Verkaufsoffene Sonntage in Chemnitz: SPD und CDU fordern gleiches Recht für Center

Chemnitz - Die Debatte um die verkaufsoffenen Sonntage 2021 wird neu entfacht! Die SPD- und die CDU-Fraktion kündigten nun an, sich mit einem Beschlussantrag für die Chemnitzer Center starkzumachen. Diese sind nämlich bei der Sonderregelung außen vor.

Neefepark-Chef Manfred Haendly (61) hat schon vor geraumer Zeit einen verkaufsoffenen Sonntag im November beantragt - erfolglos.
Neefepark-Chef Manfred Haendly (61) hat schon vor geraumer Zeit einen verkaufsoffenen Sonntag im November beantragt - erfolglos.  © Kristin Schmidt

Der Umstand, dass nur die Läden im Zentrum öffnen dürfen sollen, sorgte für Unmut bei den Center-Managern und für Zoff im Stadtrat.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Stadt in diesem Jahr gerade mal zwei verkaufsoffene Sonntage in der Adventszeit plant. "Wir müssen so ziemlich alles versuchen, um den Handel wieder zu stärken", sagte CDU-Stadträtin Almut Patt (51) im Juli.

Nun der Antrag der SPD-Fraktion, der eine Öffnung für drei Sonntage in den Monaten Oktober und November im Chemnitz-Center, Neefepark und in der Sachsen-Allee vorschlägt.

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Und zwar als separate Verordnung zu der von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Öffnung in der Innenstadt. SPD-Stadtrat Detlef Müller (56) betont die Wichtigkeit des Antrags: "Viele Stellschrauben, um dem Einzelhandel in der aktuell sehr schweren Situation unter die Arme zu greifen, haben wir in der Kommunalpolitik nicht."

Die Center fühlten sich bei der Sonntagsregelung außen vor gelassen.
Die Center fühlten sich bei der Sonntagsregelung außen vor gelassen.  © Kristin Schmidt

In Zukunft wolle man aber wieder auf Kommunikation setzen: "Für die kommenden Jahre brauchen wir daher einen frühzeitigen Dialog zwischen Verwaltung, Einzelhandel, Gewerkschaften, Kirchen und den Stadträten."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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