Initiative ruft erneut Hunderte Bürger zur Corona-Groß-Demo am Karl-Marx-Kopf auf

Chemnitz - Die hiesige Initiative "Chemnitz steht auf" wirbt für eine Corona-Demonstration am Samstag, 27. März, um 14 Uhr. Die Obergrenze von 1000 Teilnehmern ist erneut Ziel der Veranstalter.

Bereits im Februar waren mehr als 1000 Menschen vor das Marx-Monument gekommen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. (Archivbild)
Bereits im Februar waren mehr als 1000 Menschen vor das Marx-Monument gekommen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. (Archivbild)  © Ralph Kunz

"Freies Atmen für unsere Kinder!", "In Würde altern - unsere Alten liegen uns am Herzen", "Mittelstand und Innenstädte erhalten": Das sind laut Veranstalter die Forderungen des Protests.

Weiter wirbt dieser für eine friedliche und parteiunabhängige Zusammenkunft. "Jede Form von gewaltbereiter, extremistischer Links- oder Rechtsradikalität wird abgelehnt", heißt es weiter.

Währenddessen formiert sich in den sozialen Netzwerken eine Gegen-Demo.

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So schreibt "Chemnitz Nazifrei" auf Twitter: "Wir rufen zum Gegenprotest am 27. März auf! Chemnitz bleibt querdenkenfrei - für eine solidarische Gesellschaft."

Schon einmal rief die Initiative zur Corona-Demo auf (TAG24 berichtete). Anfang Februar waren mehr als 1000 Menschen vor das Marx-Monument gekommen. Etliche Teilnehmer hatten sich nicht an Abstand und/oder Mund-Nasen-Schutz gehalten. Zum Schluss standen sogar die Veranstalter dicht gedrängt ohne Maske auf der Bühne.

Als das Gelände gesperrt wurde, weil die maximale Teilnehmerzahl längst erreicht worden war, erregte eine kleine Gruppe von etwa 30 Gegendemonstranten die Aufmerksamkeit von Demonstranten, die nicht mehr zur Veranstaltung konnten.

"Wir sind regelrecht überflutet worden", erzählt damals Erik Neubert (24, Grüne), Mitveranstalter der Gegendemonstration. Die Gruppe sei am Rande des Stadthallenparks angepöbelt, beleidigt und sogar getreten worden.

Titelfoto: Ralph Kunz

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