Datenschutz gegen Klimaschutz: Wie viel Strom auf welchem Dach in Chemnitz?

Chemnitz - Weil es zu viele Bedenken gab, stampfte das städtische Umweltamt sein geplantes neues Solar-Kataster in Chemnitz ein. Doch schon bald soll es ein neues Modul der Sächsischen Energieagentur (SAENA) geben. Stadtrat Sebastian Cedel (38, Die PARTEI) hofft auf ein nutzbares Programm, "das den Solarstrom weiter voranbringt".

Stadtrat Sebastian Cedel (38, Die PARTEI) fordert ein Kataster.
Stadtrat Sebastian Cedel (38, Die PARTEI) fordert ein Kataster.  © Sven Gleisberg

Bis 2020 nutzten nur zwei oder drei Bürger jährlich das alte Solar-Kataster. Die Stadt schaltete das Programm deshalb ab, scheiterte aber mit einem neuen Online-Werkzeug. Nun soll es die SAENA richten. Sie plane ein Solardach-Kataster wie in Nordrhein-Westfalen.

Sebastian Cedel fordert in jedem Fall ein Programm, "das die ganze Stadt kartiert. Nutzer müssen dort jedes Dach anklicken und die mögliche Stromerzeugung anzeigen können".

Der Kommunalpolitiker findet: "Jedes städtische und staatliche Dach sollte neu gedeckt werden mit Solarplatten, die ja nicht nur Strom erzeugen, sondern auch Wasser abweisen." Auch private Hausbesitzer würden sehen, was Fotovoltaikplatten auf ihrem Dach bringen.

Solarfelder auf den Dächern in der Albert-Schweitzer-Straße.
Solarfelder auf den Dächern in der Albert-Schweitzer-Straße.  © Ralph Kunz

Auf Anfrage von Sebastian Cedel erklärte die Verwaltung, dass das neue Solar-Kataster von SAENA "in Kürze" online zur Verfügung stehe.

Titelfoto: Ralph Kunz

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