Unternehmen bangen! Droht im Herbst die große Pleitewelle in Chemnitz?

Chemnitz - Der Lockdown stieß viele Unternehmen und Privatpersonen in Finanznöte. Im März fürchteten noch 22 Prozent der Firmen im Chemnitzer Bezirk der Industrie- und Handelskammer den bitteren Gang, im Juni nur noch acht Prozent. Aber: Die Pleite-Welle könnte ab Oktober rollen!

Viele Unternehmen und Privatpersonen müssen wegen coronabedingter Maßnahmen Insolvenz anmelden.
Viele Unternehmen und Privatpersonen müssen wegen coronabedingter Maßnahmen Insolvenz anmelden.  © imago images/Michael Weber

Bis 30. September sind Firmen von der Insolvenzantragspflicht befreit, wenn sie durch Corona unverschuldet in Schieflage gerieten. 

Rechtsanwalt Carsten Morgenstern von "Flöther & Wissing" rechnet mit einer Insolvenz-Welle: "Zahlreiche Unternehmen sind infolge der Corona-Krise zahlungsunfähig geworden. Diese müssen, wenn die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht endet, Insolvenzantrag stellen." 

Besonders gefährdet seien die Branchen Tourismus, Events, Gastronomie, Einzel- und Auto-Handel sowie Zulieferer.

Auch bei Privat-Insolvenzen herrscht Ruhe vor dem Sturm. "Noch verzeichnen wir gleichbleibende Nachfrage. Viele versuchen noch, mit weniger Geld klar zu kommen", sagt Cornelia Hansel (50) von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Die AWO Chemnitz hält es aber für möglich, "dass die Folgen der coronabedingten Maßnahmen Privatpersonen und Familien in eine finanzielle Notlage bringen können".

Titelfoto: imago images/Michael Weber

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