Chemnitzer Nischel wird bald 50: Dieses Geschenk soll er bekommen

Chemnitz - Ein Denkmal für die Chemnitzer: Wer seinen Namen in der Stadt verewigen will, kann das bald an einer Informations-Stele am Karl-Marx-Monument machen. Denn für das Projekt werden noch Spender gesucht.

Der Nischel darf sich zu seinem Jubiläum über Zuwachs freuen.
Der Nischel darf sich zu seinem Jubiläum über Zuwachs freuen.  © Ralph Kunz

Die 2,40 Meter hohe und rund 2500 Euro teure Stele soll zum 50. Geburtstag des Nischels im Oktober entstehen und seine Geschichte erzählen. Bürger können sich durch Spenden beteiligen. Alle Spenden ab 250 Euro werden namentlich auf der Stele verewigt.

Den Info-Text für die Stele schreibt der Chemnitzer Historiker Norbert Engst (37). Das 1971 eingeweihte Monument war nicht immer so populär wie heute: "Nach der Wende wollten manche den Nischel weghaben", sagt er. "Mittlerweile ist er auf vielen T-Shirts zu sehen. Das hätte vor 20, 30 Jahren keiner gedacht."

Der Historiker erzählt, dass der Nischel sogar fast mal in den Westen "rübergemacht" wäre. Im Jahr 2007 sollte er für eine Kunstausstellung nach Münster reisen.

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Doch der Transport war aufgrund der komplizierten Bauweise schwierig, die damalige Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (59, SPD) stemmte sich dagegen. So blieb den Chemnitzern ihr Nischel erhalten.

Der Chemnitzer Historiker Norbert Engst (37) verfasst den Info-Text für die Stele.
Der Chemnitzer Historiker Norbert Engst (37) verfasst den Info-Text für die Stele.  © Kristin Schmidt

Spenden für die Stele nimmt das Bürgerbüro der Stadt entgegen, Kontakt unter der Nummer 0371/4881512 oder per E-Mail an buergerbuero@stadt-chemnitz.de.

Titelfoto: Ralph Kunz

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