Pünktlich nach der Corona-Pause: Bauarbeiter sperren Spielplatz ab

Chemnitz - Das sieht aus wie ein wilder Schildbürgerstreich: Sieben Wochen lang war der Spielplatz in der Straße Usti nad Labem wie andere Anlagen wegen der Corona-Krise gesperrt. Zu Wochenbeginn durften alle Spielplätze wieder öffnen. Bis auf diesen - der wird seit Dienstag umgebaut.

Wir müssen leider draußen bleiben: Andre (35), Henry (5) und Anton Fuchs (2) beschweren sich über die Spielplatzsperrung nach Corona.
Wir müssen leider draußen bleiben: Andre (35), Henry (5) und Anton Fuchs (2) beschweren sich über die Spielplatzsperrung nach Corona.  © Sven Gleisberg

Anwohner Andre Fuchs (35) fasst sich an den Kopf: "Kaum waren die Spielplätze in Chemnitz geöffnet, rückten bei uns Arbeiter und Bagger an. Sie zogen einen Bauzaun, bauten die Spielgeräte ab und gruben ein tiefes Loch."

Dass der Platz saniert wird, findet der Vater "toll, aber der Zeitpunkt für die Bauarbeiten ist mehr als unglücklich". Andre Fuchs fragt: "Hätte die Stadt die Arbeiten nicht vorziehen können? Dann wäre sie jetzt fertig."

Eine Stadtsprecherin findet den Protest nachvollziehbar, doch der Termin sei nicht zu verschieben gewesen: "Bauverträge sind immer mit konkreten Terminen untersetzt und können nicht einfach vorgezogen werden. Auch Baufirmen planen ihre Aufträge." 

Anwohner schütteln trotzdem den Kopf über den Bautermin. Sohn Henry Fuchs (5) weint: "Das ist mein Lieblingsspielplatz. Die wollen uns ärgern."

Das Projekt: Die Stadt schafft mithilfe der Bürgerplattform einen Spielplatz mit Findlingen, Großspielgerät und Stehkarussell. Kosten: 55.000 Euro. Bauzeit: rund sieben Wochen.

Anders In Gablenz: Hier kann wieder gebolzt werden

Die Spiel- und Freizeitanlage an der Liddy-Ebersberger-Straße ist fertiggestellt.
Die Spiel- und Freizeitanlage an der Liddy-Ebersberger-Straße ist fertiggestellt.  © Stadt Chemnitz, Grünflächenamt

Sport frei! Die öffentliche Spiel- und Freizeitanlage an der Liddy-Ebersberger Straße in Gablenz ist fertig. 

Nach rund sechsmonatiger Bauzeit können Kinder, Jugendliche und alle Sportbegeisterte ab sofort den Bolzplatz mit neuem Streetball-Spielfeld und Tischtennisplatte nutzen. 

Außerdem gibt es jetzt zwei Graffitiwände, zwei Sitzbänke und einen Abfalleimer. 

In Corona-Zeiten gilt natürlich auch hier: Abstand halten! 

Die Sanierung kostete insgesamt circa 92.000 Euro.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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