jetzt bricht die Sparkasse den Vertrag" - weil der für das Kreditinstitut zu teuer geworden ist.

Die VZ ruft Betroffene auf, ihre Verträge bei einer Kündigung prüfen zu lassen. Vor allem Kunden der früheren Sparkasse Hohenstein-E. "sollten der Kündigung widersprechen", sagt VZ-Vorstand Andreas Eichhorst (57). 

Zudem prüft die Verbraucherzentrale die Zinsberechnungen. Im Mittel hätten Kunden Anspruch auf eine Nachzahlung von 2500 Euro.

Notfalls wolle die Verbraucherzentrale eine Musterfeststellungsklage gegen die Sparkasse Chemnitz anstrengen - wie bereits gegen die Sparkassen Leipzig, Erzgebirge und Zwickau.

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