Chemnitz: Politiker kämpfen um Tischler-Nachwuchs

Chemnitz - Wo nicht mehr gehobelt wird, da fallen auch keine Späne: Ab 2021 sollen in Chemnitz keine Tischler mehr ausgebildet werden. Das sieht die neue Berufsschulnetz-Planung des Landes vor.

Ralph Burghart (50, CDU) verhandelte in Dresden über den Verbleib von Berufsschulen in Chemnitz.
Ralph Burghart (50, CDU) verhandelte in Dresden über den Verbleib von Berufsschulen in Chemnitz.  © Sven Gleisberg

Stattdessen sollen die Azubis nach Zschopau pendeln (TAG24 berichtete). Chemnitzer Politiker kämpfen jetzt parteiübergreifend gegen die Pläne des CDU-geführten Ministeriums.

Die Fraktionen von CDU, Linke/Die PARTEI, Grüne, SPD und FDP beauftragten die Stadt in einer gemeinsamen Stellungnahme, sich für den Erhalt der Berufsschule einzusetzen: "Aus unserer Sicht soll im Sinne der regionalen Ausbildungsbetriebe für den Erhalt jedes am Standort Chemnitz angebotenen Ausbildungsberufes geworben werden."

Auch der Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich (56, CDU) stemmt sich gegen den Entwurf: "Die Stärkung des ländlichen Raums darf nicht zulasten der Ausbildungsqualität gehen." 

Heinrich initiierte ein Krisengespräch mit den Innungsobermeistern und dem zuständigen Bürgermeister Ralph Burghart (50, CDU), der am Montag im Kultusministerium die Chemnitzer Argumente darlegte. 

Titelfoto: Sven Gleisberg

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