Friseurmeister verrät: Diesen Fehler dürft Ihr im Lockdown nicht machen!

Chemnitz - Das könnte ein haariger Lockdown werden! Bis Ende Januar sind die Friseursalons deutschlandweit weiterhin dicht. Aus diesem Grund hat wohl jeder schon mal überlegt, selbst Schere oder Maschine anzulegen. Ob das eine gute Idee ist, weiß Friseurmeister Jörn Lüdecke (38) aus Chemnitz.

Friseurmeister Jörn Lüdecke (38) hat bereits einige Frisur-Unfälle erlebt. Er rät deshalb von "Haar-Selbstversuchen" im Lockdown ab.
Friseurmeister Jörn Lüdecke (38) hat bereits einige Frisur-Unfälle erlebt. Er rät deshalb von "Haar-Selbstversuchen" im Lockdown ab.  © Maik Börner

Sein Appell: "Bitte die Haare wachsen lassen, nicht selber schneiden! Sonst müssen wir Friseure das nach dem Lockdown alles wieder gerade biegen." Dies würde unnötig viel Zeit kosten, so der Friseurmeister.

"Haare wachsen in der Regel etwa einen Zentimeter pro Monat. Das macht dann nach dem Lockdown vielleicht zwei, drei Zentimeter - je nachdem, wann man das letzte Mal beim Friseur war. Das ist noch auszuhalten", meint Lüdecke.

Auch vom Haare färben rät der Chemnitzer ab. Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr seien einige Kunden mit selbst gefärbten Haaransätzen gekommen - das habe viel Arbeit und Zeit gekostet.

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"Das Beste wäre es, wenn die Kunden es einfach aushalten", fügt Lüdecke an. Und vor allem in den Wintermonaten kann jeder seine Mähne oder den Ansatz mit einer Mütze geschickt verdecken.

Friseurmeister: "Schließung ist ein wirtschaftliches Desaster!"

Kein Haarschnitt mehr! Seit Dezember sind alle Friseursalons in Deutschland dicht.
Kein Haarschnitt mehr! Seit Dezember sind alle Friseursalons in Deutschland dicht.  © 123RF/Robert Przybysz

Dass die Friseure in Sachsen seit Mitte Dezember schließen mussten, bezeichnet Friseurmeister Jörn Lüdecke als "wirtschaftliches Desaster".

Zwar würden nach dem Lockdown alle Kunden auf einmal in die Friseur-Läden stürmen und Umsatz bringen, jedoch könne man die Lockdown-Monate nicht wieder reinholen. "Da fehlen ein bis zwei Friseurbesuche pro Kunde", meint Lüdecke.

Er selbst ist deshalb von der Politik enttäuscht. Die Überbrückungshilfen seien zwar hilfreich und wichtig, würden aber nicht das laufende Geschäft ersetzten.

Aus diesem Grund hofft der Chemnitzer - und sicherlich auch Millionen Deutsche - auf Lockerungen und offene Friseursalons ab Februar. Bis dahin heißt es: Finger weg von der Schere und Mütze tragen!

Titelfoto: 123RF/Robert Przybysz, Maik Börner

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