So reagiert Chemnitz auf Oehmes Krim-Reise auf Kreml-Kosten

Chemnitz - Nach Recherchen des "Spiegel" und des ARD-Magazins "Kontraste" bezahlte das russische Parlament die Reise von OB-Kandidat Ulrich Oehme (60, AfD) als Wahlbeobachter auf die Halbinsel Krim (TAG24 berichtete). Von der Chemnitzer Politik hagelt es für diese offensichtliche Russland-Propaganda Kritik.

Lars Fassmann (42, parteilos) kritisiert das Russland-Sponsoring für Ulrich Oehme (60, AfD).
Lars Fassmann (42, parteilos) kritisiert das Russland-Sponsoring für Ulrich Oehme (60, AfD).  © Maik Börner

"Hier machte sich ein Bundestagsabgeordneter zum willfährigen Helfer des russischen Regimes, seine illegale Annexion der Krim zu beschönigen. Dass die Reise vom russischen Parlament bezahlt wurde, setzt dem Ganzen die Krone auf", so Thorge Babbe (32), Sprecher der Chemnitzer Grünen. Babbe fordert umfassende Aufklärung von Oehme, ob nicht womöglich noch weitere Fahrten von Russland bezahlt wurden. Das sei der Eubaer den Chemnitzern schuldig.

Lars Fassmann (42, parteilos), Oehme-Kontrahent im OB-Wahlkampf, ist nicht überrascht. "Ich befürchte, dass es einige Chemnitzer gut finden, was er sich da geleistet hat."

Einen klaren Regelbruch erkennt CDU-Generalsekretär Alexander Dierks (32, CDU): "Herr Oehmes Krim-Besuch auf Kosten des Kreml erfüllte keine der von der OSZE und vom Europarat festgelegten Kriterien für internationale Wahlbeobachtungen."

Ulrich Oehme soll auf Kosten des Kremls nach Russland gereist sein.
Ulrich Oehme soll auf Kosten des Kremls nach Russland gereist sein.  © Haertelpress, dpa/Anton Pedko

Ulrich Oehme selbst sagte, er habe den Trip von einer externen Organisation bezahlt bekommen. Alles sei von der Bundestagsverwaltung überprüft worden.

Titelfoto: Haertelpress, dpa/Anton Pedko

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