Braunkohle-Ausstieg: Die Linke warnt vor explodierenden Kosten

Chemnitz - Wie teuer wird der Braunkohle-Ausstieg des Energieversorgers eins ab 2023 für die Chemnitzer? Die Linken sorgen sich um explodierende Kosten für Strom, Fernwärme und Fahrpreise bei der CVAG.

Stadtrat Thomas Scherzberg (59, Linke) fürchtet eine Kostenwelle nach dem Braunkohleausstieg.
Stadtrat Thomas Scherzberg (59, Linke) fürchtet eine Kostenwelle nach dem Braunkohleausstieg.  © Kristin Schmidt

"Die Abschreibungen für einen Teil der Heizanlagen stehen noch zu Buche und schmälern um mehrere Millionen das Betriebsergebnis, sodass die bisherige Quersubventionierung der CVAG weitgehend entfallen wird", befürchtet Stadtrat Thomas Scherzberg (59).

Das fehlende Geld müsste aus dem städtischen Haushalt kommen - oder über steigende Ticketpreise.

Ungeklärt ist auch, wie die Fernwärmeversorgung im Chemnitzer Westen nach 2023 weitergeht.

Im Heizkraftwerk wird schon ab 2023 der letzte Kohleblock abgeschaltet.
Im Heizkraftwerk wird schon ab 2023 der letzte Kohleblock abgeschaltet.  © Ralph Kunz

"Nach dem Ende der Planungen zum Holz-Kraftwerk muss eine Lösung gefunden werden", so Scherzberg. "Es steht fest, dass der Braunkohle-Ausstieg für die Abnehmer von Strom und Wärme teurer werden wird."

Titelfoto: Kristin Schmidt, Ralph Kunz

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