Frau Ministerin hatte 66 Mio. Euro im Gepäck: Chemnitz bekommt Geld-Segen für Kulturhauptstadt

Chemnitz - Grünes Licht für den Geld-Segen: Die künftige Kulturhauptstadt Chemnitz darf sich jetzt offiziell über rund 66 Millionen Euro freuen. Im Straßenbahnmuseum unterzeichneten die federführenden Politiker am Freitag die Finanzierung. Dabei gab es einen Vorgeschmack auf das bunte Programm für 2025.

MP Michael Kretschmer (46, CDU, v.l.), Ministerin Monika Grütters (59, CDU) und OB Sven Schulze (49, SPD) beim Treffen am Freitag im Chemnitzer Straßenbahnmuseum.
MP Michael Kretschmer (46, CDU, v.l.), Ministerin Monika Grütters (59, CDU) und OB Sven Schulze (49, SPD) beim Treffen am Freitag im Chemnitzer Straßenbahnmuseum.  © Uwe Meinhold

Neben ausrangierten Bussen der CVAG und des NVK (Nahverkehr Karl-Marx-Stadt) nahm das Kulturhauptstadt-Projekt am Freitag Fahrt auf.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU), Kulturstaatsministerin Monika Grütters (59, CDU) und Oberbürgermeister Sven Schulze (49, SPD) unterschrieben die Finanzierungsvereinbarung. Damit fließen rund 66 Millionen Euro von Stadt, Land und Bund.

"Jetzt kann es richtig losgehen", sagte MP Kretschmer. "Chemnitz wird zur Bühne Europas." OB Schulze versprach: "Wir werden uns selbst und unseren Gästen zeigen, was in Chemnitz steckt und was die Stadt so besonders macht.“

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Auch eines der größten Projekte wurde präsentiert: die "Garage der Autodidakten". "In Chemnitz haben wir weder eine Kunsthochschule noch große Kunsttraditionen", sagte Kulturmanager Benjamin Gruner (32).

Stattdessen gebe es eine lange Tradition des Selbermachens. Das will die Kulturhauptstadt mit 3 000 Garagen beweisen, die zu Bastler-Räumen werden sollen.

Kulturstaatsministerin Grütters unterzeichnete am Freitag die Finanzierungsvereinbarung.
Kulturstaatsministerin Grütters unterzeichnete am Freitag die Finanzierungsvereinbarung.  © Uwe Meinhold
Christiane Wolf (38) war eine der Radlerinnen, die das "Bid Book" per Fahrrad nach Berlin brachten.
Christiane Wolf (38) war eine der Radlerinnen, die das "Bid Book" per Fahrrad nach Berlin brachten.  © Uwe Meinhold
Das Straßenbahnmuseum soll 2025 ein Austragungsort der Kulturhauptstadt sein.
Das Straßenbahnmuseum soll 2025 ein Austragungsort der Kulturhauptstadt sein.  © Uwe Meinhold

Einen Vorgeschmack auf 2025 liefern die "Mikroprojekte", die schon jetzt die Stadt beleben. Ein solches ist das "Fahrradkino". "Wir haben uns gefragt: Wie können wir alte Orte neu entdecken?", sagte Vorstand Maria Kreußlein.

In Hinterhöfen und auf Dächern zeigen sie Filme, den Strom erzeugen sie per Fahrrad - ganz in der Tradition des Selbermachens.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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