Chemnitz: VW-Motorenwerk fährt Produktion wieder hoch

Chemnitz - Der Volkswagen-Konzern will die Produktion in seinen Zulieferwerken nach Ostern wieder stärker anlaufen lassen. In einigen Werken der Komponentenfertigung solle von kommenden Dienstag an der ohnehin laufende Teilbetrieb erweitert werden, um die Versorgung der chinesischen Produktionswerke sicherzustellen, teilte VW mit. Davon sind insgesamt rund 1700 Mitarbeiter betroffen.

Das VW-Motorenwerk in Chemnitz.
Das VW-Motorenwerk in Chemnitz.  © Uwe Meinhold

Im Motorenwerk Chemnitz soll es laut Volkswagen Sachsen am 23. und 24. April langsam wieder losgehen. Bei dem sogenannten "Softstart" gehe es um vorbereitende und logistische Tätigkeiten für die eigentliche Produktion, sagte ein Sprecher. "Dann werden die Maschinen hochgefahren und überprüft, die entsprechenden Teile an die jeweilige Linie gefahren", hieß es.

Zunächst starten die Mitarbeiter in einer von sieben Schichten. Ende April soll das Motorenwerk dann nach und nach wieder mit der Produktion beginnen. In dem Werk werden Motorenteile für Elektrofahrzeuge hergestellt.

Nach Ostern sei mit weiteren Details zu rechnen, welche Werke wann wieder hochlaufen können. Volkswagen hatte bis Ende kommender Woche, also bis zum Wochenende des 19. April, den größten Teil der Werke in Europa stillgelegt.

"Der Schutz und die Gesundheit unserer Beschäftigten haben Priorität", sagte der für das Tagesgeschäft der Marke VW zuständige Manager Ralf Brandstätter. "Im Zweifel produzieren wir lieber ein Fahrzeug weniger, als irgendwo ins Risiko zu gehen", ergänzte Betriebsratschef Bernd Osterloh. Unternehmen und Gesamtbetriebsrat hätten in einer Betriebsvereinbarung klare Regeln und Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten festgeschrieben, hieß es.

So will VW frühzeitig Schutzmaßnahmen treffen, um Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zu vermeiden. In allen Bereichen gelten demnach Mindestabstände und erhöhte Hygienestandards. Wo Abstände von anderthalb Metern nicht möglich seien, erhielten alle Beschäftigten geeignete Schutzausrüstung.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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