Corona-Testwillige legen Forschungslabor lahm

Chemnitz - SOS-Ruf aus Braunschweig: Das Helmholtz-Institut für Infektionsforschung wird überschwemmt von Freiwilligen, die sich auf Antikörper gegen Corona testen lassen wollen. Zuvor hatten die Forscher öffentlich angekündigt, rund 3000 Freiwillige aus dem Raum Chemnitz zu testen.

Corona-Teststation für das Helmholtz-Institut in der Annaberger Straße: Die Forscher werden von Bürgeranfragen überflutet.
Corona-Teststation für das Helmholtz-Institut in der Annaberger Straße: Die Forscher werden von Bürgeranfragen überflutet.  © Maik Börner

Ein Sprecher des Instituts bittet darum, sich nicht mehr grundlos zu melden:

"Das Studienteam geht derzeit unter in Anfragen von Freiwilligen, die sich für die Studie melden oder direkt zur Blutabnahme in die Annaberger Straße kommen."

Das Institut vermutet, dass viele Bürger annehmen, dass sie schon einmal mit dem Virus Kontakt hatten und jetzt Gewissheit suchen. Solche Teilnehmer würden aber das Ergebnis verfälschen und werden abgewiesen.

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Das Helmholtz-Institut hatte in Chemnitz und Umgebung 8000 zufällige Bürger angeschrieben und um die Teilnahme am Antikörpertest gebeten.

Nur die sollen mitmachen - die Forscher hoffen auf 3000 Teilnehmer.

Titelfoto: Maik Börner

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