Coronavirus in Chemnitz: Sachsens Flughäfen bieten Heimkehrern kostenlose Corona-Tests an

Das Coronavirus in Chemnitz: Nachdem die Corona-Infektionen in Chemnitz und Umgebung deutlich zurückgegangen waren, steigt mittlerweile die Zahl der Neuinfektionen in der Stadt wieder leicht an.

Wir halten Euch >>> hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz auf dem Laufenden. 

Update, 31. Juli, 14.24 Uhr: Neue Corona-Fälle in Chemnitz

In Chemnitz gibt es laut Stadtverwaltung heute 225 bestätigte Fälle, drei mehr als am Donnerstag.

Bei einem der neuen Fälle handelt es sich um einen 19-jährigen Reiserückkehrer, der im Urlaub erkrankte und sich in Chemnitz einem Test unterzog. Er war nicht in einem Risikogebiet.

Die anderen beiden Fälle stehen im Zusammenhang mit den bereits bekannten Covid-19-Fällen in der Kita/Horteinrichtung. Der Bruder des am Dienstag positiv getesteten Kindes und eine Arbeitskollegin von dessen Mutter erkrankte.

Update, 31. Juli, 12.45 Uhr: Land fördert Projekt zu Coronavirus zwei Millionen Euro

Ein Forschungsprojekt zur schnellen Diagnostik und zur Behandlung des Coronavirus geht am Samstag in Dresden an den Start. Das Land fördere das Vorhaben mit zwei Millionen Euro, teilte das Wissenschaftsministerium am Freitag mit. Ziel sei es, Medikamente zu entwickeln, die die Virusinfektion neutralisieren, virusinfizierte Zellen zerstören und eine Bildgebung des Krankheitsverlaufs ermöglichen. 

Außerdem sollen digitale Diagnoseverfahren entwickelt werden, die eine schnelle und für das untersuchende Personal risikoarme Bestimmung des Virus ermöglichen. Das institutsübergreifende Projekt wird am Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf geführt.

Update, 30. Juli, 19.45 Uhr: Sachsens Flughäfen bieten Heimkehrern kostenlose Corona-Tests an

Nach dem Ende des Urlaubs können sich Heimkehrer nach Sachsen vom 3. August an in Leipzig/Halle und Dresden am Flughafen kostenlos auf Corona testen lassen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das Angebot richtet sich an Bürger mit Wohnsitz oder dauerndem Aufenthalt im Freistaat. Es gilt innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise.

Dem Ministerium zufolge soll der Schwerpunkt auf Heimkehrern aus ‎Risikogebieten liegen, die sich ohnehin in Quarantäne begeben müssten. Aber auch Heimkehrer aus anderen Regionen können sich am Flughafen testen lassen - oder auch im örtlichen Gesundheitsamt.

Für Urlauber, die nicht mit dem Flugzeug nach Hause kommen, sind ebenfalls Tests in der Planung.

An Sachsens Flughäfen können sich Reiserückkehrer nun kostenlos auf Corona testen lassen (Symbolbild).
An Sachsens Flughäfen können sich Reiserückkehrer nun kostenlos auf Corona testen lassen (Symbolbild).  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 30. Juli, 16.13 Uhr: Sachsens Abiturienten trotz Corona mit besseren Prüfungsnoten

Trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie haben Sachsens Abiturienten im Jahr 2020 den besten Notendurchschnitt der letzten Jahre erzielt. Nach Abschluss der Prüfungen liegt er bei 2,16 und ist somit gegenüber dem Vorjahr mit 2,20 noch einmal leicht besser, wie das Kultusministerium am Donnerstag in Dresden mitteilte.

Von den 10 252 (Vorjahr: 10 507) zur Abiturprüfung 2020 zugelassenen Schülern an den Gymnasien erreichten 10 014 die allgemeine Hochschulreife. Damit liegt die Bestehensquote bei 97,73 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr (97,36 Prozent) leicht gestiegen.

"Trotz der Krisensituation haben die Abiturienten in häuslicher Lernzeit ihre Hausaufgaben erfüllt und sich gut auf die Prüfungen vorbereitet. Dass sie dabei sogar den besten Durchschnitt in einem sächsischen Abitur erreicht haben, spricht für die Schüler und die Lehrer, die ihre Schützlinge bestens vorbereitet haben", teilte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) mit.

Der Durchschnitt sei für ihn jedoch nicht entscheidend, so Piwarz. Wichtiger sei, dass die Abiturienten einen richtigen Abschluss mit Prüfungen in der Tasche haben, ohne "Corona-Stempel".

Update, 30. Juli, 15.30 Uhr: Corona-Maßnahmenpaket eine "große Herausforderung"

Der deutsche Meister Maximilian Schachmann hat das Corona-Maßnahmenpaket im Radsport als "große Herausforderung" bezeichnet. "Ich war beispielsweise in Livigno im Trainingslager und musste am Sonntag einen Corona-Test durchführen. Die Situation in Italien ist bekannt, da wartet niemand auf Maximilian Schachmann. Die Kapazitäten sind dort begrenzt. Es ist einfach schwierig, das umzusetzen", sagte der 26-Jährige vor dem Neustart der WorldTour im Interview der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Im Radsport sieht das Protokoll des Weltverbandes UCI vor, dass jeweils drei und sechs Tage vor den großen Rennen die Fahrer auf Corona getestet werden. "Wir haben den Zeitraum mit der höchsten Kontaktrate nach dem letzten Test. Es wäre besser, früher anzureisen und dann zu kontrollieren. Ich bin aber kein Virologe. Die Frage stellt sich für mich: Wenn ich mich bei der Anreise anstecke, wie schnell ist das messbar?", ergänzte Schachmann.

Den deutlichen Mehraufwand würden aber alle "ohne Diskussion" in Kauf nehmen. Schließlich sei es für den Sport wichtig, dass wieder gefahren werde.

Der gebürtige Berliner beobachtet die Lage mit ein wenig Sorge. "Es besteht aber immer die Gefahr, dass es wieder starke Maßnahmen gibt und alles abgeblasen wird. Wir hoffen es nicht", sagte der Radprofi, der gerade seinen Vertrag beim Team Bora-hansgrohe um vier Jahre verlängert hat. Er habe zu schätzen gelernt, "wenn man in einem Team fährt, das einen nicht hängen lässt."

Update, 30. Juli, 15.25 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

In Chemnitz bleibt es am Donnerstag bei bislang 222 Corona-Fällen. 

Update, 30. Juli, 13.30 Uhr: Sachsen plant Weihnachtsmärkte unter Corona-Bedingungen

Abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen sollen in Sachsen auch in diesem Jahr Weihnachtsmärkte stattfinden können. Gemeinsam mit Kommunen werden Rahmenbedingungen erarbeitet, sagte Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) am Donnerstag in Dresden. 

"Es wird ein Weihnachtsmarkt sein, der nicht mit den Vorjahren vergleichbar ist, aber unter anderen Bedingungen." Er solle dennoch die gewohnte Atmosphäre und vorweihnachtliche Stimmung bieten. 

Laut Klepsch brauche es dafür mehr Platz und andere Wegesysteme. Die Kommunen, die über die Durchführung entscheiden, arbeiteten bereits an entsprechenden Konzepten.

Update, 30. Juli, 12.18 Uhr: Freiwillige Tests an verschiedenen Stellen in Chemnitz möglich

Wie die Stadt Chemnitz mitteilt, sind Rückkehrer aus einem Covid-19-Risikogebiet nach Deutschland sind grundsätzlich verpflichtet, sich unmittelbar nach der Einreise in eine 14-tägige Heimquarantäne zu begeben und das Gesundheitsamt auf die Einreise hinzuweisen. 

Diese Verpflichtung besteht für alle ohne Ausnahme.

Personen, die aus einem solchen Gebiet kommen (unabhängig davon, ob sie im Urlaub oder aus anderen Gründen dort waren), rufen entweder im Gesundheitsamt unter 0371 488 5302 (Samstag und Sonntag von 12 bis 16 Uhr, Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr) an oder schicken eine E-Mail an corona@stadt-chemnitz.de.

Das Gesundheitsamt wird dann mit den Betroffenen die weiteren Schritte besprechen. Es drohen empfindliche Bußgelder, sollten diese Regeln nicht eingehalten werden!

Heimquarantäne bedeutet, dass man sich NUR zuhause aufhalten darf. Einkaufen- oder Spazierengehen ist nicht möglich. Auch Besuch zu empfangen ist nicht erlaubt.

Die aktuell benannten Risikogebiete sind auf der Internet-Seite des RKI (www.rki.de) zu finden.

In Europa sind das derzeit: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Serbien sowie die Türkei. Außerhalb Europas ist beispielsweise auch die USA betroffen.

Es wird dringend empfohlen, sich aktuell vor Abreise bzw. Rückkehr darüber zu informieren, denn je nach Entwicklung der Corona-Infektionen kann sich die Einstufung der Risikogebiete jederzeit ändern.

Personen, die aus dem Urlaub in einem Land zurückkehren, das kein Risikogebiet ist, und dennoch mögliche Symptome aufweisen, melden sich bitte telefonisch bei ihrem Hausarzt. 

Für Personen, die keine Symptome vorweisen und sich freiwillig auf Corona testen lassen möchten, stehen in Chemnitz folgende Einrichtungen zur Verfügung: 

  • Hausärzte (Bitte vor Besuch einer Hausarztpraxis dort anrufen. Weitere Informationen erteilt die Kassenärztliche Vereinigung unter 0371 27890.) 
  • Infektionsambulanz am Klinikum Chemnitz, Bürgerstraße 2, Haus 11, 09113 Chemnitz Anmeldung/Terminabsprache: 0371 333 42471 oder -42449 
  • DEKRA Automobil GmbH Chemnitz, Neefestraße 13, 09119 Chemnitz Anmeldung/Terminabsprache: 0371 3513 259 

Hinweis: Im Gesundheitsamt sind diese Tests nicht möglich. Die Kosten für den freiwilligen Test sind nach heutigem Stand (30. Juli 2020) als private Leistung (IGeL) selbst zu tragen.

Update, 30. Juli, 7.22 Uhr: Handel: Verbraucher halten sich weiter zurück

Die Kauflaune ist bei den Verbrauchern in Sachsen zwar gestiegen, aber noch lange nicht auf dem Niveau vor der Corona-Krise. Das berichtet der Handelsverband Sachsen. 

"Auch die Effekte durch die Senkung der Mehrwertsteuer sind für den Einzelhandel bislang überschaubar", sagte Hauptgeschäftsführer René Glaser der Deutschen Presse-Agentur. Um die Kaufimpulse für den Non-Food-Einzelhandel in den Städten zu erhöhen, regte er an, die Hürden für verkaufsoffene Sonntage zu senken. "Gerade in dem schwierigen, von der Corona-Krise geprägten Jahr 2020 bedarf es einer schnellen und unbürokratischen Hilfe", betonte er.

Seit dem 1. Juli beträgt die Mehrwertsteuer, die bei jedem Einkauf anfällt, nur noch 16 statt 19 Prozent. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, beträgt 7 statt 5 Prozent.

Update, 29. Juli, 16.50 Uhr: Fünf neue Fälle in Chemnitz

In Chemnitz gibt es heute 222 bestätigte Fälle, fünf mehr als noch am Montag.

Wie die Stadt mitteilt, besteht bei den neuen Fällen ein Zusammenhang mit dem bereits in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Fall einer positiv getesteten Erzieherin. Betroffen sind zwei Schüler des Hortes sowie ein Elternteil und die Großeltern des einen Schülers.

"Es ist Stand heute aber noch unklar, wer wen infiziert hat", heißt es weiter.

Update, 28. Juli, 16.41 Uhr: Sachsen plant Corona-Tests an Flughäfen

Der Freistaat Sachsen will Reiserückkehrern an den beiden Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden freiwillige und kostenlose Corona-Tests ermöglichen. Starten sollen die Tests voraussichtlich am 1. August, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Dresden mitteilte. Das Angebot gilt für Bürger mit Wohnsitz oder dauerndem Aufenthalt im Freistaat. Diese können sich innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Einreise testen lassen. Der Schwerpunkt soll dabei auf Rückkehrern aus ‎Risikogebieten liegen, die sich ohnehin in Quarantäne begeben müssten. Aber auch Einreisende aus anderen Regionen können sich kostenlos an den Flughäfen testen lassen - oder alternativ im örtlichen Gesundheitsamt. Geplant werden auch Tests für Urlauber, die nicht mit dem Flugzeug einreisen.

Für die Testcenter an den Flughäfen schließe der Freistaat eine Vereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ‎Sachsen, hieß es. Die Kosten für das Personal zahlt Sachsen, die Laborkosten tragen die Krankenkassen. Damit könne die vom Bund angekündigte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten bei Bedarf an den sächsischen Flughäfen umgesetzt ‎werden, hieß es.

"Wir betrachten mit einer ‎gewissen Sorge eine abnehmende Achtsamkeit im Umgang mit dem Virus ‎und müssen deshalb immer wieder darauf hinweisen - Corona ist nicht ‎vorbei", betonte Staatssekretär Uwe Gaul. Der Reiseverkehr in den Ferien erhöhe das Risiko, dass die Urlauber ‎das Virus unerkannt mit nach Hause brächten. "Rechtzeitig vor der großen Rückreisewelle sind wir mit unseren Testcentern ‎an den Flughäfen gewappnet", so Gaul.

Am Flughafen Leipzig/Halle wurde von der Stadt Halle am Montag die erste Teststation für Urlaubsrückkehrer eingerichtet - allerdings ausschließlich für Bewohner der Stadt Halle.

Update, 28. Juli, 14.24 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen weiter sehr gering

Die nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigen in Sachsen weiter nur auf einem sehr geringen Niveau. Nachdem sie drei Tage in Folge konstant geblieben waren, kamen von Sonntag auf Montag vier neue Fälle hinzu, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Statistik des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Freistaat beträgt damit 5514

Die neuen Fälle verteilen sich auf die Stadt Chemnitz (2) und die Landkreise Meißen und Mittelsachsen.

224 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind den Angaben zufolge bisher in Sachsen gestorben, die meisten von ihnen in den Landkreisen Zwickau (52), Erzgebirge (43) und Görlitz (24). Der Landkreis Zwickau ist auch der mit den meisten Infektionen (888), gefolgt von Leipzig (647) und Dresden (633). 

Etwa 5245 auf Sars CoV-2 positiv getestete Personen gelten als genesen. Das Gesundheitsministerium spricht von einer Schätzzahl. Der Anteil der Gestorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 4,1 Prozent.

Update, 28. Juli, 14 Uhr: Jahrmärkte in Chemnitz abgesagt

Wie die Stadt mitteilt, müssen die für den 3. August und 7. September geplanten Jahrmärkte abgesagt werden.

Abstandsregelungen und Zugangskontrollen, um eine Maximalbesucherzahl sicherzustellen, können für die Jahrmärkte in der Chemnitzer Innenstadt nicht entsprechend gewährleistet werden.

Außerdem wäre am 3. August durch den coronabedingten Umzug des Weindorfes auf die Marktfläche nur eine deutlich kleinere und vom Rosenhof abgetrennte Fläche zur Verfügung.

Unter diesen Umständen ist es organisatorisch und wirtschaftlich nicht möglich, die Jahrmärkte durchzuführen. 

Update, 27. Juli, 15.45 Uhr: Neuer Corona-Fall in Chemnitz

Laut Stadt gibt es in Chemnitz 217 bestätigte Fälle, einen mehr als am Freitag.

"Bei dem neuen Fall handelt es sich um das eigene Kind der zuletzt infizierten Erzieherin. Zusätzliche Kontaktpersonen sind keine bekannt. Die Schule des Kindes ist aufgrund der Ferien nicht betroffen" heißt es in der Mitteilung.

Update, 27. Juli, 13.12 Uhr: Linke fordern Absicherung des Schwimmunterrichtes

Die Linken im Sächsischen Landtag sorgen sich um den Schwimmunterricht. Schulschließungen seien in der Corona-Krise unvermeidbar gewesen, erklärte die Abgeordnete Marika Tändler-Walenta am Montag. Während der Stoff in den meisten Fächern nachgeholt werden könnte, sei der Schulsport notgedrungen auf der Strecke geblieben. "Aber das entbindet die Staatsregierung nicht von ihrer Pflicht, den Schwimmunterricht abzusichern." 

Das Risiko, dass Menschen beim Baden umkommen, müsse minimiert werden, forderte Tändler-Walenta. Die Regierung sollte dafür sorgen, dass beantragte Fördermittel für den Bau von Schwimmhallen fließen. Tändler-Walenta stellte eine Kleine Anfrage zum Thema Schwimmunterricht.

Update, 27. Juli, 9.42 Uhr: Corona-Teststation am Flughafen Leipzig-Halle geht in Betrieb

Die Stadt Halle bietet ihren Bürgern am Flughafen Leipzig/Halle künftig Corona-Tests an, egal woher sie aus dem Urlaub zurückkommen. Eine entsprechende Teststation wird am Montag in Betrieb genommen, gilt aber ausschließlich für Hallenser. Die Teilnahme ist freiwillig und die Getesteten werden vom Gesundheitsamt telefonisch über das Resultat informiert. Die Tests sind kostenlos, auch wenn es vorher keine Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion gab. An den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen wurden kostenlose Tests schon am Wochenende angeboten - allerdings nur für Rückkehrer aus Risikogebieten.

Unterdessen haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern den Beschluss gefasst, dass sich alle Reisenden nach ihrer Rückkehr in Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Das soll an Flughäfen und Seehäfen geschehen, aber auch in ihren Heimatorten. Menschen, die aus Staaten mit hohem Infektionsrisiko nach Deutschland zurückkommen, sogenannten Risikogebieten, sollen sich an Flughäfen und Seehäfen testen lassen. Wer keinen negativen Test hat, muss - wie bisher schon - für zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

Update, 26. Juli, 8 Uhr: Corona-Krise beschert Verkehrsbetrieben Millionenverluste

Ein dramatischer Rückgang der Fahrgastzahlen in der Corona-Krise hat den Verkehrsbetrieben im Freistaat erhebliche Einbußen beschert. Der Sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG) geht nach Hochrechnungen davon aus, dass die Einnahmeausfälle im sächsischen ÖPNV in diesem Jahr mit rund 138 Millionen Euro zu Buche schlagen. Zwar hilft der Bund dem öffentlichen Nahverkehr mit einem Konjunkturpaket. 

"Es ist allerdings absehbar, dass der ‎sächsische Anteil letztlich nur gut die Hälfte der Einnahmeausfälle abdecken wird", sagte SSG-Geschäftsführer Mischa Woitscheck‎. Um die Verluste ausgleichen zu können, fordert der ‎SSG daher eine Aufstockung der Mittel durch Bund und Land‎.

Das Verkehrsministerium verweist auf den Rettungsschirm für den öffentlichen Nahverkehr, an dem sich der Bund mit rund 2,5 Milliarden Euro beteiligen will. Aktuell arbeite man an den konkreten Modalitäten zur Unterstützung des ÖPNV, hieß es. Dazu stimmten sich die Länder über eine bundesweit einheitliche Richtlinie ab.

Update, 25. Juli, 8.20 Uhr: Kretschmer: Zweite Corona-Welle ist schon da

Die zweite Infektionswelle der Corona-Pandemie hat nach Einschätzung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer bereits Deutschland erreicht. 

"Die zweite Corona-Welle ist schon da. Sie findet bereits jeden Tag statt. Wir haben jeden Tag neue Infektionsherde, aus denen sehr hohe Zahlen werden könnten", sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post (Samstag). Die Aufgabe bestehe darin, mit den Gesundheitsämtern diese Welle jeden Tag neu zu brechen. "Das klappt erstaunlich gut."

Nach Ansicht Kretschmers kann Deutschland durch sein föderales System viel präziser vorgehen als zentralistisch regierte Länder. Die Ministerpräsidenten könnten abwägen, was gezielt für einzelne Regionen geregelt werden könne.

Der deutliche Anstieg der gemeldeten Coronavirus-Fälle in den vergangenen Tagen beunruhigt das Robert Koch-Institut (RKI). "Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden", teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit. Die Zahl der neu übermittelten Corona-Fälle lag deutlich höher als in den Vorwochen.

Kretschmer sieht in der Corona-Pandemie die erste zentrale gemeinsame Krisenerfahrung in Deutschland. "Und das Schöne ist: Die Menschen in Ost und West ticken in dieser Krise gleich." 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gebe es keine Unterschiede. "Corona ist der beste Beweis dafür, dass dieses Land zusammengewachsen ist."

Die zweite Infektionswelle der Corona-Pandemie hat nach Einschätzung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer bereits Deutschland erreicht.
Die zweite Infektionswelle der Corona-Pandemie hat nach Einschätzung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer bereits Deutschland erreicht.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 24. Juli, 14.14 Uhr: Chemnitzer Erzieherin und Pflegerin positiv getestet

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz heute 216 bestätigte Fälle, zwei mehr als am Donnerstag.

Bei den neuen Infizierten handelt es sich um eine Erzieherin in der Kita/Hort-Einrichtung "Kinderlachen" in der Alfred-Neubert-Straße 55/57 und eine Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes, die in ihrer Heimat, Bosnien-Herzegowina im Urlaub war. Das Gesundheitsamt hat entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Laut Stadtverwaltung wird der Kita-Betrieb eingeschränkt weitergeführt. Die Kollegen der Erzieherin sowie die betroffenen Kinder werden vom Gesundheitsamt untersucht.

In Chemnitz wurde eine Kita-Erzieherin positiv getestet. (Symbolbild)
In Chemnitz wurde eine Kita-Erzieherin positiv getestet. (Symbolbild)  © 123RF/Gennadiy

Update, 23. Juli, 21.05 Uhr: Kretschmer will Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat verpflichtende Corona-Tests für Reisende gefordert, die aus Risikogebieten zurückkehren. Hier sei eine bundeseinheitliche Regelung notwendig, sagte er am Donnerstag dem MDR.

"Diejenigen, die mit dem Flugzeug aus einer Krisenregion zurückkommen, in der ein großes Infektionsgeschehen ist, müssen sich unmittelbar nach der Rückkehr testen lassen", zitierte der Sender den Regierungschef. Die Kosten müsse der Staat übernehmen. Kretschmer appellierte außerdem an die Verantwortung jedes Einzelnen - es müsse eine zweite große Infektionswelle verhindert werden.

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Freitag über Urlaubsrückkehrer in Corona-Zeiten. Am Mittwoch hatten sie sich bereits grundsätzlich darauf verständigt, Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr auf das Coronavirus zu testen. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden.

Allerdings sind noch viele Fragen offen, etwa zur Finanzierung der verpflichtenden Tests. Unklar ist auch, was mit Menschen passiert, die nicht mit dem Flugzeug, sondern mit Zug oder Auto unterwegs sind. Bei ihrer Schaltkonferenz wollen die Minister ein Gesamtpaket schnüren und dann auch formal beschließen.

Michael Kretschmer (CDU) spricht sich für Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten aus.
Michael Kretschmer (CDU) spricht sich für Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten aus.  © dpa/John Macdougall/POOL

Update, 23. Juli, 14.30 Uhr: Aktuelle Corona-Situation in Chemnitz

In Chemnitz bleibt es auch am Donnerstag bei bislang 214 Corona-Fällen. 

Update, 23. Juni, 6.20 Uhr: Sachsen vollstreckt nach Lockerungen wieder alle Haftstrafen

Sachsen hatte in der Corona-Krise den Vollzug einiger Haftstrafen verschoben - nun schließen sich für Häftlinge die Gitter. Seit Juli erfolgt in den sächsischen Justizvollzugsanstalten die Wiederaufnahme der Vollstreckung von Jugendstrafen und Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren sowie des Jugendarrestes, wie das Justizministerium auf Anfrage mitteilte. Die generelle Wiederaufnahme der Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen ist zum 1. August geplant. Diese Strafen werden fällig, wenn Straftäter eine vom Gericht verhängte Geldstrafe nicht begleichen.

Ende März hat Sachsen in der Corona-Krise den Vollzug einiger Haftstrafen verschoben. Ausgenommen waren Verurteilte, die wegen Gewalttaten, Sexualdelikten oder Rauschgiftkriminalität ins Gefängnis mussten. Die Maßnahmen dienten dazu, die Belegung in den Haftanstalten zu reduzieren.

Nach Angaben des Justizministeriums hatte es seit Ausbruch der Corona-Pandemie im sächsischen Justizvollzug lediglich eine Infektion einer Gefangenen gegeben, die aber keinerlei Symptome zeigte. Grundsätzlich sind im Justizvollzug auch die für die Öffentlichkeit geltenden Abstandsregelungen einzuhalten. Sofern die Einhaltung dieser nicht möglich ist, besteht Tragepflicht für eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Update, 22. Juli, 16.30 Uhr: Aktuelle Corona-Situation in Chemnitz

In Chemnitz gibt es keine neuen Corona-Fälle. Wie die Stadt meldet, gibt es weiterhin ingesamt 214 Personen Covid19-Fälle.

Update, 21. Juli, 21.26 Uhr: Corona-Fall in Crimmitschau: Schülerin infiziert

In Crimmitschau hat sich eine Schülerin mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Landratsamt der Freien Presse mit. Das Mädchen, ihre Mitschüler, Lehrer und Familie befinden sich bereits in Quarantäne.

Um welche Schule es sich handelt, teilte die Behörde zunächst nicht mit. Am Mittwoch werde es Gespräche mit der betroffenen Schule geben, heißt es.

Eine Schülerin aus Crimmitschau ist positiv auf Covid-19 getestet worden.
Eine Schülerin aus Crimmitschau ist positiv auf Covid-19 getestet worden.  © Oliver Berg/dpa

Update, 21. Juli, 17.32 Uhr: Keine gravierenden Missstände bei Corona-Schutz in Betrieben

Bei in der Corona-Pandemie ausgeweiteten Arbeitsschutzkontrollen in sächsischen Betrieben sind bisher keine gravierenden Missstände aufgedeckt worden. Unternehmen kämen ihrer Verantwortung zum Schutz der Beschäftigten überwiegend nach, teilten das Wirtschaftsministerium und die Landesdirektion Sachsen am Dienstag in Dresden mit. 

Vereinzelt sei die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, die Einhaltung von Abstandsregeln oder das Fehlen einer Gefährdungsbeurteilung oder von Pandemieplänen beanstandet worden.

"Sicherheit und Gesundheitsschutz haben bei der Arbeit generell eine hohe Bedeutung", sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). "Niemand will riskieren, dass eine Belegschaft in Quarantäne geschickt werden muss." 

Wichtig sei dabei Vorbeugung. Arbeitgeber und Beschäftigte hätten mit hohem Verantwortungsbewusstsein dazu beigetragen, dass Sachsen bisher glimpflich durch die Pandemie gekommen sei. "Sorgen bereiten uns die Betriebe, in denen es sehr viel schwieriger ist, die Abstandsregel zu gewährleisten", sagte Dulig.

Die Landesdirektion führte nach eigenen Angaben bis Mitte Juli und teils mit Zoll- und Gesundheitsbehörden 287 Kontrollen in Betrieben landesweit durch. Im Fokus der Experten standen hygienische Selbstverständlichkeiten - von Seife über Desinfektionsmittel bis zu ordnungsgemäßen Sanitäreinrichtungen auf Baustellen. Zudem berieten die Kontrolleure Unternehmer und Beschäftigte zur Arbeit unter Corona-Schutz-Anforderungen.

In sächsischen Betrieben gibt es kaum Missstände beim Corona-Schutz. Lediglich die fehlende Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, die Abstands-Regeln oder das Fehlen einer Gefährdungsbeurteilung wurde beanstandet (Symbolbild).
In sächsischen Betrieben gibt es kaum Missstände beim Corona-Schutz. Lediglich die fehlende Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, die Abstands-Regeln oder das Fehlen einer Gefährdungsbeurteilung wurde beanstandet (Symbolbild).  © 123rf/Kyryl Gorlov

Update, 21. Juli, 12.38 Uhr: Aktuelle Corona-Situation in Chemnitz

In Chemnitz bleibt es auch am Dienstag bei bislang 214 Corona-Fällen. 

Update, 20. Juli, 14.24 Uhr: Aktuelle Corona-Situation in Chemnitz

In Chemnitz gibt es keine neuen Corona-Fälle. Wie die Stadt meldet, wurden bislang 214 Personen positiv auf das Virus getestet.

Update, 20. Juli, 12.15 Uhr: Studie von Uniklinik: Gesichtsmasken schränken Belastbarkeit ein

Das Tragen von Mund-Nase-Masken schränkt nach einer Studie des Universitätsklinikums Leipzig die körperliche Belastbarkeit auch gesunder Menschen ein. Wie die Klinik am Montag mitteilte, haben die Untersuchungen bei zwölf gesunden Männern ergeben, dass Volumen und Geschwindigkeit der Atmung beeinträchtigt sowie die maximal mögliche Kraft auf dem Fahrrad-Ergometer deutlich reduziert sind. Im Stoffwechsel sei zudem eine schnellere Ansäuerung des Blutes bei Anstrengung registriert worden.

Die Ergebnisse ihrer Untersuchung bestätigten das subjektive Gefühl vieler Menschen, erklärte der Direktor der Klinik für Kardiologie, Ulrich Laufs. "Die Studie hat die Einschränkung der Leistungsfähigkeit nun auch wissenschaftlich quantifiziert", so der Professor.

Nach Angaben der Uniklinik wurden die Tests bei den zwölf Probanden ohne Maske sowie mit OP- und FFP2-Masken durchgeführt. In der im Fachmagazin "Clinical Research in Cardiology" veröffentlichten Studie heißt es, dass körperliche Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden "bei gesunden Individuen reduziert sind durch chirurgische Masken und stark beeinträchtigt durch FFP2/N95 Gesichtsmasken".

Keinesfalls sei die Arbeit als Kritik oder als ein Infragestellen der Maskenpflicht gedacht, betonte Laufs. Der Mund-Nasen-Schutz sei wertvoll, um die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern oder zu verlangsamen. Er sehe die Ergebnisse für viele Lebensbereiche als potentiell interessant an. "Übertragen auf die Arbeitswelt stellt sich schon die Frage, ob Menschen, die mit Maske körperlich anstrengende Arbeit leisten, öfter Pausen machen müssten als bisher", sagte der Klinikleiter.

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ist das Tragen zum Schutz vor der Verbreitung des Sars-CoV2-Virus' vorgeschrieben.

Update, 20. Juli, 11.50 Uhr: Wegen Corona-Pandemie: Einbruch bei Tourismuszahlen in Sachsen

Die Corona-Pandemie hat in Sachsen zu einem heftigen Einbruch im Tourismus geführt. Wie das Statistische Landesamt in Kamenz am Montag mitteilte, gab es im Mai 76 Prozent weniger Besucher und 68 Prozent weniger Übernachtungen als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Den Angaben zufolge hatten 198.000 Gäste im Mai 2020 insgesamt knapp 609.000 Übernachtungen gebucht. Im Mai 2019 waren es 818.000 Besucher und 1,927 Millionen Übernachtungen gewesen. Damit lagen die Zahlen vom Mai dieses Jahres noch hinter denen vom März mit 247.000 Gästen und 723.000 Übernachtungen zurück. Nach wochenlangem Corona-Lockdown durften Hotels in Sachsen vom 15. Mai an wieder für Touristen öffnen.

Gravierend war das Minus bei ausländischen Gästen. Unter anderem wegen der lange geschlossenen Grenzen auch zu den Nachbarländern Polen und Tschechien kamen nur etwa 8500 Menschen von außerhalb Deutschlands nach Sachsen. Das war ein Zehntel des Werts vom Mai 2019, aber immerhin schon wieder 3500 mehr als im April dieses Jahres.

Drastisch war auch der Rückgang bei den Übernachtungen in Hotels, Pensionen oder Herbergen. Im Vergleich zum Mai 2019 gingen die Gästezahlen um 78 Prozent zurück und die der Übernachtungen um 75 Prozent. Weniger hart traf es der Statistik zufolge Campingplätze. Dort wurden im Mai 21.000 Gäste mit 63.000 Übernachtungen registriert. Dies seien nur 25 Prozent weniger Gäste und 17 Prozent weniger Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat gewesen.

In den Monaten Januar bis Mai 2020 wurden insgesamt vier Millionen Übernachtungen in Sachsen gezählt. Dies entspreche 55 Prozent des Vorjahreswertes, teilte des Statistikamt mit.

Update, 18. Juli, 8 Uhr: Kaum Verzögerungen an Sachsens Gerichten durch Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat den Alltag an den Gerichten in Sachsen verändert. Größere Rückstände bei der Bearbeitung von Fällen seien jedoch nicht entstanden, sagte die Sprecherin des Oberlandesgerichtes in Dresden, Gesine Tews. Und diese könnten möglicherweise bis Ende des Jahres wieder aufgeholt sein. 

An den drei Verwaltungsgerichten des Landes und dem Oberverwaltungsgericht in Bautzen waren laut Justizministerium bis Ende Juni fast 200 Klagen und Eilanträge gegen die Allgemeinverfügung sowie die Corona-Schutzverordnung des Landes eingegangen. Mehr als jedes zweite Verfahren sei bisher erledigt worden, hieß es. 

Update, 17. Juli, 12.40 Uhr: Neue Corona-Fälle in Chemnitz

Die Stadtverwaltung meldet 214 bestätigte Fälle, das sind zwei mehr als noch am Donnerstag.

Update, 16. Juli, 15.10 Uhr: Erkrankter droht Bußgeld

Wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilt, gibt es in Chemnitz 212 bestätigte Corona-Fälle.

Am Mittwoch hatte es erstmals seit drei Wochen eine Neuinfektion in der Stadt gegeben. Wie jetzt bekannt wurde, hatte sich eine Frau nach ihrer Rückkehr aus einem Risikogebiet nicht im Gesundheitsamt gemeldet. Dies ist aber laut der Sächsischen Corona-Schutzverordnung vorgeschrieben. Als die Frau Symptome feststellte, ließ sie sich testen. Dieser Test fiel positiv aus. Nun wurde ein Bußgeldverfahren gegen die Erkrankte eingeleitet.

Update, 16. Juli, 6.58 Uhr: Schluss mit der Corona-Stille in Chemnitz! Parksommer bringt Kultur in die City

Das erste große Festival in der Chemnitzer City nach der langen Corona-Pause steht an. Im Stadthallenpark treten ab heute Abend wieder Künstler auf einer Open-Air-Bühne vor maximal 750 Zuschauern auf. 

>>>Hier geht es zum ausführlichen Artikel.

Der Parksommer kehrt nach einer langen Corona-Pause wieder zurück. So dicht beieinander wie 2019 werden die Besucher in diesem Jahr beim Parksommer aber nicht sitzen.
Der Parksommer kehrt nach einer langen Corona-Pause wieder zurück. So dicht beieinander wie 2019 werden die Besucher in diesem Jahr beim Parksommer aber nicht sitzen.  © Kristin Schmidt

Update, 15. Juli, 15.29 Uhr: Corona-Krise belastet ostdeutschen Maschinenbau

Die Corona-Pandemie hat den ostdeutschen Maschinenbauern in den vergangenen Monaten zu schaffen gemacht. Schuld daran seien Umsatzeinbußen und fehlende Aufträge, wie der Verband Deutscher Maschinenbauer (VDMA) Ost, am Mittwoch in Leipzig mitteilte. So bewerteten zwei von drei Unternehmen im zweiten Quartal ihre aktuelle Geschäftslage als negativ. Hinsichtlich der Erwartungen für die nächsten Monate zeigten sich aber gut 70 Prozent der Firmen wieder zuversichtlicher. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des VDMA Ost unter 350 Mitgliedern in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

"Der Lockdown, die weiter anhaltenden Reisebeschränkungen und die ungewisse Entwicklung rund um das Virus belasten die Firmen sehr und verstärken die ohnehin schwierige Situation in der Branche", so Geschäftsführer Oliver Köhn. Bereits vor der Pandemie hätten Handelskonflikte und Konjunkturflaute für Umsatzrückgänge gesorgt.

Laut Verband hatten zwei Drittel der Unternehmen im zweiten Quartal weniger Aufträge in den Büchern stehen. "Kunden verschieben oder stornieren bereits beauftragte Projekte und halten sich mit Neuinvestitionen stark zurück." Mehr als die Hälfte der ostdeutschen Maschinenbauer überbrücken die Lage derzeit mit Kurzarbeit, hieß es. Für das dritte Quartal planen den Angaben zufolge weitere 18 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit.

In den rund 480 Firmen des ostdeutschen Maschinenbaus arbeiten knapp 83.000 Beschäftigte. Im vergangenen Jahr erzielten sie einen Umsatz von rund 18,8 Milliarden Euro.

Update, 15. Juli, 13.45 Uhr: Nach Wochen ohne Neuinfektionen: Ein Corona-Fall in Chemnitz

In Chemnitz gibt es mittlerweile 212 bestätigte Corona-Fälle. Damit gib es zum ersten Mal seit dem 23. Juni wieder eine Neuinfektion in der Stadt. 

Update, 14. Juli, 14 Uhr: Mehr Lockerungen - Kabinett beschließt neue Corona-Schutzverordnung

Sachsens Regierung hat in der Corona-Krise weitere Lockerungen beschlossen. Bei bewährten Regeln wie dem Mindestabstand und dem Mund-Nasen-Schutz bleibt es aber. Das sei "eine zumutbare Zumutung", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in Dresden. Er wünsche sich sehr, dass es ein angemessenes Verhalten an den Urlaubsorten gebe: "Es liegt sehr an uns, wie die ganze Sache ausgeht." 

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) kündigte an, dass Urlaubsrückkehrer aus Sachsen sich an den Flughäfen Leipzig-Halle und Dresden auf eine Infektion testen lassen können.

Die neue Corona-Schutzverordnung sieht unter anderem vor, dass beim Breiten- und Freizeitsport Publikum wieder zuschauen darf, an Feiern in Ferienlagern, Betrieben und Vereinen können bis zu 50 Personen teilnehmen. Die Regeln sollen vom 18. Juli bis Ende August gelten.

Nach Angaben des Gesundheitsministerium lag die Zahl der bekannten Corona-Infektionen in Sachsen am Dienstag bei 5473. Das ist ein Fall mehr als am Vortag. 224 Menschen sind gestorben, aber schon seit Tagen gab es keinen neuen Todesfall mehr. Köpping sprach von einer "stabilen und guten Entwicklung". 

5200 Menschen gelten als genesen. 50 Patienten mit einer Covid-19- Erkrankung befinden sich noch im Krankenhaus, davon 26 auf der Intensivstation.

Mehr Informationen zu den geplanten Lockerungen findet Ihr >>hier.

Update, 14. Juli, 13.33 Uhr: Corona-Fälle in Chemnitz

In Chemnitz gibt es weiterhin keine neuen Corona-Fälle. Wie die Stadt meldet, wurden bislang 211 Personen positiv auf das Virus getestet.

Update, 14. Juli, 7.45 Uhr: Kabinett befasst sich mit neuer Corona-Schutzverordnung

Das Kabinett kommt am Dienstag in Dresden zusammen. Unter anderem soll es dann um den Beschluss der neuen Corona-Schutzverordnung gehen, die vom 18. Juli bis Ende August gelten soll. 

Diese sieht weitere Lockerungen in der Corona-Krise vor - etwa für Feiern in Ferienlagern, Betrieben und Vereinen. Hieran dürfen künftig bis zu 50 Personen teilnehmen. 

Bei Breiten- und Freizeitsport soll aller Voraussicht nach Publikum wieder zuschauen dürfen, also auch bei Fußballspielen. Für Profi-Fußball gilt die Lockerung aber noch nicht, für diesen Bereich sind weitere Lockerungen ab 1. September im Gespräch. 

Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) will zudem zur Grundsteuerreform informieren.

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen.
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 14. Juli, 7 Uhr: Ausnahmesituation in der Kinder- und Jugendhilfe

Die vergangenen Monate der Corona-Pandemie waren für viele Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen eine Ausnahmesituation. 

"Unsere Kinder und Jugendlichen unterlagen ja ebenfalls Kontaktverboten, Ausgangssperren oder Ausgang unter strengen Auflagen. Viele verschiedene Persönlichkeiten lebten mehrere Wochen 24 Stunden unter einem Dach - ohne Kontakte nach außen", sagte Christina S. Lumper, Vorstand der Stiftung Diakonie-Sozialwerk Lausitz. Unterricht zu Hause und Ganztagesbetreuung hätten die Mitarbeiter vor enorme Herausforderungen gestellt.

In Sachsen gibt es laut Sozialministerium 889 Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Dahinter stehen insgesamt knapp 4900 Plätze, inklusive Angebote des betreuten Wohnens.

Update, 13. Juli, 17.09 Uhr: Corona-Situation in Chemnitz

In Chemnitz gibt es weiterhin keine neuen Corona-Fälle. Wie die Stadt meldet, wurden bislang 211 Personen positiv auf das Virus getestet.

Update, 13. Juli, 13.25 Uhr: Studie: Dynamik der Coronavirus-Verbreitung in Schulen überschätzt

Schulen in Sachsen haben sich nach ihrer Wiedereröffnung in der Corona-Krise nicht als Hotspots bei Infektionen erwiesen. Das ist ein Ergebnis einer Studie der Universitätsklinik Dresden, deren erste Phase am Montag vorgestellt wurde. In einigen Schulen habe es bestätigte Corona-Fälle gegeben. Dennoch seien bei Lehrern und Schülern dort nicht überdurchschnittlich mehr Antikörper nachweisbar. Die Dynamik der Virusverbreitung sei bisher überschätzt worden, hieß es.

Das bedeute aber nicht, dass das Virus weniger gefährlich ist, sagte Studienleiter Reinhard Berner: "Ich habe großen Respekt vor diesem Virus." In den vergangenen Wochen habe man aber gelernt, dass sich Coronaviren weder in Haushalten mit Kindern noch in Schulen und Kindergärten enorm weiterverbreiten. Dennoch seien die von der Politik getroffenen Maßnahmen richtig gewesen. Genauso richtig sei es aber, Schulen und Kitas unter bestimmten Voraussetzungen wieder zu öffnen.

Das Uniklinikum Dresden hatte im Mai 2020 eine Studie zur Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus an Schulen in Dresden und in den Landkreisen Bautzen und Görlitz begonnen. In der ersten Testphase untersuchte man 1541 Schüler und 504 Lehrer. Die Studie solle Aufschluss über den aktuellen Immunitätsstatus der Betroffenen geben und sei repräsentativ für Regionen mit niedrigen Infektionszahlen, hieß es.

Bei zwölf der 2045 Blutproben ließen sich zweifelsfrei Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 nachweisen. "Damit liegt der Immunisierungsgrad in der Gruppe der Studienteilnehmer bei deutlich unter einem Prozent (0,6 Prozent) und fällt geringer aus als prognostiziert", so Berner. Er zog auch ein positives Fazit mit Blick auf die Verbreitung des Virus in Familien. In 24 Familien von Teilnehmern habe es mindestens einen bestätigten Corona-Fall gegeben, aber nur bei einem der Probanden ließen sich Antikörper nachweisen.

"Wir gehen in die Sommerferien 2020 mit einem Immunitätsstatus, der sich nicht von dem im März 2020 unterscheidet", erklärte Berner. Diese Untersuchungsergebnisse lieferten Hinweise darauf, dass die Virusübertragung in Familien nicht so dynamisch geschieht wie bisher angenommen. Der größte Teil der Schulkinder habe trotz eines Infektionsfalls im Haushalt selbst keine Infektion durchgemacht. Auch diesen Befund müsse man bei einer neuen Entscheidung über Maßnahmen der Kontaktbeschränkung nachdenken. Nach den Worten von Berner sind weitere Testreihen geplant. Auch in Kitas wolle man Untersuchungen durchführen.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) kündigte an, dass die Schulen im Freistaat nach den Sommerferien wieder im Normalbetrieb beginnen. Das sei aber nur möglich, wenn man weiter vorsichtig mit dem Virus umgehe.

Piwarz zufolge waren die Schüler zuletzt mit sehr unterschiedlichen Lehr- und Lernvoraussetzungen konfrontiert: "Es ist daher besonders wichtig, für jeden Schüler den Nachholbedarf zu bestimmen und die ermittelten Defizite in der Unterrichtsplanung für das neue Schuljahr zu berücksichtigen." Der Pflichtunterricht habe dabei höchste Priorität. Schulschließungen würden nur die Ultima Ratio sein. Das Recht auf Bildung und Chancengerechtigkeit dürfe in der Abwägung mit Infektionsschutzmaßnahmen nicht leichtfertig unter die Räder geraten.

Allerdings will man auf zeitlich und lokal begrenzte Schließungen vorbereitet sein. "Die Organisation häuslicher Lernzeit ist bei der Planung des Schuljahres von Anfang an zu berücksichtigen, damit die Schüler umfassend betreut und begleitet werden können", so Piwarz. Jede Schule soll einheitliche Lösungen in der Kommunikation und beim Fernunterricht etablieren. Der Mindestabstand von 1,5 Metern gilt nicht mehr. Die Schulleitungen können selbst festlegen, wann und wo im Gelände eine Maske zu tragen ist. Eine Gesundheitsbestätigung - wie bisher an den Grundschulen üblich - soll es nicht mehr geben. Händewaschen oder Desinfektion sind Pflicht.

Update, 12. Juli, 12.35 Uhr: König-Albert-Theater Bad Elster nimmt Spielbetrieb wieder auf

Nach gut drei Monaten Corona-Zwangspause öffnet sich erstmals wieder der Vorhang des König-Albert-Theaters in Bad Elster (Vogtland). 

Laut Mitteilung vom Sonntag kann der Spielbetrieb durch Anpassungen im Hygienekonzept am 7. August wieder aufgenommen werden, mit einem Gastspiel im Zuge der Sommer Classics Bad Elster 2020. Damit lasse man den Sommer "quasi in Vorfreude auf die anstehende, neue Spielzeit 2020/2021" ausklingen, sagte Intendant Florian Merz.

Im "Theaterspätsommer" gastierten die Publikumslieblinge Gunther Böhnke und Walter Plathe, am 13. August konzerierte das renommierte Moritzburg Festival Orchester mit Cellist Jan Vogler und auch die Chursächsische Philharmonie freue sich wieder auf ihre "Heimspielstätte".

Update, 12. Juli, 10.32 Uhr: Umfrage: Mehr Stress und Existenzängste durch Corona-Krise

Die Sachsen leiden unter der Corona-Krise offenbar stärker als der Durchschnitt der Bundesbürger. Bei einer Forsa- Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse wurden im Freistaat bei den Fragen nach Stress, Existenzängsten oder anderen Belastungen zum Teil deutlich höhere Werte ermittelt als im Schnitt der Länder.

So ist für mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Erwerbstätigen in Sachsen in der Corona-Krise der Arbeitsalltag stressiger geworden. 

Im gesamten Bundesgebiet empfanden das dagegen nur 38 Prozent der Befragten so. Während deutschlandweit 50 Prozent der Befragten Angst vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch haben, sind es in Sachsen 60 Prozent.

Update, 11. Juli, 12.06 Uhr: Familienexperten der Landeskirche wollen Corona-Elternzeit und -geld

Der Landesverband der evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen schlägt eine Corona-Elternzeit und ein Corona-Elterngeld vor. Es müsse geprüft werden, ob Eltern, Paare oder Alleinerziehende einen Rechtsanspruch haben auf Arbeitszeitreduzierung mit entsprechendem Kündigungsschutz und gegebenenfalls eine Einkommensersatzleistung erhalten, sagte der Vorsitzende des familienpolitischen Dachverbandes der sächsischen Landeskirche, Friedhelm Fürst, am Samstag in Dresden. 

Es brauche zudem ein klares politisches Bekenntnis für beratende und unterstützende Angebote für Familien über 2020 hinaus.

Der Verband fordert außerdem eine Strategie zur Unterstützung aller Familien in Sachsen und Deutschland. Sie stünden jeden Tag im Mittelpunkt und seien "der gesellschaftliche Anker, der für sozialen Zusammenhalt sorgt", sagte Fürst. In der Corona-Krise sei sehr deutlich geworden, dass Angebote der Familienhilfe ein wichtiger Baustein für den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellten und für den sozialen Frieden unverzichtbar seien.

Update, 10. Juli, 15.43 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilt, gibt es in Chemnitz 211 bestätigte Corona-Fälle. Damit gibt es seit 23. Juni keinen neuen Corona-Fall in der Stadt. 

In Chemnitz gibt es seit 23. Juni keinen neuen Corona-Fall.
In Chemnitz gibt es seit 23. Juni keinen neuen Corona-Fall.  © Peter Zschage

Update, 9. Juli, 14.30 Uhr: Corona-Rezession trifft ostdeutsche Wirtschaft

Die Corona-Krise hat nach Einschätzung des Dresdner Ifo-Instituts im ersten Halbjahr zu einem massiven Konjunktureinbruch in Ostdeutschland geführt. Demnach sinkt das Bruttoinlandsprodukt im Osten laut Prognose in diesem Jahr um 5,9 Prozent, sagte der Ökonom und stellvertretende Institutsleiter Joachim Ragnitz am Donnerstag.

In Sachsen könnte die Wirtschaftsleistung wegen des größeren Industrieanteils sogar um 6,4 Prozent zurückgehen. Die Industrie leide unter deutlichen Produktionsausfällen, vor allem wegen der zeitweisen Störung von Lieferketten, hieß es.

Neben dem verarbeitenden Gewerbe sind vor allem Dienstleister wie Handel und Gastgewerbe von der Krise betroffen. Bundesweit rechnet das Ifo-Institut beim Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr mit einem Minus von 6,7 Prozent.

"Das Coronavirus trifft alle Regionen Deutschlands", so Ragnitz. Die Ökonomen gehen allerdings davon aus, dass sich mit den Lockerungen im zweiten Halbjahr auch die Wirtschaft in Ostdeutschland langsam wieder erholt. Das Vorkrisenniveau wird laut Ifo-Institut voraussichtlich aber erst Ende 2021 wieder erreicht.

Update, 8. Juli 6.02: Nach Überlegungen in Sachsen: Lauterbach warnt vor Fans im Stadion

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57) hat wegen der Corona-Pandemie davor gewarnt, zu früh wieder Fans in den Stadien zuzulassen. "Fußball-Bundesliga-Spiele mit Zuschauern halte ich für nicht verantwortbar", sagte Lauterbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch) und betonte: "Auch andere Großveranstaltungen ohne Grenze nach oben sind durch Hygienekonzepte nicht wirklich sicher zu machen. Denn die Kontaktverfolgung wird bei diesen Menschenmengen natürlich nicht gelingen."

Es werde "einfach auf Risiko gespielt in der Hoffnung, es werde noch gut gehen", sagte der 57-Jährige. Solche Maßnahmen könnten "die perfekte Vorbereitung einer zweiten Welle im Herbst sein".

Zuvor waren in Sachsen Überlegungen publik geworden, wonach vom 1. September an wieder Zuschauer in den Fußballstadien und Hallen zugelassen werden könnten. Demnach würden dann Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern möglich sein, allerdings unter Einhaltung von Hygieneregeln und der Kontaktverfolgung, wie es Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden ausführte. "Was noch nicht gelten wird, ist, dass das Stadion voll ist", sagte die Ministerin.

Die sächsische Regierung hatte sich über die neue Corona-
Schutzverordnung ausgetauscht. Sie soll nun zunächst zur Anhörung freigegeben werden. Für den Fall des Beschlusses würden neben dem Bundesligisten und Champions-League-Viertelfinalisten RB Leipzig auch die anderen sächsischen Vereine profitieren, die zum großen Teil von Zuschauereinnahmen abhängig sind. Das betrifft in erster Linie die Drittliga-Clubs Dynamo Dresden und FSV Zwickau.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57) warnte Sachsen davor, zu früh wieder Fans in den Stadien zuzulassen. Dies wäre eine "perfekte Vorbereitung einer zweiten Welle im Herbst".
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57) warnte Sachsen davor, zu früh wieder Fans in den Stadien zuzulassen. Dies wäre eine "perfekte Vorbereitung einer zweiten Welle im Herbst".  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 7. Juli 19.14: Corona-Hilfe für Künstler: Sachsen zieht erstes Resümee

Die Corona-Krise hat auch viele Kunstschaffende in eine bedrohliche Lage gebracht. Weil ihnen wegen geschlossener Theater oder Opernhäuser Auftrittsmöglichkeiten fehlten, blicken insbesondere Vertreter der Freien Szene in eine ungewisse Zukunft. Sachsen will am Mittwoch nun ein erstes Resümee zu seinen Hilfen ziehen, unter anderem zum Stipendienprogramm "Denkzeit".

Der Freistaat hatte zusätzlich zu den Bundeshilfen drei Hilfspakete für die Kultur geschnürt. Ein 10 Millionen Euro umfassendes Programm wurde schon Anfang April verabschiedet. Im Mai folgte ein Sofortprogramm mit sechs Millionen Euro für Musikschulen und Lehrkräfte. 68 Millionen Euro sieht ein Programm für Kultur und Tourismus vor, das Anfang Juni auf den Weg gebracht wurde.

Update, 7. Juli 14.03: Sachsen will bei Maskenpflicht im Handel bleiben

Sachsen will weiter bei der Maskenpflicht im Handel bleiben. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden an. Endgültig sei die neue Schutzverordnung allerdings noch nicht beschlossen. Zunächst soll der Entwurf zur Anhörung freigeben werden. Bei der Nutzung im Nahverkehr habe der Mund-Nasen-Schutz ohnehin nicht zur Debatte gestanden.

Mit der vom 18. Juli bis Ende August geltenden Verordnung plant Sachsen einige Lockerungen. So dürfen Jahrmärkte und Volksfeste wieder stattfinden, wenn ein Hygiene-Konzept vorliegt. Bei Breiten- und Freizeitsport darf Publikum wieder zuschauen.

Mehr Informationen zu den geplanten Lockerungen könnt Ihr >>hier nachlesen.

Die Maskenpflicht beim Einkaufen bleibt.
Die Maskenpflicht beim Einkaufen bleibt.  © 123 RF/belchonock

Update, 7. Juli, 13.25 Uhr: Studentenvertretungen beklagen Umsetzung von Corona-Hilfen

Studentenvertretungen aus mehreren Bundesländern haben am Dienstag die schleppende Umsetzung der Corona-Hilfen beklagt. Das für die Auszahlung entwickelte Online-Tool und die Vorgaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stellten für Studierende in Not nahezu unüberwindbare Hürden dar, heißt es in einer auch von der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) unterzeichneten Erklärung: "Die Antragstellung zur Überbrückungshilfe gleicht einem Glücksspiel."

Die technische Umsetzung sei "dilettantisch". "Inakzeptable Fehler des Systems führten zu fälschlicherweise abgelehnten Anträgen", erklärte KSS-Sprecher Lukas Eichinger. Erst nach Intervention der Betroffenen würden diese Fehler erkannt und erneut geprüft. Unklar bleibe dabei, wie viele Studierende sich dadurch fälschlicherweise ihrem Schicksal ergeben haben und den Anspruch auf Hilfe abschreiben. 

Die finanzielle Hilfe drohe an einem intransparenten Bürokratiemonster zu scheitern, fügte Anna-Maria Trinkgeld von der Konferenz in Bayern hinzu.

Update, 7. Juli, 6.55 Uhr: Verstöße und Klagen - Corona beschäftigt Polizei und Justiz

In Sachsen sind bis Anfang Juli fast 6700 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz von der Polizei erfasst und knapp 200 Klagen gegen die Schutzregelungen bei Gericht eingegangen. Nach Angaben des Innenministeriums stehen für den Zeitraum vom 16. März bis 2. Juli insgesamt 6684 Verstöße zu Buche. Dabei handele es sich um 2362 Straftaten und 4322 Ordnungswidrigkeiten.

In vielen Fällen lösten Beamte im April bis Mitte Mai Corona- oder private Grillpartys sowie Treffen größere Gruppen an Seen, Flüssen oder in Parks auf. Auch sogenannte Spaziergänge als Protest gegen die Corona-Schutzmaßnahmen oder andere Demonstrationen schlugen zu Buche. Anfang April hatte ein Lokalbetreiber in Dresden verbotswidrig geöffnet. Gegen den Wirt erging Strafanzeige, die Gäste wurden wegen Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkung - eine Ordnungswidrigkeit - belangt, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Die weit überwiegende Mehrheit der Sachsen hat sich an die von der Regierung verfügten Auflagen gehalten und so die eigene, aber auch die Gesundheit anderer geschützt. "Die Maßnahmen waren teilweise sehr einschränkend und haben den Bürgern viel abverlangt", sagte Innenminister Roland Wöller (CDU). Dank ihres verantwortungsbewussten und rücksichtsvollen Verhaltens sei es möglich gewesen, das Infektionsgeschehen einzudämmen. "Das ist eine große gesellschaftliche Leistung", lobte er.

Update, 6. Juli, 15.42 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilt, gibt es in Chemnitz 211 bestätigte Corona-Fälle. Damit gibt es seit fast zwei Wochen keinen neuen Corona-Fall in der Stadt. 

Update, 6. Juli, 9.30 Uhr: RB erwartet von Fußball-Profis Gehaltsverzicht

Fußball-Bundesligist RB Leipzig erwartet, dass seine Spieler weiter auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Trainer, Sportdirektor, Management und Geschäftsführung verzichten bis zum Jahresende. Da klar ist, dass wir nicht vor ausverkauftem Haus in die neue Saison starten, gehe ich davon aus", sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff dem "Kicker", "dass auch die Mannschaft erneut ihren Beitrag leisten wird." Bisher verzichten die RB-Spieler bis zum Saisonende auf zehn Prozent ihres Gehalts.

Leipzig rechnet aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie Einbußen von über 20 Millionen Euro. Deshalb wolle man in diesem Sommer auch auf dem Transfermarkt "etwas vorsichtiger agieren, als wir es in der Vergangenheit gemacht haben - wir werden weit weniger ausgeben, als wir für Timo Werner bekommen haben". Der Nationalstürmer war für die fixe Ablöse von 53 Millionen Euro von Leipzig nach London zum FC Chelsea gewechselt.

Update, 6. Juli, 9.22 Uhr: Geld für Klassenfahrten zurückerstattet

Wie das Kultusministerium mitteilt, sind bisher fast eine Million Euro für ausgefallene Klassenfahrten zurückgezahlt worden und noch immer gehen täglich Anträge zur Übernahme von Stornokosten ein.

Im kommenden Schuljahr sind Klassenfahrten in Deutschland sowie eintägige Ausflüge nach Tschechien und Polen wieder möglich.

Update, 5. Juli, 7 Uhr: Kunst in der Corona-Krise: Kreative Antworten trotz prekärer Lage

Wie die gesamte Kultur ist auch Sachsens Kunstszene durch die Corona-Krise hart getroffen. Online-Galerien oder neue Formen digitaler Kunstvermittlung wie Live-Schalten in Ateliers sind Versuche einer kreativen Antwort. 

Das Chemnitzer Kunstfestival "Begehungen" setzt im Juli und August beispielsweise auf eine sogenannte Remote-Residenz - arbeitet also eng mit zwei Künstlern zusammen, die aber physisch aufgrund der Reisebeschränkungen nicht in Chemnitz sein werden. "Die beiden bekommen Paten, die hier vor Ort ihre Augen und Ohren sind. Die Künstler sind also da und auch wieder nicht", erläutert Mitorganisator Frank Weinhold.

Mit dem Programm "Denkzeit" will Sachsen freischaffend tätige Künstlerinnen und Künstler unterstützen. Nachdem für die Stipendien zunächst zwei Millionen Euro bewilligt wurden, soll es nun weitere fünf Millionen Euro über die Kulturstiftung geben.

Update, 4. Juli, 9.20 Uhr: Sachsens Kurorte in Not

Sachsens Kurorte schlagen Alarm! Die Corona-Beschränkungen trafen die Gesundheitsorte deutlich härter als andere Städte und GemeindenDie Heilbäder und Hotels sind zwar wieder offen. Doch das finanzielle Loch ist groß. Aus diesem Grund fordern die Kurorte und Heilbäder nun eine Schadensbegrenzung. 

Alles zu dem Thema könnt Ihr >>hier nachlesen.

Update, 4. Juli, 7.26 Uhr: Corona-Krise kann Digitalisierungsschub bringen

Die Corona-Krise könnte aus Sicht des Sächsischen Städte- und Gemeindetages (SSG) einen Schub bei der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen auslösen. "Das gilt sowohl für das Verhältnis zu den Bürgern als auch für die elektronischen Prozesse innerhalb der Kommunalverwaltungen", sagte SSG-Geschäftsführer Mischa Woitscheck.

Ob hingegen die Mitarbeiter jetzt öfter von zu Hause aus - im "Home-Office" - ihren Job erledigen könnten, lasse sich noch nicht sagen. Denn klar sei: "Die Einwohner erwarten in den Rathäusern eine bürgernahe Verwaltung und damit immer auch persönliche Ansprechpartner."

Update, 3. Juli, 18.18 Uhr: Corona-Lage in Sachsen stabil

Die Coronavirus-Lage in Sachsen bleibt stabil. Am Freitag wurden laut Sozialministerium nur vier neue Fälle gemeldet, zwei in Mittelsachsen, einer im Landkreis Görlitz und einer in Leipzig. Das Infektionsgeschehen entwickele sich "sehr positiv", hieß es. Seit Anfang März wurden in Sachsen bei 5453 Menschen Infektionen nachgewiesen. 

Davon gelten 5180 wieder genesen. 223 Menschen, bei denen Infektionen nachgewiesen wurden, sind gestorben.

Update, 3. Juli, 14.31 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

In Chemnitz gibt es weiterhin 211 bestätigte Corona-Fälle, das gab die Stadtverwaltung am Freitag bekannt.

Update, 3. Juli, 12.40 Uhr: Chemnitzer Opernball wird verschoben

Schlechte Nachrichten für alle Freunde von Bällen: Der 19. Chemnitzer Opernball wird vom Februar 2021 auf Februar 2022 verschoben.

"Seit vielen Jahren ist der Chemnitzer Opernball eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse der Stadt und genießt auch über die Stadtgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Die begehrten Tickets sind meist ein Jahr im Voraus ausverkauft. Ein solcher künstlerischer wie kulinarischer Höhepunkt bedarf einer langfristigen intensiven Planung und Vorbereitung, die eine verbindliche Zusammenarbeit mit Sponsoren und Partnern voraussetzt. Diese Planungssicherheit ist aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht gegeben, vielmehr sind alle Beteiligten mit der Tatsache konfrontiert, dass eine zuverlässige längerfristige Prognose für die Entwicklung nicht möglich ist. Das wirtschaftliche und gesundheitliche Risiko einer solchen Großveranstaltung ließ daher keine andere Entscheidung zu", teilten die Theater Chemnitz am Freitag dazu mit.

Bisherige Reservierungen und die Warteliste bleiben bestehen und werden auf 2022 übertragen.

Der Opernball gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen Ereignissen in Chemnitz.
Der Opernball gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen Ereignissen in Chemnitz.  © Kristin Schmidt

Update, 3. Juli, 10.25 Uhr: Wernesgrüner verschenkt Desinfektionsmittel

Die Wernesgrüner Brauerei hat Chemnitz 1800 Liter Desinfektionsmittel zu Verfügung gestellt. Bei Bedarf wird der klare Stoff an Pflegeheime, Schulen und Kitas verteilt. Und die Feuerwehr füllt ihr Infektionsschutz-Zentrallager auf. 

Die ganze Geschichte könnt Ihr >>hier lesen.

Update, 2. Juli, 15.16 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

In Chemnitz gibt es weiterhin 211 bestätigte Corona-Fälle, das gab die Stadtverwaltung am Donnerstagnachmittag bekannt.

Update, 2. Juli, 8 Uhr: Wie ist die Lage im Handwerk in der Corona-Krise?

Der sächsische Handwerkstag zieht an diesem Donnerstag in Dresden (12 Uhr) eine Zwischenbilanz in der Corona-Krise. Zahlreiche Handwerksunternehmen hätten angesichts der Einschränkungen mit "massiven Behinderungen" zu kämpfen, hieß es. Trotz milliardenschwerer Hilfe vom Staat sei ein Ende der Krise vorerst nicht absehbar. Handwerkstag-Präsident Roland Ermer und der Chef der Dresdner Handwerkskammer, Jörg Dittrich, geben einen Überblick über die aktuelle Lage im Handwerk.

Nach Angaben des Sächsischen Handwerkstages verbuchen sachsenweit rund 80 Prozent der Handwerker Umsatzeinbrüche, knapp 60 Prozent gestrichene Aufträge. Betroffen ist neben Dienstleistern, dem Kfz-Gewerbe und Betrieben im Gesundheitsbereich auch das Lebensmittelhandwerk.

Update, 1. Juli, 16.59 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

In Chemnitz gibt es weiterhin 211 bestätigte Corona-Fälle, das gab die Stadtverwaltung am Dienstagmittag bekannt.

Update, 1. Juli, 13.46 Uhr: Sächsische Aufbaubank wickelt Corona-Hilfen in Milliardenhöhe ab

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat in den vergangenen Monaten tausende Anträge an Corona-Hilfen abgewickelt. "Corona war ein großer Kraftakt für uns", sagte die neue Vorstandsvorsitzende Katrin Leonhardt am Mittwoch in Dresden. Bis Ende Juni wurden insgesamt knapp 104.000 Anträge mit einem Volumen von rund 1,42 Milliarden Euro bewilligt - dazu zählen die Soforthilfen des Bundes sowie die Ausreichung der landeseigenen Darlehen. 

Rund 600 Mitarbeiter seien über Wochen hinweg im Zweischichtsystem auch am Wochenende und an Feiertagen im Einsatz gewesen, um die Anträge zu bearbeiten, so Leonhardt. Rund 46.000 Überstunden haben sich bei den insgesamt knapp 1200 Mitarbeiter angesammelt.

Die 53 Jahre alte Katrin Leonhardt hat zum 1. Juli den Vorsitz der SAB von Stefan Weber übernommen, der sich nach mehr als 25 Jahren bei der Förderbank in den Ruhestand verabschiedet hat.

Update, 1. Juli, 12.50 Uhr: Arbeitslosenzahl leicht gesunken - Erste Daten zur Kurzarbeit

Nach dem coronabedingten Anstieg auf ein Dreijahreshoch hat sich der Arbeitsmarkt in Sachsen nach dem Ende des Lockdowns leicht entspannt. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz am Mittwoch mitteilte, ging die Zahl der Arbeitslosen im Juni auf 133.700 zurück. Damit waren im Vergleich zum Mai rund 1600 Männer und Frauen weniger ohne Job. Die Arbeitslosenquote in Sachsen sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2019 waren den Angaben zufolge rund 21.800 Menschen mehr auf Arbeitssuche.

Im Mai dieses Jahres waren wie im Juni 2017 mehr als 135.000 Männer und Frauen im Freistaat ohne festen Job. Die Arbeitslosenquote lag jeweils bei 6,4 Prozent.

Zugleich gab die Regionaldirektion erste Daten zur Kurzarbeit in Sachsen bekannt. Laut einer Hochrechnung hatten im März 19.500 Unternehmen für 135.700 Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragt. Damit seien rund acht Prozent aller Beschäftigten in Sachsen von Kurzarbeit betroffen gewesen. "Ohne das Kurzarbeitergeld wären die Arbeitslosenzahlen im Juni deutlich höher ausgefallen", teilte die Regionaldirektion mit.

Laut Arbeitsagentur war in den Monaten März und April für 48 600 Betriebe und 544 600 Personen Kurzarbeit angezeigt worden. Im Mai hatten zusätzlich 2500 Betriebe für 31 700 Personen Kurzarbeit angezeigt, im Juni sind den Angaben zufolge noch einmal 900 Unternehmen dazu gekommen. "Das Kurzarbeitergeld sichert derzeit viele tausend Arbeitsplätze in den sächsischen Betrieben", sagte Klaus-Peter Hansen, Leiter der Regionaldirektion Sachsen.

Trotz funktionierender Kurzarbeiterregelung und leicht rückläufiger Arbeitslosenzahlen könne noch keine Entwarnung gegeben werden. "Die Arbeitsmarktlage bleibt angespannt und es ist unklar, wie schnell sich die Wirtschaft erholt und Betriebe volle Auftragsbücher haben", betonte Hansen.

Update, 1. Juli, 12.45 Uhr: Jahrmarkt in Chemnitz abgesagt

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, kann aufgrund der andauernden coronabedingten Situation der für Montag, 6. Juli, geplante Jahrmarkt rund ums Rathaus nicht stattfinden.

Die derzeit gültige Corona-Schutz-Verordnung untersagt weiterhin die Durchführung von Jahrmärkten. Die Händler wurden bereits informiert.

Update, 30. Juni, 19.12 Uhr: Sachsen greift schneller bei Corona-Fällen ein

Sachsen hat die Maßnahmenpläne für einen Coronavirus-Ausbruch mit einem Vier-Stufen-Plan konkretisiert. Künftig soll bereits ab einer Zahl von 20 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ein Vorwarnsystem ausgelöst werden. Wie das genau aussieht und welche Maßnahmen dann ergriffen werden, lest Ihr >>> hier.

Sozialministerin Petra Köpping (SPD) schaut in ihre Unterlagen mit den aktuellen Fallzahlen. (Archivbild)
Sozialministerin Petra Köpping (SPD) schaut in ihre Unterlagen mit den aktuellen Fallzahlen. (Archivbild)  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 30. Juni, 15.41 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

In Chemnitz gibt es weiterhin 211 bestätigte Corona-Fälle, das gab die Stadtverwaltung am Dienstagmittag bekannt.

Update, 30. Juni, 15.18 Uhr: Neues Corona-Hilfspaket

Sachsen hat ein neues Corona-Hilfspaket geschnürt. Nach "Sachsen hilft sofort" kommt nun "Sachsen startet durch". Es hat einen Gesamtumfang von einer Milliarde Euro.

Alle Infos zum Hilfspaket gibt es >>hier.

Update, 30. Juni, 6.40 Uhr: Sachsens Handwerker begrüßen Mehrwertsteuersenkung, kritisieren Bürokratie

Die Handwerker in Sachsen begrüßen die auf den Weg gebrachte Senkung der Mehrwertsteuer, allerdings gibt es auch Kritik. Generell finde der Beschluss Zustimmung, teilte der Handwerkstag in Dresden mit. 

Die Senkung könnte für mehr Aufträge und Umsätze in den Betrieben sorgen, die in den vergangenen Wochen und Monaten coronabedingt massive Einbrüche hinnehmen mussten. Davon seien besonders Unternehmen betroffen gewesen, die zeitweise nicht öffnen durften. 

Dem Handwerkstag gehören gut 56.000 Betriebe in Sachsen an.

Update, 29. Juni, 14.32 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle in Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz weiterhin 211 bestätigte Corona-Fälle, so viele wie am Freitag.

In Chemnitz gibt es keine neuen Corona-Fälle.
In Chemnitz gibt es keine neuen Corona-Fälle.  © Kristin Schmidt

Update, 29. Juni, 11.50 Uhr: Theater Plauen-Zwickau öffnet wieder

Nach einer langen Corona-Zwangspause öffnet das Theater Plauen-Zwickau wieder. "Im Juli sind insgesamt vier Open-Air-Veranstaltungen in Plauen und Zwickau geplant", so das Theater. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie finden alle Vorstellungen mit begrenzter Platzkapazität, Abständen und ohne Pause statt.

Update, 28. Juni, 9.41 Uhr: Sachsens Kitas kehren ab Montag zum Regelbetrieb zurück

Sachsens Kitas kehren nach coronabedingten Einschränkungen von Montag an wieder zum regulären Betrieb zurück. Mit der Neuregelung fällt das bisher geltende Gebot der strikten Trennung der Gruppen innerhalb eines Gebäudes und auf dem Außengelände weg. 

Zudem gibt es auch keine Einschränkung mehr bei den Öffnungszeiten. "Eine große Erleichterung sowohl in der Kita-Branche als auch bei vielen Eltern", sagte Dirk Reelfs, Sprecher des Kultusministeriums auf Anfrage. Gerade von den Eltern habe es etwa über soziale Medien viele positive Rückmeldungen gegeben.

Das Ministerium verwies zudem darauf, dass es eine neue Gesundheitsbestätigung zur Vorlage in Krippen und Kindergärten gibt. Demnach müssen die Eltern mit ihrer Unterschrift nur noch bestätigen, dass das Kind symptomfrei ist - nicht mehr wie bisher der gesamte Hausstand. Zudem wurden nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Symptome präzisiert - künftig zählen Husten, Fieber oder Erbrechen dazu - nicht mehr aber etwa Schnupfen. Viele Eltern seien in den vergangenen Wochen verunsichert gewesen, ob sie ihr Kind etwa mit laufender Nase in die Kita bringen könnten, so Reelfs.

Corona-Schutzmaßnahmen gelten aber weiter. So müssen Eltern, die ihr Kind zur Kita bringen oder abholen, einen Mundschutz tragen und ausreichenden Abstand zu anderen Personen halten.

Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich eines Kindergartens. (Symbolbild)
Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich eines Kindergartens. (Symbolbild)  © dpa/dpa-Zentralbild/Monika Skolimowska

Update, 28. Juni, 7.15 Uhr: Sachsens Campingplätze rechnen im Sommer mit großem Zulauf

Die Campingplätze in Sachsen sind wenige Wochen vor Beginn der Sommerferien gefragt wie kaum zuvor. "Wir gehen davon aus, dass eine ganze Menge los sein wird", sagte Christoph Hasse vom Sächsischen Campingverband. Vor allem Plätze in der Sächsischen Schweiz oder am See sind gefragt. 

In Zeiten der Corona-Krise ziehe es viele Menschen in die Natur, auch das Abstandhalten sei mit dem Wohnmobil oder im Zelt einfacher machbar als im Hotel, so Hasse. "Wir haben fast keine Gäste aus dem Ausland, dafür wesentlich mehr Urlauber aus Deutschland." Nicht nur aus Sachsen, aus dem gesamten Bundesgebiet gibt es zahlreiche Anfragen.

Bereits im vergangenen Jahr verbuchten die rund 100 Campingplätze im Freistaat mehr Zulauf: Das Statistische Landesamt zählte für 2019 knapp 770.000 Übernachtungen - ein Plus von rund 13 Prozent. Die Zahl der Gäste stieg sogar um 20 Prozent auf 255.000.

Campingplätze sind in Sachsen gefragt wie kaum zuvor.
Campingplätze sind in Sachsen gefragt wie kaum zuvor.  © Ellen Liebner

Update, 27. Juni, 12.25 Uhr: Chemnitz legt zweites Corona-Maßnahmenpaket vor

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (58, SPD) und alle Bürgermeister legten das zweite Maßnahmenpaket wegen der Corona-Pandemie für die Stadtrats-Sitzung am 15. Juli vor. "Das erste Paket vom April war zu Beginn der Pandemie wichtig und hat an den Stellen, die die Stadt beeinflussen kann, geholfen, wegfallende Einnahmen zu ersetzen oder entstandene Lücken zu mindern", so Ludwig. 

Mittlerweile werde immer klarer, dass Bund und Länder die Kommunen nicht alleine lassen wollen und ihnen mit zahlreichen finanziellen Hilfen unter die Arme greifen. 

"Auch haben wir eine genauere Übersicht über die Stellen, an denen wir weitere Unterstützung leisten wollen. Dies tun wir mit dieser Vorlage, sie ist eine erste Zwischenbilanz."

Laut der Vorlage erhalten zum Beispiel Kitas, Verkehrsbetriebe, Sportvereine und Kultureinrichtungen weitere Unterstützung. 

Im Herbst ist eine dritte Vorlage geplant.

Legte zusammen mit den Bürgermeistern ein zweites Corona-Maßnahmenpaket vor: Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (58, SPD).
Legte zusammen mit den Bürgermeistern ein zweites Corona-Maßnahmenpaket vor: Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (58, SPD).  © Kristin Schmidt

Update, 26. Juni, 15.14 Uhr: Chemnitzer Kitas kehren zu Regelbetrieb zurück

Ab kommenden Montag kehren die Chemnitzer Kindertagespflegeeinrichtungen zum Regelbetrieb zurück. Damit können die Kinder wieder zu den regulären Öffnungszeiten betreut werden und die Einrichtungen entscheiden selbst über die Zusammensetzung der Gruppen, offene und teiloffene Konzepte sind wieder möglich, ebenso wie Eingewöhnung und Elterngespräche und -abende. Es müssen allerdings bestimmte Maßnahmen zum Schutz vor Corona eingehalten werden:
  • Eltern müssen täglich eine Gesundheitsbestätigung für ihr Kind abgeben
  • Beim Bringen und Abholen der Kinder muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden
  • Kontaktpersonen müssen dokumentiert werden
  • Hygienemaßnahmen müssen eingehalten werden

Für die Horte gilt weiterhin der eingeschränkte Regelbetrieb.

Update, 26. Juni, 14.52 Uhr: Keine Massentests bei Lutz Fleischwaren

Bei der Tönnies-Tochter Lutz Fleischwaren in Chemnitz-Siegmar sind derzeit keine Corona-Massentests geplant. Allerdings sollen sich Mitarbeiter mit Symptomen und Reiserückkehrer testen lassen, dass habe die Werksleitung entschieden. 

In dem Betrieb an der A72, in dem vor allem Brühwürste hergestellt werden, arbeiten derzeit 159 Beschäftigte. Alle Tests waren bisher negativ.

Bei Lutz Fleischwaren, einer Tönnies-Tochter sind derzeit keine Massentests geplant.
Bei Lutz Fleischwaren, einer Tönnies-Tochter sind derzeit keine Massentests geplant.  © André März

Update, 26. Juni, 14.33 Uhr: Neue Corona-Fälle im Landkreis Mittelsachsen

Am Freitag sind in Mittelsachsen vier neue Corona-Fälle hinzugekommen. Alle stehen im Zusammenhang mit Augustusburg, die vier Personen sind Kontaktpersonen aus dem Altkreis Freiberg.

Update, 26. Juni, 13.48 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz 211 bestätigte Corona-Fälle, so viele wie am Donnerstag.

Update, 26. Juni, 11 Uhr Uhr: Festlegungen der Stadt Chemnitz zur Kita-Betreuung ab Montag, 29. Juni 2020

Ab Montag besteht für Kinderkrippen, Kindergärten und Kindertagespflege wieder die Möglichkeit, zum Regelbetrieb zurückzukehren. Dabei sind folgende Corona-Schutzmaßnahmen konsequent einzuhalten:

  • Tägliche Gesundheitsbestätigung durch die Eltern
  • Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (betreute Kinder und Personal ausgenommen)
  • Abstandsregeln in Bring- und Abholsituationen
  • Einhaltung der Hygienemaßnahmen
  • Dokumentation der Kontaktpersonen

Unter diesen Vorgaben trifft die Stadt Chemnitz folgende Festlegungen zur Betreuung der Kinder in Kindertageseinrichtungen:

  • Die Kinder werden im Rahmen der regulären Öffnungszeiten der Einrichtungen betreut.
  • Eltern können mittels einer Änderungsmeldung die erforderliche Betreuungszeit angeben und zahlen den entsprechenden Elternbeitrag ab dem Monat Juli.
  • Die Kindertageseinrichtung entscheidet über die Zusammensetzung der Gruppen. Um die Rückkehr in den Regelbetreibe zu erleichtern und einen abrupten Übergang zu vermeiden, kann für eine Übergangszeit die derzeitige Gruppenstruktur beibehalten werden.
  • Eine Durchmischung der Kinder in der Früh- und Spätbetreuung ist möglich. Zur Sicherung der Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten sind die anwesenden Kinder zu dokumentieren. 
  • Offene und teiloffene Betreuungskonzepte sind wieder zulässig und können umgesetzt werden. 
  • Eingewöhnung, Eltern-/Entwicklungsgespräche, Elternabende, Fachberatung sowie Veranstaltungen zum Ende des Kita-Jahres können unter Einhaltung der allgemeinen Hygienebestimmungen und unter Einhaltung eines ausreichenden Abstandes auf dem Einrichtungsgelände durchgeführt werden. Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist mit Kindergruppen nicht gestattet. 
  • Die Einrichtungen organisieren die Bringe- und Abholsituation in den Einrichtungen unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen. Während des Bringens und Abholens der Kinder müssen Eltern eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das pädagogische Personal und die betreuten Kinder sind davon ausgenommen. 
  • Unter Einhaltung des 1,5 m Abstandes ist den Eltern das Betreten der Garderoben gestattet. Das Betreten der Gruppen- und Waschräume ist Eltern, außer in der Phase der Eingewöhnung, nicht gestattet. Eltern sollten unter diesen Bedingungen mehr Zeit beim Bringen und Abholen der Kinder einplanen. 
  • Eltern versichern täglich vor Beginn der Betreuung in schriftlicher Form, dass ihr Kind keine der bekannten Krankheitssymptome einer SARS-CoV-2 Infektion, insbesondere Husten, Fieber oder Halsschmerzen aufweist. Hierfür soll das Formular „Gesundheitsbestätigung“ verwendet werden. Wird dies nicht abgegeben, wird das Kind an dem Tag nicht in die Betreuung genommen. Das Betreuungsverhältnis bleibt davon unberührt. 
  • Das pädagogische Personal kann ein Kind mit Krankheitssymptomen zurückweisen. Treten im Verlauf des Tages Symptome auf, kann die Kita die umgehende Abholung veranlassen. 
  • Treten bei Kindern Symptome, die auf eine SARS-CoV-2 hinweisen, an mehr als zwei Tagen hintereinander auf, ist der Zutritt zur Einrichtung erst nach Nachweis einer ärztlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung oder erst zwei Tage nach dem letztmaligen Auftreten der Symptome zu gestatten.
  • Jede einzelne Kindertageseinrichtung und Kindertagespflegestelle hat ein auf die COVID-19-Situation ausgerichtetes Hygienekonzept, basierend auf dem Rahmenhygieneplan, vorzuweisen und einzuhalten.

Der eingeschränkte Regelbetrieb mit den bereits getroffenen Festlegungen der Stadt Chemnitz vom 13. Mai 2020 gilt weiterhin für den Primarbereich der Grund- und Förderschulen, die Horte und die weiterführenden Schulen bis zu den Sommerferien.

Update, 26. Juni, 7 Uhr Uhr: Sächsische Textilfirmen werben bei Politik für öffentliche Aufträge

Die sächsische Textil- und Bekleidungsindustrie wirbt dafür, dass Behörden und Institutionen als Konsequenz aus der Corona-Pandemie verstärkt auf einheimische und wiederverwendbare Produkte bauen. Dazu treffen sich Vertreter mehrerer Unternehmen am Freitag (11.00 Uhr) im vogtländischen Treuen mit dem Ostbeauftragten der Bundesregierung, dem CDU-Politiker Marco Wanderwitz. Laut dem Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie fehlten trotz bestehenden Bedarfs noch immer Aufträge aus dem Gesundheitswesen und aus öffentlichen Stellen.

Nach Angaben des Unternehmerverbandes haben jüngst sechs Firmen aus Sachsen zwei Kooperationen initiiert, um viren- und bakterienabweisende Mehrweg-Schutztextilien für Klinik, Pflege oder den Katastrophenschutz herzustellen. Die mittelständischen Unternehmen hätten binnen kürzester Frist auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie reagiert und neben Mund-Nasen-Masken hoch wirksame Schutzprodukte entwickelt, so der Verband. In seinem Bereich würden sich bereits seit mehreren Jahren rund 30 heimische Firmen und Institutionen im Netzwerk "health.textil" engagieren.

Update, 25. Juni, 17.44 Uhr: Einheitliches Vorgehen bei Beherbergungsverbot gefordert

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat in der Diskussion um ein Beherbergungsverbot für Touristen aus Risiko-Regionen für ein einheitliches Vorgehen geworben. "Zwischen den Bundesländern werden gerade mehrere Varianten besprochen‎", sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag auf Anfrage. Es müsse aber eine möglichst einheitliche Regelung bundesweit geben, wie mit Reisenden ‎aus Regionen "mit einem sehr hohen Infektionsgeschehen" umgegangen werden soll.

"Für uns ist wichtig: Jeder soll nach Sachsen kommen können, wenn er einen negativen Test vorweist", so Köpping. Dieser sollte allerdings nicht älter als 48 Stunden sein und von den Beherbergungsbetrieben kontrolliert werden.

Liegt kein solcher Test vor, soll es nach dem Willen des Ministeriums ein Beherbergungsverbot für Reisende geben, die aus Regionen mit mehr als 50 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nach Sachsen kommen wollen. Ein endgültiges Ergebnis liege aber noch nicht vor, die Abstimmung in den Ländern laufe noch, so Köpping.

Aus Furcht vor einer Ausbreitung des Virus wurden an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern bereits Urlauber aus der Region um Gütersloh abgewiesen oder aufgefordert, vorzeitig abzureisen.

Update, 25. Juni, 15.22 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz 211 bestätigte Corona-Fälle, so viele wie am Mittwoch.

Update, 25. Juni, 14.30 Uhr: Corona-Lage in Mittelsachsen

In Mittelsachsen ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle weiterhin mit 298 konstant. Es sind keine weiteren Fälle hinzugekommen.

Update, 25. Juni, 10.50 Uhr: Sachsens Exporte sinken drastisch

Die sächsische Wirtschaft verzeichnet drastische Exporteinbußen. Im April diesen Jahres hätten die Unternehmen Waren im Wert von 2,04 Milliarden Euro exportiert, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Das bedeute einen Rückgang des Exportwerts um 42 Prozent im Vergleich zu dem des Vorjahreszeitraums. 

Selbst in der Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 seien die Exporte nicht in diesem Maß zurückgegangen. So seien im April 2020 kaum Autos oder Wohnmobile aus Sachsen an sonst bedeutende Abnehmer wie die USA oder das Vereinigte Königreich exportiert worden. Auch bei Autoteilen und Erzeugnissen des Maschinenbaus lagen die Ausfuhren den Angaben zufolge weit unter den Zahlen im Vorjahr.

Insgesamt gingen die Exporte sächsischer Unternehmen laut Statistikern in den ersten vier Monaten dieses Jahres auf 11,51 Milliarden Euro zurück und damit um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Corona-Krise trifft allerdings nicht alle Branchen im gleichen Maß: Die Exportumsätze elektronischer Bauelemente etwa wuchsen im April sogar um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Update, 24. Juni, 17.31 Uhr: Chemnitzer CineStar öffnet wieder

Ab morgen öffnet das Chemnitzer Kino "CineStar" wieder. Unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern, können ab Donnerstag wieder Kinobesucher das CineStar besuchen. 

"Im Foyer und auf den Sanitäranlagen sowie beim Betreten und Verlassen des Kinosaals gilt die Mund-Nasen-Bedeckung für alle Gäste", teilt das Unternehmen mit. 

Zudem sollen alle Vorstellungen zeitlich versetzt starten, damit der Mindestabstand auch im Foyer zu jeder Zeit sichergestellt werden kann.

Das Chemnitzer CineStar öffnet am Donnerstag wieder.
Das Chemnitzer CineStar öffnet am Donnerstag wieder.  © Ralph Kunz

Update, 24. Juni, 16.20 Uhr: Chemnitzer Corona-Ambulanz schließt

Die Chemnitzer Corona-Ambulanz schließt Ende Juni. Das teilte OB Barbara Ludwig (58, SPD) in der Stadtratssitzung am Mittwoch mit. Laut Ludwig würde sich angesichts der niedrigen Anzahl an Neuinfektionen der Aufwand nicht mehr lohnen. 

Sollten die Neuinfektionen wieder drastisch ansteigen, könne die in der Chemnitzer Messe eingerichtete Ambulanz binnen 48 Stunden aber wieder aufgebaut werden, heißt es.

Die in der Chemnitzer Messe eingerichtete Ambulanz macht Ende Juni dicht!
Die in der Chemnitzer Messe eingerichtete Ambulanz macht Ende Juni dicht!  © Kristin Schmidt

Update, 24. Juni, 15.26 Uhr: Corona-Testergebnisse aus Flöha und Penig sind da

Die Ergebnisse der Testungen aus Flöha und Penig liegen mittlerweile vor, sie waren alle negativ, so der Landkreis Mittelsachsen. "Am Donnerstag werden noch zwei weitläufige Kontakte im Zusammenhang mit Roßwein sowie weitere Testungen erfolgen im Zusammenhang mit Augustusburg. Die Ergebnisse werden wahrscheinlich am Freitag vorliegen", teilt der Landkreis mit.

Bisher wurden 65 Personen im Zusammenhang mit Roßwein und 494 Personen im Zusammenhang mit Augustusburg getestet.

Update, 24. Juni, 15.13 Uhr: Abitur in Sachsen: Ministerium rudert zurück, Anhebung um einen Punkt

Sachsen rudert bei den diesjährigen Abi-Noten zurück und hebt die Zensuren auf ein besseres Niveau. Aber nur beim Mathe-Abitur. Die Kritik hat gewirkt: "Bei den diesjährigen Abiturprüfungen im Fach Mathematik werden die Noten um einen Punkt angehoben", sagt Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU). 

>>>Hier geht es zum ausführlichen Bericht.

Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU).
Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 24. Juni, 14.28 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz 211 bestätigte Corona-Fälle, so viele wie am Dienstag.

Update, 24. Juni, 11.48 Uhr: Online-Talk zur Corona-Warn-App

Alle Fragen rund um die neue Corona-Warn-App werden im Online-Talk beantwortet.

Hier diskutieren Experten und Politiker die kontroversen und spannenden Themen, zeigen Best-Practice-Beispiele in der Pandemiebekämpfung auf und machen den Ländervergleich am 25. Juni 2020 von 18 bis 19.30 Uhr.

Mit dabei sind:

  • Dr. Andreas Bischof, Professor für Medieninformatik an der Fakultät für Informatik der TU Chemnitz
  • Dr. Daniel Gerber, MdL, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Medien und Netzpolitik von BÜNDNIS 90/ Die Grünen Sachsen
  • Robert Helbig, Studioleiter, Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanäle Leipzig (SAEK)
  • Dr. Katja Henschler, Leiterin Team Digitales, Energie & Mobilität bei der Verbraucherzentrale Sachsen

Die Beteiligung ist per Chat jederzeit und eine Anmeldung ganz unkompliziert >>>hier möglich.

Update, 24. Juni, 9.42 Uhr: "Tag der Sachsen" in Aue-Bad Schlema wird 2023 nachgeholt

Der wegen der Corona-Pandemie ausgefallene "Tag der Sachsen" in Aue-Bad Schlema wird nachgeholt. Das Volks- und Heimatfest wird dort 2023 stattfinden, zum 850-jährigen Stadtjubiläum von Aue-Bad Schlema, wie die Sächsische Staatskanzlei mitteilte. 

"Die Stadt Aue-Bad Schlema hat bereits sehr viel Arbeit und Engagement in die Vorbereitung auf das größte Vereins- und Heimatfest des Freistaates Sachsen investiert. Diese vielen Stunden sollen nicht umsonst gewesen sein", betonte der Präsident des Kuratoriums "Tag der Sachsen", Matthias Rößler.

Der "Tag der Sachsen" findet seit 1992 immer am ersten September-Wochenende statt. Wegen der Flutkatastrophe im August 2002 war das Fest in Döbeln abgesagt worden. Dort wurde der "Tag der Sachsen" 2004 nachgeholt. In diesem Jahr war das Volksfest für den 4. bis 6. September geplant, musste aber wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden. 

Der nächste "Tag der Sachsen" findet vom 10. bis 12. September 2021 in Freital statt.

Update, 23. Juni, 17.12 Uhr: Zwickau-OB Findeiß muss in Quarantäne

Unschönes Ende einer Privatreise: Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (64, SPD) musste nach ihrer Rückkehr aus Schweden in häusliche Quarantäne. 

>>>Hier geht es zum ausführlichen Bericht.

Muss wegen einer Schweden-Reise in Corona-Quarantäne: Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (64, SPD).
Muss wegen einer Schweden-Reise in Corona-Quarantäne: Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (64, SPD).  © Uwe Meinhold

Update, 23. Juni, 15.40 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz 211 bestätigte Corona-Fälle, einen mehr als am Montag.

Update, 23. Juni, 14.07 Uhr: Weitere Corona-Lockerungen in Sachsen

Die nächsten Corona-Lockerungen in Sachsen sind da. Sie gelten vom 30. Juni bis zum 17. Juli.

Welche Lockerungen es genau in Sachsen gibt, lest Ihr >>hier.

Update, 23. Juni, 10.45 Uhr: Neue Corona-Fälle in Mittelsachsen - Weitere Schulen betroffen

Wie der Landkreis Mittelsachsen mitteilt, stehen nach dem Gymnasium Augustusburg damit in Verbindung die Erich-Kästner Grundschule, die Oberschule in Penig und das Pufendorf-Gymnasium in Flöha

Das Regenbogen-Gymnasium in Augustusburg wurde bis 1. Juli geschlossen. Noch sind keine weiteren Schließungen geplant. 

"Wir blicken aber genau auf die Zahlen und den Index. Eine Grenze liegt bei 35 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen", so Landrat Matthias Damm. "Dies betrifft insbesondere die Erhebung von personenbezogenen Daten zur Nachverfolgung von Infektionen durch Veranstalter und Betreiber von Betrieben, Sportstätten, Gastronomie, Hotels, Beherbergungsstätten sowie Ansammlungen im öffentlichen Raum. Zulässig ist zu diesem Zweck die Erhebung und Speicherung von Name, Telefonnummer oder E-Mail Adresse der Besucher sowie Zeitraum des Besuchs", heißt es in dem Gesetz. 

Roßwein:

In Roßwein wurde eine Erzieherin positiv getestet. Daraufhin nahm das Gesundheitsamt am Samstag Abstriche der betreuten Kinder und teilweise deren Eltern, die in sensiblen Bereichen arbeiten. Zwei Kinder wurden positiv getestet. Nun erfolgen weitere Ermittlung von Kontaktpersonen. Nicht bestätigt hatte sich ein Verdachtsfall in den Roßweiner Werkstätten.

Augustusburg:

Hier gibt es weitere Fälle. Somit sind im Zusammenhang mit Augustusburg 37 Fälle bekannt. Im Zusammenhang Augustusburg steht das mittelsächsische Gesundheitsamt mit sieben weiteren Gesundheitsämtern in Kontakt: Altenburger Land, Bautzen, Erzgebirgskreis, Zwickau, Chemnitz, Dresden und Stadt Leipzig.

Auch zu Augustusburg gehört ein positiv getestetes Kind, welches in die Erich-Kästner-Grundschule in Penig geht. Dort wird nun die erste Klasse getestet. An der Oberschule in Penig gibt es in der 7. Klasse einen positiven Fall. Beide sind Geschwisterkinder. 

Die Ergebnisse dazu werden Mittwoch erwartet. Am Dienstag werden 50 Personen in Penig getestet. Die Schüler der Grundschule lernen bereits vorsorglich zu Hause. Im Zusammenhang mit Augustusburg sind in Penig sechs Personen zu sehen.

Ein Schüler des Gymnasiums in Flöha, der im Zusammenhang mit Augustusburg steht, wurde positiv getestet. Hier werden am Dienstag Lehrer und Schüler des Gymnasiums getestet. Betroffen ist die Klassenstufe 11. Ergebnisse dazu sollen am Mittwoch vorliegen.

Im Landkreis Mittelsachsen gibt es bereits mehrere Corona-Fälle an Schulen. (Symbolbild)
Im Landkreis Mittelsachsen gibt es bereits mehrere Corona-Fälle an Schulen. (Symbolbild)  © Jonas Güttler/dpa

Update, 23. Juni, 9 Uhr: Chemnitz leuchtet rot

In der Nacht zum Dienstag beteiligten sich deutschlandweit hunderte Firmen an der Aktion "Night of Light". Die Veranstaltungsbranche machte so auf ihre derzeitige Krisen-Lage aufgrund des Coronavirus aufmerksam.

Mehr Bilder gibt es in diesem Artikel >>> hier

Auch die Stadthalle leuchtete rot.
Auch die Stadthalle leuchtete rot.  © Harry Härtel

Update, 22. Juni, 18.34 Uhr: Sächsische Regierung will weitere Corona-Lockerungen verkünden

Die sächsische Regierung will am Dienstag (13.00 Uhr) weitere Lockerungen in der Corona-Krise verkünden. Sie sind Teil einer neuen Schutzverordnung, die vom 30. Juni bis zum 17. Juli gelten soll. 

Ein paar Details waren bereits in der Vorwoche bekannt geworden. So sollen etwa größere Familienfeiern mit bis zu 100 Gästen unter Hygieneauflagen wieder möglich sein. Gleiches wurde für Jahrmärkte und Dorffeste erwogen. Dass es zu einer Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel kommt, ist eher unwahrscheinlich. 

Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hatte wiederholt für ein bundesweit einheitliches Vorgehen plädiert. Auch am Mindestabstand und Kontaktbeschränkungen will Sachsen zunächst festhalten.

Sachsens Regierung will am Dienstag weitere Lockerungen bekannt geben.
Sachsens Regierung will am Dienstag weitere Lockerungen bekannt geben.  © Oliver Dietze/dpa

Update, 22. Juni, 16.17 Uhr: Nur leichter Anstieg bei Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 in Sachsen hat auch über das Wochenende nur leicht zugenommen. Laut der vom Gesundheitsministerium geführten Statistik vom Montag sind insgesamt 5423 Corona-Fälle registriert - 25 mehr als am vergangenen Freitag. 15 davon wurden aus dem Landkreis Mittelsachsen gemeldet, wo es Infektionsfälle an zwei Schulen gab. Die Zahl der Todesopfer liegt unverändert bei 220. 

Nach Schätzungen gelten inzwischen etwa 5090 positiv auf das Virus getestete Menschen als wieder genesen

Update, 22. Juni, 14.33 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz 210 bestätigte Corona-Fälle, so viele wie am Freitag.

Update, 22. Juni, 12.20 Uhr: Kaum Auswirkungen wegen Corona in Sachsens Baugewerbe im April

Die Corona-Pandemie hat sich im April nur geringfügig im sächsischen Bauhauptgewerbe - Hoch- und Tiefbau sowie Baustellenvorbereitung - ausgewirkt. Der Gesamtumsatz lag mit 466 Millionen Euro um 2,6 Prozent unter dem des Vorjahres, wie das Statistische Landesamt in Kamenz am Montag mitteilte.

Dabei verzeichneten der Hochbau jedoch einen Rückgang um 11,3 Prozent und der Tiefbau ein Plus von 5,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag der Gesamtumsatz hier um 0,6 Prozent höher. Der Wert der Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe lag im April mit 498 Millionen Euro um 2,5 Prozent niedriger als im März. Im Tiefbau ging er um ein Fünftel zurück, im Hochbau indes nahm er um gut ein Viertel zu. Im Vergleich zu April 2019 waren es insgesamt 7,6 Prozent mehr Aufträge.

Für die ersten vier Monate 2020 steht laut Statistik mit rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz ein Zuwachs von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu Buche, wobei der Hochbau 9,6 Prozent und der Tiefbau 6 Prozent Umsatzplus abrechneten. Der Wert der Auftragseingänge bezogen auf Anfang Januar bis Ende April war mit fast 1,8 Milliarden Euro um 6,7 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum.

Update, 22. Juni, 9 Uhr: Corona-Infektion an Grundschule in Penig - Schüler in Quarantäne

Nach der bestätigten Corona-Infektion eines Schülers an einer Grundschule in Penig (Landkreis Mittelsachsen) fällt der Unterricht vorerst aus. Alle Kinder und Lehrer der betreffenden Klasse befänden sich in häuslicher Quarantäne und sollen auf das Coronavirus untersucht werden, teilte die Stadtverwaltung am Sonntag auf ihrer Internetseite mit. Zuvor hatte die «Freie Presse» berichtet. Auch alle anderen Schüler sollen in der nächsten Woche vorsorglich zu Hause lernen, hieß es. An der Schule werde lediglich eine Notbetreuung angeboten.

Auch an einem Gymnasium in Augustusburg - ebenfalls im Landkreis Mittelsachsen - hatte es vor kurzem Infektionen gegeben. Zuletzt war die Zahl der Infizierten in Sachsen wieder leicht angestiegen (plus 24), vor allem in Mittelsachsen und im Vogtlandkreis. Am Freitag meldete das Gesundheitsministerium insgesamt 5398 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen im Freistaat. Am Wochenende werden vorerst keine Zahlen mehr veröffentlicht.

Ein Schüler der Erich-Kästner-Grundschule in Penig wurde positiv auf das Coronavirus getestet.
Ein Schüler der Erich-Kästner-Grundschule in Penig wurde positiv auf das Coronavirus getestet.  © Harry Härtel

Update, 21. Juni, 07.16 Uhr: Ferienlager und Herbergen empfangen wieder Gäste

Ferienlager und Jugendherbergen in Sachsen laden nach den coronabedingten Schließungen wieder ein. §Es besteht schon eine rege Nachfrage für unsere Lager in den Sommerferien§, sagte der Geschäftsführer des Verbandes Kinder- und Jugenderholungszentren in Sachsen (KiEZ) Hardy Spitzner. 

Die fünf Camps des Verbandes seien gerüstet, alle Hygienevorschriften würden strengstens eingehalten. Die Betreuer seien speziell geschult worden. Die Sommerferien beginnen in Sachsen am 20. Juli und enden am 28. August.

Auch ein Teil der Jugendherbergen im Land hat wieder geöffnet. Ab dem 1. Juli lade eine neue Herberge in Torgau ein, sagte Susan Graf, Marketingchefin des sächsischen Jugendherbergsverbandes.

Update, 20. Juni, 15.30 Uhr: Corona-Verstöße: Kommunen verhängen mehr als 300.000 Euro Bußgelder

Die drei größten Städte in Sachsen haben im Zusammenhang mit Verstößen gegen Corona-Auflagen Verwarn- und Bußgelder in Höhe von mehr als 300.000 Euro verhangen. Wie aus einer Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht waren es in der Stadt Leipzig bislang 139.255 Euro, in Chemnitz 90.000 Euro und in Dresden 76.000 Euro.

In Leipzig gingen bis zum 18. Juni bei der Bußgeldbehörde 1728 Ordnungswidrigkeitsanzeigen ein, davon wurden 955 Bescheide zur Zahlung verschickt, 220 Verfahren wurden eingestellt. In Dresden wurden bisher 1095 Verstöße mit einem Verwarn- oder Bußgeld geahndet. Das häufigste Vergehen in der Landeshauptstadt war das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund.

In Chemnitz sind bislang 771 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzbestimmungen bearbeitet worden, bislang wurden 563 Bußgeldbescheide verschickt, in den übrigen Verfahren läuft die Anhörung.

Dort wurden die meisten Verfahren im Zusammenhang mit Demonstrationen und Versammlungen am 20. und 24. April sowie am 8. Mai registriert. In Leipzig wurde die Art der einzelnen Verstöße nicht erfasst.

Update, 20. Juni, 14.49 Uhr: Zahl der Infizierten in Augustusburg gestiegen

Wie der Landkreis Mittelsachsen mitteilt, liegen weitere Ergebnisse von Corona-Tests in Augustusburg vor, die am gestrigen Freitag durchgeführt wurden. "Demnach gibt es sieben neue positive Fälle. Eine weitere Person wurde positiv durch den Hausarzt getestet, somit gibt es acht Fälle", heißt es aus dem Landratsamt.

Damit steigt die Zahl der Fälle im Zusammenhang mit Augustusburg auf 33. In Mittelsachsen wurden somit seit März 292 Menschen positiv getestet.

Update, 20. Juni, 11.30 Uhr:Wegen Corona: Flaute bei Sachsens Kunsthandwerkern

Bei vielen Künstlern und Kunsthandwerkern geht es nach Absagen oder der Verschiebung von Kunst- und Handwerkermärkten finanziell eng zu. Viele Kollegen vertrieben ihre Produkte fast ausschließlich über solche Handwerkermärkte, sagte der Innungsobermeister der Landesinnung des Töpfer- und Keramikerhandwerks, Karl-Louis Lehmann aus Neukirch in der Oberlausitz, bei einer dpa-Umfrage. Diese müssten auf den Märkten auch ihr Auskommen für die Wintermonate erwirtschaften und hofften jetzt aufs zweite Halbjahr.

Laut Sozialministerium dürfen Töpfer- oder Kunsthandwerkermärkte jedoch wieder öffnen.

Update, 19. Juni, 16.32 Uhr: Leichte Zunahme bei Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der neuen Infektionen mit Sars-CoV-2 in Sachsen ist erneut leicht gestiegen. Bis Freitag wurden laut der vom Gesundheitsministerium geführten Statistik insgesamt 5398 Corona-Fälle registriert - 24 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesopfer blieb mit 220 unverändert. Etwa 5080 positiv auf das Virus getestete Menschen gelten als wieder genesen.

Update, 19. Juni, 14.43 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz 210 bestätigte Corona-Fälle, einen mehr als am Donnerstag.

Update, 19. Juni, 10.05 Uhr: Umfrage: Gastronomie in Sachsen trotz Wiedereröffnung unter Druck

Die aktuellen Einschränkungen in der Corona-Krise setzen die Hotels und Restaurants in Sachsen zunehmend unter Druck. Das geht aus einer am Freitag in Dresden vorgestellten Umfrage des Branchenverbandes Dehoga unter 600 Beherbungs- und Gastronomiebetrieben hervor. Demnach gaben rund 80 Prozent der Gastronomen an, unter den derzeitigen Bedingungen nicht wirtschaftlich arbeiten zu können. Für dieses Jahr rechnen die Betriebe nur mit etwa der Hälfte des sonst üblichen Umsatzes.

"Die Umfrage zeigt, dass die Krise für die Branche mit der Wiedereröffnung nicht vorbei ist", sagte Sachsens Dehoga-Hauptgeschäftsführer Axel Klein. Die meisten könnten unter den aktuellen Bedingungen aber nicht kostendeckend arbeiten. Seit dem 15. Mai dürfen Ferienwohnung, Gaststätten und Hotels unter Hygiene-Auflagen wieder öffnen. Hoffnung setzt die Branche in die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer sowie in das Konjunkturpaket der Bundesregierung.

Update, 19. Juni, 10 Uhr: Fahrgastzahlen bei der City-Bahn erholen sich

Die City-Bahn Chemnitz befördert wieder mehr Fahrgäste - zurzeit fast so viele wie 2019. Die Tendenz ist aktuell weiter stark steigend. Damit sind offenbar die gröbsten Corona-Folgen überwunden, wie die Pressestelle mitteilt.

Update, 19. Juni, 8.55 Uhr: Regenbogen-Gymnasium in Augustusburg bleibt bis 30. Juni dicht

24 Coronafälle am Regenbogengymnasium in Augustusburg - Vorsorglich bleibt die Schule jetzt bis zum 30. Juni geschlossen. 

Laut Bürgermeister Dirk Neubauer sind auch alle Sportstätten in Augustusburg vorübergehend geschlossen. Heute stehen weitere Tests an.

Update, 18. Juni, 19.09 Uhr: Wirtschaftskonferenz zur aktuellen Lage in Sachsen

Vertreter von Handwerk, Industrie und Politik wollen an diesem Freitag in Radebeul über Mittel und Wege diskutieren, wie der sächsischen Wirtschaft in der Corona-Krise geholfen werden kann. Dabei soll es auch um notwendige Hilfsmaßnahmen auf Landes- und Bundesebene sowie in Europa gehen. Mit dabei sind Ministerpräsident Michael Kretschmer und Finanzminister Hartmut Vorjohann (beide CDU), Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sowie die Präsidenten der Handwerkskammern sowie der Industrie- und Handwerkskammern und die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft.

Die Corona-Krise hat Sachsen als Exportland hart getroffen, vor allem die Automobil- und die Zulieferindustrie - aber auch Handel, Gastronomie und Tourismus. Bis Ende Juni will die Regierung ein landeseigenes Konjunkturpaket unter dem Motto "Sachsen startet durch" auf den Weg bringen.

Update, 18. Juni, 17.06 Uhr: Leichte Zunahme bei Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Erstmals seit Tagen liegt die Zahl der neuen Infektionen mit Sars-CoV-2 in Sachsen wieder im zweistelligen Bereich. Am Donnerstag wurden laut der vom Gesundheitsministerium geführten Statistik insgesamt 5374 Corona-Fälle registriert - 26 mehr als am Tag zuvor. Im Landkreis Mittelsachsen gab es demnach 13 Neuinfektionen, in der Stadt Leipzig waren es fünf.

Die Zahl der Todesopfer blieb mit 220 unverändert. Etwa 5075 positiv auf das Virus getestete Menschen gelten als wieder genesen.

Update, 18. Juni, 15.40 Uhr: Zahl der infizierten Schüler steigt

Die Zahl der erkrankten Schüler am Regenbogen-Gymnasium in Augustusburg ist auf 21 gestiegen. Nach dem Anfang der Woche bekannt geworden war, dass eine Lehrerin des Gymnasiums am Corona-Virus erkrankt sei, wurden 75 Schüler aus drei Klassen getestet. Die nun positiv getesteten Schüler sind alle symptomfrei. 

Am Donnerstag sollen noch die restlichen Schüler des Gymnasiums getestet werden und am Freitag die Angehörigen der erkrankten Schüler.

Am Regenbogen-Gymnasium in Augustusburg wurden 21 Schüler positiv auf das Corona-Virus getestet.
Am Regenbogen-Gymnasium in Augustusburg wurden 21 Schüler positiv auf das Corona-Virus getestet.  © haertelpress / Harry Haertel

Update, 18. Juni, 13.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz 209 bestätigte Corona-Fälle, einen mehr als am Mittwoch.

Update, 18. Juni, 8.50 Uhr: So drastisch brachen die Übernachtungen im April in Sachsen ein

Im April 2020 ist die Anzahl der gebuchten Übernachtungen in sächsischen Beherbergungseinrichtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 85 Prozent zurückgegangen. >>>Hier lest Ihr mehr dazu.

Update, 17. Juni, 14.59 Uhr: Großveranstaltungen sollen bis Oktober verboten bleiben

Die Bundesländer wollen Großveranstaltungen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verbieten. Dies gelte für solche Veranstaltungen, "bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Formulierungsvorschlag für das Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochnachmittag.

Demnach könnte es Ausnahmen geben, wenn die Vorgaben eingehalten werden können.

Update, 17. Juni, 14.28 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz 208 bestätigte Corona-Fälle, einen mehr als am Dienstag.

Update, 16. Juni, 19.32 Uhr: Hunderte Anträge auf Ausbildungszuschuss in Sachsen

Hunderte von der Corona-Krise betroffene Ausbildungsbetriebe in Sachsen greifen auf staatliche Unterstützung zurück. Bis zum 12. Juni seien mehr als 1200 Anträge für rund 3940 Auszubildende eingegangen, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag mit. Bewilligt wurden den Angaben zufolge bisher 293 Anträge mit einem Volumen von knapp einer Million Euro.

‎Bis zum 30. Juni kann die Hilfe noch von Unternehmen beantragt werden, die von Kurzarbeit betroffen sind und nicht mehr als ‎‎250 Mitarbeiter beschäftigen.

Sachsen zahlt von der Corona-Krise betroffenen Ausbildungsbetrieben einen einmaligen Zuschuss ‎zur Ausbildungsvergütung in Höhe des jeweiligen Ausbildungsentgeltes für sechs ‎Wochen. Zudem hat sich der Bund im Rahmen des Konjunkturprogramms auf einen Schutzschirm für ‎Ausbildung verständigt. An diesem Mittwoch will das Bundeskabinett eine ‎Ausbildungsprämie für Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten beschließen.‎ Diese sieht für jeden im Jahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro vor. Unternehmen, die mehr ‎Lehrverträge abschließen, sollen für jeden zusätzlichen Vertrag 3000 Euro ‎bekommen.‎

"Die duale Ausbildung ist eine Säule unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Deshalb müssen ‎wir sie besonders in schwierigen Zeiten in Gang halten", sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Junge Menschen sollten auch in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen oder fortführen können.

Update, 16. Juni, 15.52 Uhr: Sachsen plant weitere Lockerungen

Sachsen plant in der Corona-Krise weitere Lockerungen. Diese sollen mit der neuen Schutzverordnung vom 30. Juni bis zum 17. Juli gelten, kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts an. Demnach sollen größere Familienfeiern mit bis zu 100 Gästen unter Hygieneauflagen wieder möglich sein. Bisher ist die Gästezahl auf 50 beschränkt. Nachgedacht werde auch über eine mögliche Lockerung der Maskenpflicht beim Einkaufen. "Wir haben das diskutiert, sind aber vorsichtig", so Köpping.

Die Entscheidung hänge auch vom Vorgehen in den anderen Bundesländern und der Entwicklung der Infektionszahlen ab. In Bussen und Bahnen solle der Mund-Nasen-Schutz aber vorgeschrieben bleiben. Auch am Mindestabstand und den Kontaktbeschränkungen will das Land zunächst festhalten.

"Sachsen ist nach wie vor auf einem sehr guten Weg", so Köpping. Zuletzt hatte sich die Zahl der nachweislich Infizierten im Freistaat kaum noch erhöht und lag zuletzt bei 5344 Menschen. Die Zahl der im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorbenen Menschen in Sachsen liegt bei 219. Gleichzeitig gelten 5070 Menschen als wieder genesen. Rund 90 Patienten müssen laut Behörden derzeit wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden.

Trotz weiterer Lockerungen sollen aber laut Gesundheitsministerium Tanzveranstaltungen, Diskotheken, Dampfsaunen sowie Sportveranstaltungen mit Publikum weiterhin verboten bleiben. Gleichzeitig überlege die Regierung, vom 17. Juli an Jahrmärkte und Volksfeste unter Hygieneauflagen wieder zu ermöglichen. Sie denke vor allem an kleinere Dorffeste, so Köpping. Über einen kleinen Obolus könnte etwa der Zugang auf das Gelände geregelt werden.

Köpping verwies auf das Ampelsystem, um die Zahl der Corona-Infektionen weiterhin unter Kontrolle zu halten. Gebe es einen Hotspot in einer Stadt einem Landkreis, könne regional schnell reagiert werden. "Das macht uns Mut, um mit der nächsten Verordnung zu weiteren Lockerungen zu kommen."

Es wurde auch über eine Lockerung der Maskenpflicht beim Einkaufen diskutiert. (Symbolbild)
Es wurde auch über eine Lockerung der Maskenpflicht beim Einkaufen diskutiert. (Symbolbild)  © 123RF/TORWAI Suebsri

Update, 16. Juni, 13.24 Uhr: Kein neuer Corona-Fall in Chemnitz

Wie die Stadt Chemnitz mitteilt, gibt es auch heute weiterhin 207 bestätigte Corona-Fälle, so viele wie gestern.

Update, 16. Juni, 6.33 Uhr: Positiver Corona-Test an Schule in Augustusburg

Am Regenbogen-Gymnasium in Augustusburg wurde eine Lehrerin positiv auf Covid-19 getestet. Das Gesundheitsamt will am heutigen Dienstag die etwa 70 Schüler testen, welche Kontakt mit der Lehrkraft hatten. Bis Mittwoch soll vorsorglich kein Unterricht stattfinden.

Eine Lehrerin des Regenbogen-Gymnasiums wurde positiv auf Covid-19 getestet.
Eine Lehrerin des Regenbogen-Gymnasiums wurde positiv auf Covid-19 getestet.  © haertelpress / Harry Haertel

Update, 15. Juni, 17.11 Uhr: Zahl nachgewiesener Corona-Neuinfektionen in Sachsen nahezu stabil

In Sachsen bleiben die Zahlen der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus und der geschätzten Genesenen nahezu stabil. Von Sonntag auf Montag hat es im Freistaat eine neue registrierte Ansteckung mit dem Virus Sars-CoV-2 gegeben, teilte das sächsische Sozial- und Gesundheitsministerium in Dresden auf seiner Internetseite mit.

Damit haben sich seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im März nachgewiesenermaßen 5343 Menschen im Freistaat mit dem Virus angesteckt. Davon gelten wie am Vortag geschätzt etwa 5065 als wieder genesen. Die Zahl der im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorbenen Menschen in Sachsen hat sich um einen auf 219 erhöht.

Update, 15. Juni, 14.20 Uhr: Keine Neuinfektionen in Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz weiterhin 207 bestätigte Fälle, so viele wie am vergangenen Freitag.

Update, 15. Juni, 12.35 Uhr: Ärzte in Sachsen fordern Stärkung für Öffentlichen Gesundheitsdienst

Die Ärzte in Sachsen haben angesichts der Herausforderungen durch die Corona-Krise auf ihrer Kammerversammlung eine Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) gefordert. Die Staatsregierung sowie die Landkreise und kreisfreien Städte müssten dem für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung so wichtigen ÖGD dauerhaft ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung zu stellen, hieß es am Montag in einer Mitteilung. 

"Ohne die enorme Kraftanstrengung der Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern wäre diese bisher nicht geahnte Pandemie nicht zu meistern gewesen", sagte Erik Bodendieck, der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer.

Mit der Zunahme an Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind, seien auch die Aufgaben der Ämter immer umfangreicher geworden. Sie seien für Tests, der Ermittlung von Kontaktpersonen und Infektionsketten sowie der Einleitung und Überwachung von Quarantänemaßnahmen verantwortlich und überdies erste Ansprechpartner für verunsicherte Bürger und Ärzte.

Update, 15. Juni, 6 Uhr: Bäckereien in Sachsen mit Umsatzeinbußen in Corona-Krise

Die Corona-Pandemie hat auch die Bäcker in Sachsen getroffen. Vor allem Betriebe mit Cafés oder Fokus auf Catering für Feiern und Veranstaltungen hätten erhebliche Verluste verbucht, sagte Landesinnungsmeister Roland Ermer. Von den 560 Bäckerei-Innungsbetrieben im Freistaat mussten 80 Prozent laut einer Umfrage deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen, etwa die Hälfte der Betriebe hat Kurzarbeit angemeldet. Insgesamt gibt es knapp 1000 Bäckereien in Sachsen.

Viele der Betriebe müssten in der Corona-Krise Eigenkapital oder Erspartes "verbrennen", so Ermer, zugleich Präsident des Sächsischen Handwerkstages. Einen Kredit aufzunehmen, den der Freistaat als Hilfe anbietet, lohne sich oft nicht - gerade wenn die Inhaber älter seien. "Wenn ein Kredit läuft, wird der Betrieb auch uninteressanter für Firmenübernahmen."

Die Folge könnten mehr Firmenschließungen sein.

Update, 14. Juni, 17.11 Uhr: Weiter nur sehr wenige neue Coronavirus-Fälle in Sachsen

In Sachsen stecken sich weiterhin nur sehr wenige Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an. Von Samstag auf Sonntag wurde wie bereits am Vortag lediglich ein weiterer Nachweis einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 bekannt, wie das sächsische Sozial- und Gesundheitsministerium in Dresden auf seiner Internetseite mitteilte. 

Damit haben sich seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im März nachgewiesenermaßen 5342 Menschen im Freistaat mit dem Virus angesteckt. Davon gelten geschätzt etwa 5065 als wieder genesen.

Die Zahl der im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorbenen Menschen in Sachsen hat sich um einen auf 218 erhöht.

Update, 14. Juni, 13.45 Uhr: Quarantäne-Pflicht in Sachsen für Einreisende aus Risikogebieten

In Sachsen müssen künftig nur noch Menschen in eine zweiwöchige Quarantäne, wenn sie aus einem Corona-Risikogebiet einreisen. Das geht aus der am Sonntag veröffentlichten neuen Corona-Quarantäne-Verordnung des Freistaates hervor.

Danach sind nur Personen von der Quarantänepflicht befreit, die ein negatives Coronavirus-Testergebnis vorlegen können. Bislang mussten Einreisende aus allen Ländern außerhalb der EU, der Schweiz sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und Großbritannien in häusliche Isolation.

Die Einstufung eines Staates oder einer Region als Risikogebiet erfolge durch die Bundesregierung und werde durch das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht, heißt es in der Verordnung. Das RKI weist jedoch seit dem 10. April keine internationalen Risikogebiete oder besonders betroffenen Gebiete in Deutschland mehr aus. Die Krankheit Covid-19 sei inzwischen global verbreitet, ein Übertragungsrisiko bestehe daher sowohl in Deutschland als auch in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit.

Gestrichen wurde der Passus, nach dem bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Pflegekräfte, Polizisten oder Richter von der Selbstisolation befreit sind. Weiterhin nicht in Quarantäne müssen zum Beispiel Erntehelfer, wenn sie mindestens 14 Tage lang «gruppenbezogen betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung außerhalb der Arbeitsgruppe» einhalten.

Die Verordnung war am Freitag von dem für Gesundheit zuständigen Ministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Dresden beschlossen worden. Sie gilt zunächst unbefristet.

Update, 14. Juni, 6.30 Uhr: Große Vermieter mit geringeren Mietausfällen in Corona-Krise

Bei großen Vermietern in Sachsen hat die Corona-Krise bislang zu weniger Mietausfällen geführt als befürchtet. Die Lage sei "weitaus weniger dramatisch als ursprünglich zu Beginn der Pandemie Anfang März" gedacht, teilte der Verband der sächsischen Wohnungsgenossenschaften (VSWG) mit. Ein Worst-Case-Szenario war bei den Genossenschaften von 20 Millionen Euro nicht gezahlter Mieten pro Monat ausgegangen. Tatsächlich beliefen sich die coronabedingten Ausfälle im April, Mai und Juni zusammen auf 1,025 Millionen Euro.

Auch die kommunale Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) erklärte, sie habe in ersten Kalkulationen mit größeren Lücken gerechnet. Allerdings seien die Mietaufälle von April bis Juni höher als im gleichen Zeitraum 2019.

Dagegen hieß es von Haus & Grund Sachsen, dass bei den privaten Vermietern die Ausfälle in etwa so hoch seien wie erwartet. Fünf Prozent der Mieter hätten Stand Mai die Zahlungen gestundet, weitere fünf Prozent hätten ohne Angaben von Gründen keine Miete gezahlt. Noch einmal vier Prozent kündigten an, künftig nicht zahlen zu können. Für die Monate seit Ausbruch der Corona-Krise werde sich das zu einem unteren zweistelligen Millionen-Betrag summieren, sagte Verbandspräsident René Hobusch.

Update, 13. Juni, 16 Uhr: Nahezu Stillstand bei Coronavirus-Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen ist der Anstieg neuer Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nahezu zum Stillstand gekommen. Von Freitag auf Samstag hat sich lediglich ein Mensch nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das sächsische Sozial- und Gesundheitsministerium in Dresden auf seiner Internetseite mitteilte. 

Damit haben sich seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im März 5341 Menschen im Freistaat mit dem Virus angesteckt. Davon gelten geschätzt etwa 5060 als wieder genesen. 

Die Zahl der im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorbenen Menschen in Sachsen hat sich um einen auf 217 erhöht.

Update, 13. Juni, 10 Uhr: Sachsen zögern nach Corona mit Feiern - Hochzeiten oft verschoben

Nach wochenlangen Corona-Beschränkungen kommen in Sachsen Familienfeiern wie Hochzeiten oder Geburtstage zögernd wieder in Gang. "Es gibt Nachholebedarf", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Sachsen, Axel Klein. 

"Aber viele Menschen sind noch verunsichert und halten sich zurück.» Ihnen rät er, mit Reservierungen für ihre privaten Feiern nicht mehr lange zu warten. "Die Termine könnten rasch weg sein." Vor allem Hochzeiten wurden verschoben, ergab eine dpa-Umfrage in Standesämtern.

Update, 12. Juni, 19.11 Uhr: Corona-Infektionen weiter auf niedrigem Niveau

In Sachsen werden weiter nur wenige neue Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Seit Donnerstag kamen laut der vom Gesundheitsministerium geführten Statistik vier neue Fälle dazu.

Da im Gegenzug aufgrund von Korrekturen fünf registrierte Fälle wieder getrichen wurden, lag die Gesamtzahl am Freitag mit 5340 um 1 unter dem Vortag. Neue Infektionen wurden in Dresden, Vogtlandkreis sowie den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verzeichnet.

Die Zahl der Todesopfer ist mit 216 stabil. Etwa 5050 positiv auf das Virus getestete Menschen gelten als wieder genesen. Die Sterberate - also der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl vom Labor bestätigter Infektionsfälle - beträgt weiterhin 4,0 Prozent.

Update, 12. Juni, 15.35 Uhr: CDU-Europapolitiker Schiemann begrüßt Grenzöffnung zu Polen

Der CDU-Abgeordnete Marko Schiemann hat die Wiedereröffnung der Grenze zu Polen als Rückkehr zur Normalität begrüßt. "Viele Menschen in der Grenzregion haben schon lange auf diesen Moment gewartet", sagte der europapolitische Sprecher seiner Fraktion am Freitag auf Anfrage. Offene Grenzen seien eine große Chance - sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch mit Blick auf den Austausch zwischen Nachbarn über die Landesgrenzen hinweg. Dennoch hätten die in den vergangenen Monaten geschlossenen Grenzübergänge eine Weiterverbreitung des Coronavirus in Europa verhindert - und die EU vor einem großen Schaden bewahrt. "Das war eine Ausnahmesituation", so Schiemann.

In der Nacht zum Samstag will Polen seine Grenzen zu Deutschland und anderen EU-Ländern wieder öffnen. In Görlitz wollen Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) und sein Amtskollege aus Zgorzelec, Rafal Gronicz, kurz vor Mitternacht gemeinsam den Grenzzaun auf der Altstadtbrücke entfernen. Die sächsisch-tschechische Grenze wurde bereits am 5. Juni geöffnet.

Update, 12. Juni, 13.42 Uhr: Kein neuer Corona-Fall in Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es auch heute weiterhin 207 bestätigte Fälle, so viele wie gestern.

Update, 12. Juni, 12.30 Uhr: Medienförderung schüttet 300.000 Euro Preisgelder an Kinos aus

Um Kinos in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu unterstützen, hat die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) ihre Preisgelder für die Kinoprogrammpreise 2020 verdreifacht. Es würden 300.000 Euro an 29 gewerblich betriebene und neun alternative oder nichtgewerbliche Kinos ausgeschüttet, teilte die MDM am Freitag in Leipzig mit. Einmalig erhielten alle Häuser, die sich um die Preise beworben haben, eine Auszeichnung und damit Geld.

Damit wolle die MDM die Kinos in der existenzbedrohenden Corona-Krise stärken. Die Preisgelder sollen Mitte des Monats ausgezahlt werden. "Wir würdigen die Arthouse-Kinos für ihre hervorragende Arbeit sowie ihr besonderes Engagement für die Filmkunst", sagte MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen. "Das Kino ist ein unverzichtbarer Kulturort und entscheidend für den gesellschaftlichen Dialog."

Zwei Hauptpreisträger gebe es auch: Das Luchskino Halle habe nach Überzeugung der fünfköpfigen Jury das beste Filmprogramm 2019 gezeigt und erhalte dafür 20 000 Euro. Gleiches gelte für das Filmkunsthaus "die naTo" in Leipzig, die als alternative Spielstätte für das beste Jahresfilmprogramm 2019 mit 10.000 Euro belohnt werde.

Update, 12. Juni, 8.45 Uhr: IG Metall warnt vor Abwälzen der Krise auf Beschäftigte

Die IG Metall Ostsachsen hat davor gewarnt, die Corona-Krise zum Nachteil der Arbeitnehmer auszunutzen. "Wir akzeptieren keine Tarifflucht und schon gar kein Abladen der Lasten der Krise auf Beschäftigte", sagt Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. Die vergangenen drei Monate habe man für die Vorbereitung neuer Betriebsratswahlen und Tarifabschlüsse genutzt.

Beim Hygieneartikelhersteller Ontex in Großpostwitz etwa stünde die Gewerkschaft kurz vor dem Abschluss eines ersten Zukunfts-Tarifvertrages für die Region. Die Daimler-Batterietochter Accumotive soll einen Tarifabschluss bekommen. Die "Krise als Chance" ist das Motto der "Aktivenkonferenz" am Sonnabend (13. Juni) in Bautzen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit 50 Betriebsräten und Vertrauensleuten stehen der Strukturwandel und die Energiewende der Braunkohleregion. 

Update, 11. Juni, 19.02 Uhr: Dulig warnt in Corona-Krise vor Protektionismus

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat vor Protektionismus als Antwort auf die Corona-Krise gewarnt. "Existenzielle Probleme können nicht im Alleingang gelöst werden", sagte Dulig am Donnerstag im Landtag. Zuvor hatte die AfD in einer Aktuellen Stunde gefordert, die Abhängigkeit von Lieferketten zu reduzieren und die Produktion wichtiger Güter nach Deutschland zu verlagern.

Dulig verwies darauf, dass Sachsens Unternehmen jedes Jahr Waren im Wert von rund 40 Milliarden exportieren, der Import beläuft sich auf einen Wert von rund 27 Milliarden Euro. Das zeige, dass Sachsen auf funktionierende europäische und internationale Liefer- und Wertschöpfungsketten angewiesen ist.

Dennoch sei es als Lehre aus der Corona-Krise wünschenswert, essenzielle Grundgüter - etwa Grundstoffe für Arzneimittel - künftig wieder in Deutschland oder in europäischen Nachbarländern herzustellen. Der Bund wolle diese Entwicklung im Konjunkturpaket mit einer Milliarde Euro fördern, so Dulig. Nach der Krise komme dem europäischen Wirtschaftsraum eine noch größere Bedeutung zu, gab sich der Minister überzeugt. "Heimische Produktion" heiße da nicht unbedingt sächsisch, sondern beziehe die europäischen Länder ein.

Dulig sprach sich für europaweite Rahmenbedingungen mit ökologischen und sozialen Standards aus.

Update, 11. Juni, 15.50 Uhr: IG Metall fordert landeseigene Industrieholding

Um die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft abzumildern, hat die Gewerkschaft IG Metall eine landeseigene Industrieholding gefordert. So könnte die Liquidität von in Not geratenen Unternehmen gesichert werden, hieß es in einem am Donnerstag vorgestellten Vier-Punkte-Plan der IG Metall zur Sicherung des Industriestandortes Sachsen. Mit Hilfe eines solchen "Beteiligungsfonds" könnten Unternehmen von Landesbeteiligungen und strategischer Beratung profitieren. Nach den Vorstellungen der Gewerkschaft könnte sich der Freistaat mit 25,1 Prozent an einer solchen Industrieholding beteiligen und über die Holding ebenfalls mit 25,1 Prozent an Betrieben.

Der Plan sieht unter anderem auch ein Zentrum für Fachkräftesicherung vor und die Stärkung von fairer Arbeit. Die IG Metall sieht die sächsische Wirtschaft zunehmend unter Druck - vor allem Kernbranchen wie Maschinenbau und die Automobilindustrie.

Update, 11. Juni, 13.49 Uhr: Aktuelle Lage in Chemnitz

Wie die Stadt Chemnitz mitteilt, gibt es bis zum heutigen Mittwoch 207 bestätigte Corona-Fälle in Chemnitz, so viele wie am Vortag.

Update, 11. Juni, 13.25 Uhr: In Schulen und Kindergärten kann von Mindestabstand abgewichen werden

Bautzen - In den Schulen und Kindergärten in Sachsen kann von einem Mindestabstandsgebot von eineinhalb Metern abgewichen werden. Das hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht am Donnerstag in Bautzen entschieden (Aktenzeichen: 3 B 194/20) und damit die Klage einer Lehrerin zurückgewiesen. Diese hatte verlangt, dass Paragraf 2 der aktuellen Corona-Schutzverordnung außer Vollzug gesetzt wird. Dort ist geregelt, dass der ansonsten geltende Mindestabstand von 1,5 Metern in Kindertageseinrichtungen, in Schulen und bei schulischen Veranstaltungen nicht gilt.

Die Grundschullehrerin hatte die Regelung angegriffen, weil sie sich einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sah. Dadurch werde ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt, so die Argumentation der Frau. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht ist dem nicht gefolgt. Eine Gefährdung der Lehrkräfte durch infizierte Kinder bei Unterschreitung des Mindestabstands sei bislang wissenschaftlich nicht eindeutig erwiesen, erklärten die Richter. Zudem seien in Sachsen die täglichen Neuinfektionen stark zurückgegangen. Auch könnten Kinder im Grundschulalter den Mindestabstand noch nicht einhalten.

Außerdem habe der Freistaat ein detailliertes Maßnahmenbündel ergriffen, mit dem die Infektionsgefahr für Schüler und Lehrkräfte vermindert wird. Angehörige von Risikogruppen könnten zum Beispiel eine Befreiung von der Präsenzpflicht in der Schule verlangen. Eine unzumutbare Gesundheitsgefährdung infolge der Nichteinhaltung des Mindestabstands an Grundschulen könne daher nicht festgestellt werden. Die Entscheidung des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar.

In den Schulen und Kindergärten in Sachsen kann von einem Mindestabstandsgebot von eineinhalb Metern abgewichen werden. (Symbolbild)
In den Schulen und Kindergärten in Sachsen kann von einem Mindestabstandsgebot von eineinhalb Metern abgewichen werden. (Symbolbild)  © Arne Dedert/dpa

Update, 11. Juni, 7 Uhr: Corona-Krise bestimmt Debatte im Sächsischen Landtag

Der Sächsische Landtag will sich am Donnerstag (ab 10.00 Uhr) ein weiteres Mal mit Auswirkungen der Corona-Krise befassen. Sämtliche Punkte der Tagesordnung haben einen Bezug dazu. Zunächst gibt Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) eine Regierungserklärung zu Herausforderungen der Pandemie, aber auch der Klimakrise ab. 

In der Aktuellen Stunde geht es in drei Debatten um den wirtschaftlichen Neubeginn, die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten sowie den Umgang mit Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen. Anschließend wird Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) zu langfristigen Folgen der Pandemie auf ihren Bereich befragt.

Die Linken bringen einen Gesetzentwurf ein, der eine Beteiligung des Parlamentes an Entscheidungen der Regierung bei Pandemie-Maßnahmen zum Inhalt hat. Auch die Grünen als Koalitionspartner der CDU und SPD halten eine solche Beteiligung prinzipiell für erforderlich. Für die CDU ist ein Beteiligungsgesetz nach den Worten ihre Parlamentarischen Geschäftsführers Stephan Meyer derzeit kein "Diskussionsgegenstand".

Update, 10. Juni, 14.12 Uhr: Aktuelle Lage in Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es bis zum heutigen Mittwoch 207 bestätigte Corona-Fälle in Chemnitz, so viele wie am gestrigen Dienstag.

Update, 10. Juni, 13.20 Uhr: Mehrheit würde sich gegen Coronavirus impfen lassen

84 Prozent der Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen würden sich laut einer Umfrage des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe. Das teilte der Sender am Mittwoch in Leipzig unter Verweis auf eine eigene Umfrage mit.

Demnach würden 43 Prozent Wert auf eine möglichst frühzeitige Impfung legen, hieß es. 41 Prozent würden noch abwarten und erst dann eine Impfung in Angriff nehmen, wenn Langzeitstudien vorliegen. Etwa jeder siebte Befragungsteilnehmer (14 Prozent) habe angegeben, sich auch dann nicht impfen lassen zu wollen, sollte es einen Impfstoff geben. Noch liegt kein Impfstoff gegen das Coronavirus vor.

An der Befragung nahmen nach Angaben des Senders vom 5. bis zum 8. Juni 17.243 Menschen teil. 52 Prozent der Befragten kommen diesen Angaben zufolge aus Sachsen, 24 Prozent aus Sachsen-Anhalt und 24 Prozent aus Thüringen. Das entspricht laut MDR in etwa der Verteilung der Einwohner in den drei Bundesländern. Die Befragungen des Senders sind nicht repräsentativ.

84 Prozent der Menschen in Mitteldeutschland würden sich gegen Corona impfen lassen.
84 Prozent der Menschen in Mitteldeutschland würden sich gegen Corona impfen lassen.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 10. Juni, 7.50 Uhr: Weniger Einschränkungen und mehr Besucher in den Zoos

Mit den Lockerungen nach den coronabedingten Einschränkungen kehrt auch in den großen Zoos in Sachsen etwas mehr Normalität ein. Seit es keine Obergrenze mehr für die Anzahl der Besucher gibt und die Tierhäuser sowie Streichelgehege geöffnet haben, gehen die Ticketverkäufe und die Einnahmen wieder nach oben, wie die Zoos in Dresden und Leipzig mitteilten.

In Dresden wurden am ersten Wochenende seit den neuesten Lockerungen am 6. Juni bis zu 5000 Tickets täglich verkauft. Zuvor durften höchstens 1000 Besucher gleichzeitig in den Zoo. Ob man jedoch die Verluste nur ansatzweise wieder reinholen könne, sei fraglich, sagte eine Sprecherin. Genaue Zahlen über die Verluste wollte der Zoo Dresden nicht nennen.

In Leipzig werden die finanziellen Einbußen im Zuge der Corona-Krise bis Anfang Juni auf etwa sechs Millionen Euro beziffert. Alleine im Mai wurde nur etwa die Hälfte der eingeplanten Einnahmen erzielt. Das vergangenen Wochenende mit weitreichenden Lockerungen und gutem Wetter war aber wieder gut besucht, genaue Zahlen wollte der Zoo jedoch nicht nennen. Die Zahl der verkauften Jahrestickets hinkt nach wie vor um etwa ein Drittel hinter den Planungen zurück.

Im Chemnitzer Tierpark öffnen ab Donnerstag das Tropenhaus und der Streichelzoo wieder.

Update, 9. Juni, 16.11 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle in Chemnitz

Wie die Stadt soeben mitteilt, gibt es in Chemnitz bisher 207 bestätigte Corona-Fälle, so viele wie gestern. 

Update, 9. Juni, 15.56 Uhr: Sachsens AfD will Mundschutzpflicht abschaffen

Sachsens AfD will die Mundschutzpflicht in der Corona-Krise abschaffen. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag kündigte Partei- und Fraktionschef Jörg Urban am Dienstag für die Landtagssitzung am Mittwoch an. 

>>>Hier geht es zum ausführlichen Bericht.

Update, 9. Juni, 14.33 Uhr: Sachsen beschließt zusätzlichen Pflegebonus in Höhe von 500 Euro

Beschäftigte in der Altenpflege in Sachsen sollen wie angekündigt einen zusätzlichen Pflegebonus in Höhe von 500 Euro ausgezahlt bekommen. Das sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einem entsprechenden Beschluss des Kabinetts. 

Damit bekommen die rund 70.000 Pflegekräfte im Freistaat zu den 1000 Euro vom Bund bis zu 500 Euro vom Land hinzu. Die Kosten für den Landesanteil belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro. "Ich freue mich sehr, dass wir den Pflegern ein Dankeschön sagen können für ihre Arbeit in den vergangenen Monaten", sagte Köpping. Man habe mit dem schon länger angekündigten Beschluss gewartet, weil man zunächst das Konjunkturpaket des Bundes abwarten wollte, hieß es.

Insgesamt wurden bis zum Dienstag im Freistaat 5333 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet - das sind vier mehr als am Tag zuvor. In neun Landkreisen hat es keine Neuinfektionen gegeben. Rund 100 Patienten mit Covid-19 liegen derzeit in einem Krankenhaus, 26 auf der Intensivstation.

Beschäftigte in der Altenpflege in Sachsen sollen einen zusätzlichen Pflegebonus in Höhe von 500 Euro ausgezahlt bekommen.
Beschäftigte in der Altenpflege in Sachsen sollen einen zusätzlichen Pflegebonus in Höhe von 500 Euro ausgezahlt bekommen.  © 123RF/kzenon

Update, 9. Juni, 11.02 Uhr: Veranstaltungen abgesagt

Wie der VMS soeben mitteilt, fallen der Drahtseilbahnlauf und die Sternwanderung in Augustusburg in diesem Jahr coronabedingt aus. Geplant waren die Veranstaltungen für den 28. Juni 2020.

Update, 9. Juni, 10.58 Uhr: Berufsverband der Gymnasiallehrer fordert Investitionen in Bildung

Der Berufsverband der Gymnasiallehrer in Sachsen hat angesichts der Corona-Hilfsprogramme für die Wirtschaft auch Investitionen in die Bildung gefordert. "Es muss zusätzliches Geld in die Hand genommen werden, denn wir brauchen an Sachsens Schulen sowohl eine moderne digitale Infrastruktur als auch ausreichend personelle Ressourcen", erklärte Thomas Langer, Landesvorsitzender des Philologenverbands Sachsen am Dienstag in Dresden. So könnten Lehrer zum Beispiel nur dann entlastet werden, wenn die dringend benötigten Schulverwaltungsassistenten eingestellt werden.

Zugleich wiederholte Langer die Forderung seines Verbandes nach einer zügigen Umsetzung des Digitalpakts. An erster Stelle sei die Rechtssicherheit bei der Nutzung von digitalen Medien zu klären. Derzeit würden aus der Not heraus noch zahlreiche Tools und Plattformen genutzt, die den geltenden Regeln des Datenschutzes nicht genügen. Deshalb müsse die sächsische Lernplattform LernSax praktikabler und nutzerfreundlicher gestaltet werden.

Außerdem seien Klassensätze von Leih-Computern für alle Schüler, Dienstgeräte sowie dienstliche E-Mail-Adressen für die Lehrkräfte und personelle Unterstützung durch Systembetreuer für Schulcomputer, Server, schuleigene Lernplattformen und Homepages nötig.

Update, 9. Juni, 7 Uhr: Regierung informiert über Klausur zu Doppeletat und Konjunkturpaket

Die sächsische Regierung will am Dienstag (13.00) über Ergebnisse ihrer Klausur in Meerane informieren. Dabei ging es um Eckpunkte und weitere Hilfen in der Corona-Krise. Erstmals müssen in einen sächsischen Haushalt Wünsche von drei Koalitionspartnern berücksichtig werden. Das dürfte das gesamte Verfahren erschweren.

Nach Lage der Dinge muss das Kabinett überlegen, welche der ursprünglichen Vorhaben man sich noch leisten kann. Nach Ansicht von Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) geht es darum, den Menschen wieder Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln. Derzeit liegen Branchen wie die Gastronomie und Hotellerie noch am Boden. Auch freischaffende Künstler sehen sich in ihrer Existenz bedroht.

Wegen der Corona-Krise plant Sachsen erstmals seit 2006 wieder mit einer Neuverschuldung. Den Weg für ein Kreditaufnhame von bis zu sechs Milliarden Euro machte der Landtag im April frei.

Update, 9. Juni, 6.30 Uhr: Weiterhin hoher Bedarf an Blutspenden in Sachsen

In Sachsen herrscht nach wie vor ein erhöhter Bedarf an Blutspenden. Ab Mitte Mai habe sich die Nachfrage aus den Krankenhäusern nach Blutprodukten innerhalb weniger Tage um bis zu 30 Prozent erhöht, wie Kerstin Schweiger vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost auf Anfrage sagte. Kurz zuvor waren die ersten Lockerungen wegen der rückläufigen Corona-Neuinfektionen in Kraft getreten. 

Vermutlich liege die erhöhte Nachfrage daran, dass der Regelbetrieb wieder gestartet ist und zudem aufgeschobene Operationen nachgeholt werden, so Schweiger. Derzeit seien die Notfallvorräte noch ausreichend, aber ansonsten sei nur noch ein Vorlauf für ein bis zwei Tage vorhanden.

Update, 8. Juni, 17.57 Uhr: Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Sachsen weiter gering

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin nur leicht zu. Am Montag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik 5329 Fälle auf. Das waren zwei mehr als am Sonntag. Die Anzahl der Todesopfer stieg um eine Person auf 214. 

Geschätzt etwa 4990 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

Update, 8. Juni, 15.48 Uhr: Chemnitzer Stadtbad öffnet wieder

Ab Montag, dem 15. Juni 2020, wird das Chemnitzer Stadtbad wieder geöffnet. Die 50-Meter-Schwimmhalle steht dann wieder Gästen zur Verfügung. Allerdings wird es zunächst Sonderöffnungszeiten geben. Bis zum 30. August ist die Schwimmhalle zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag von 14.30 bis 21 Uhr, Mittwoch von 6 bis 13 Uhr und Sonntag von 9 bis 15 Uhr. Die Sauna bleibt bis zum 13. September 2020 geschlossen. 

"Ebenfalls ist geplant, dass die Schwimmhallen Sportforum, Gablenz und "Am Südring" (kein öffentlicher Badebetrieb) ab dem 15. Juni 2020 mit gesondertern Hygieneschutzkonzepten ausschließlich für den Vereinssport, Dienstsport usw. wieder bis zu den Sommerferien, einschließlich 17. Juli, zur Verfügung stehen", teilt die Stadt mit.

Ab dem 15. Juni ist das Stadtbad Chemnitz wieder offen.
Ab dem 15. Juni ist das Stadtbad Chemnitz wieder offen.  © Sven Gleisberg

Update, 8. Juni, 13.36 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadt soeben mitteilt, gibt es in Chemnitz heute 207 bestätigte Fälle, einen mehr als am Freitag.

Update, 8. Juni, 13.15 Uhr: Justizministerin Meier: Corona-App nur auf freiwilliger Basis

Die geplante Corona-App sollte nach Ansicht von Sachsens Justizministerin Katja Meier (Grüne) nur auf freiwilliger Basis eingesetzt werden dürfen. 

"Eine Verpflichtung der Bürgerinnen und Bürger, eine solche App zu installieren und ein entsprechend präpariertes mobiles Endgerät mit sich zu führen, darf es nicht geben", sagte sie der "Sächsischen Zeitung". Es reiche nicht aus, beim Umgang mit der App nur die hohen datenschutzrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Sie sorge sich, dass viele Geschäftsinhaber und Veranstalter die Installation der Corona-Warn-App zur Bedingung machen könnten, ihre Räume zu betreten und geschäftliche oder kulturelle Angebote zu nutzen.

"Sie wünschen sich eine solche Anwendung und knüpfen daran die Hoffnung, dass ihre Unternehmen so schneller zur Normalität zurückkehren können", erklärte Meier: "Um ihre Geschäfte nicht zu gefährden, liegt es nicht nur nahe, es wäre auch verständlich, dass Unternehmen genau die übersteigerte Fürsorglichkeit entwickeln, die der Staat aus gutem Grund gerade nicht walten lassen will." Viele Bürger könnten sich zur Installation der App gezwungen sehen, um weiter umfänglich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Laut Meier muss der Gesetzgeber daher Regelungen für die freiwillige Nutzung der App in allen Bereichen schaffen: "Es muss klar geregelt werden, dass niemand benachteiligt wird, der - aus welchen Motiven auch immer - nicht bereit ist, eine Tracing-App zu installieren."

Sachsens Justizministerin Katja Meier (Grüne).
Sachsens Justizministerin Katja Meier (Grüne).  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 8. Juni, 9.30 Uhr: 19. Corona-Todesfall im Vogtlandkreis

Im Vogtlandkreis gibt es einen weiteren Corona-Todesfall. Bei der verstorbenen Person handelt es sich laut Landkreis um eine 82-jährige Frau, die mit Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehörte.

Sie verstarb in einem Krankenhaus außerhalb des Vogtlandkreises. Damit gibt es nun 19 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19.

Update, 8. Juni, 7 Uhr: Findige Ideen: Sächsische Unternehmen trotzen Corona-Krise

Kurzarbeit und laut einer KfW-Umfrage rund 75 Milliarden Euro Umsatzeinbußen allein im März - den Mittelstand trifft der Corona-Ausbruch hart. Doch so manches Unternehmen nutzt die Krise auch für neue Ideen in Sachen Hygiene: So hat ein Museumsausstatter aus dem erzgebirgischen Scharfenstein eine selbst desinfizierende Besuchsbox entwickelt, die für Pflegeeinrichtungen oder auch komplett digitale Behördengänge geeignet ist. Andere Firmen setzen auf Hygieneschutzwände oder Desinfektionsmittelsäulen.

In Sachsen spielt der Mittelstand eine große Rolle: Knapp drei Viertel der Arbeitsplätze im Freistaat stellen Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern, erklärt die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW). 

Die Corona-Krise habe bis dato kerngesunde Unternehmen in ihrer Existenz getroffen, sagte Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner der Deutschen Presse-Agentur. Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft befürchtet im zweiten Halbjahr eine Insolvenzwelle.

Update, 8. Juni, 6.15 Uhr: Sachsens Regierung berät auf Klausur über weitere Corona-Hilfen

Sachsens Regierung will ab Montag (14.00 Uhr) auf einer zweitägigen Klausur in Meerane über Hilfen in der Corona-Krise beraten. Es gehe jetzt darum, Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln und die Eigenverantwortung der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) unlängst in Dresden bei einem Runden Tisch zu Auswirkungen der Pandemie gesagt. 

Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hatte am Freitag auf einer Demonstration der Veranstaltungsbranche in Dresden schon durchblicken lassen, dass es für Kultur und Tourismus ein 50 Euro Millionen Euro schweres Hilfspaket geben soll. Eigene Landesprogramme wollte Sachsen erst beschließen, wenn sich die Koalition in Berlin auf ein Konjunkturpaket verständigt hat, was am Mittwoch gehen ist.

Update, 7. Juni, 18.24 Uhr: Sächsische Regierung berät auf Klausur über weitere Corona-Hilfen

Sachsens Regierung will ab Montag auf einer zweitägigen Klausur in Meerane über Hilfen in der Corona-Krise beraten.

 Es gehe jetzt darum, Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln und die Eigenverantwortung der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) unlängst in Dresden bei einem Runden Tisch zu Auswirkungen der Pandemie gesagt. Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hatte am Freitag auf einer Demonstration der Veranstaltungsbranche in Dresden schon durchblicken lassen, dass es für Kultur und Tourismus ein 50 Euro Millionen Euro schweres Hilfspaket geben soll. 

Eigene Landesprogramme wollte Sachsen erst beschließen, wenn sich die Koalition in Berlin auf ein Konjunkturpaket verständigt hat, was am Mittwoch gehen ist.

Update, 7. Juni, 14.15 Uhr: Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Sachsen weiter gering

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin nur leicht zu. 

Am Sonntag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik 5327 Fälle auf. Das waren sieben mehr als am Samstag. Die Anzahl der Todesopfer blieb stabil bei 213. Geschätzt etwa 4990 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. 

Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

Update, 7. Juni, 12.40 Uhr: Chemnitzer Freibäder seit einer Woche geöffnet

Seit einer Woche ist die Chemnitzer Freibadsaison eröffnet - wegen der Corona-Krise mit etwa einem Monat Verspätung. Auch wenn das Badewetter derzeit nur Hartgesottene anlockt - es gibt immerhin Fortschritte bei den Freibad-Baustellen. >>>Hier lest Ihr mehr.

Update, 7. Juni, 12 Uhr: Corona-Kontrollen: Sind jetzt die Griller dran?

Die Lockdown-Hochphase ist vorüber, der Stadtordnungsdienst (SOD) führte bislang mehrere tausend Kontrollen durch. Derzeit ist die Lage ruhig. Noch. >>>Hier geht es zum ausführlichen Bericht.

Heiße Phase: Eine Corona-Kontrolle des Stadtordnungsdienstes (SOD) Ende März am Schloßteich. Dort könnte der SOD zukünftig wieder mehr zu tun bekommen.
Heiße Phase: Eine Corona-Kontrolle des Stadtordnungsdienstes (SOD) Ende März am Schloßteich. Dort könnte der SOD zukünftig wieder mehr zu tun bekommen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Update, 6. Juni, 15.45 Uhr: Sachsens Konjunkturprogramm soll Lücken bei Corona-Hilfe schließen

Sachsen will mit einem eigenen Konjunkturprogramm Lücken in den Corona-Hilfen des Bundes schließen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Samstag bei einer Diskussion mit Vertretern des Gastgewerbes in Plauen an. Noch wisse man nicht genau, welche Einnahmeausfälle die vom Bund geplanten Maßnahmen für Sachsen bedeuten und welche Kofinanzierung sie erfordern. Kretschmer hatte sich wiederholt kritisch zur Absenkung der Mehrwertsteuer geäußert. Er könne damit wenig anfangen, bekräftigte er seine Haltung am Samstag. Sachsens Regierung will Anfang kommender Woche auf einer Klausur in Meerane über das Konjunkturprogramm für den Freistaat sprechen.

"Wir haben in den vergangenen Monaten viel Solidarität, viel Zusammenhalt erlebt", sagte Kretschmer. Viele hätten in einen Abgrund geschaut und nicht gewusst, wie es weitergeht. Gastronomen und Hoteliers gehörten dazu. Im Konjunkturpaket des Bundes gebe es Komponenten, die genau richtig seien und jetzt gebraucht würden. Man wisse nicht, was in den nächsten Jahren passiere. Deutschland müsse handlungsfähig bleiben, wenn es in besondere Situationen gerate. Man müsse auch dann immer noch so viel «trockenes Pulver» haben, um reagieren zu können: "Deswegen, Maß halten."

Die Bundesregierung habe richtig erkannt, dass die Krise bis in das nächste Jahr reichen werde und dass es eine ganze Reihe von Unternehmen gebe, die das ohne Gegenmaßnahmen nicht überleben werden, sagte Kretschmer.

Update, 6. Juni, 15.10 Uhr: Weiter minimaler Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin leicht zu. Am Samstag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik mit 5320 Fällen nur einen Fall mehr auf als am Freitag. 

Die Anzahl der Todesopfer erhöhte sich um zwei auf 213. Geschätzt etwa 4970 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. 

Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

Update, 6. Juni, 8 Uhr: Neue Lockerungen für Pflegeheime, Familienfeiern und Busreisen

Besuche in Pflegeheimen, Schwimmhallen, Sauna, Familienfeiern oder Busreisen - in Sachsen kehrt in der Corona-Krise immer mehr Normalität zurück. 

Am Samstag tritt die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft, mit zahlreichen weiteren Lockerungen. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte betont, dass es keine Verbotsverordnung mehr sein soll. Vielmehr sollen immer mehr Dinge ermöglicht werden, die entsprechenden Hygiene-Auflagen vorausgesetzt. 

Verboten bleiben allerdings Jahrmärkte, Sportveranstaltungen mit Publikum, Disco-Besuch und Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern.

>>>Hier lest Ihr alle Infos dazu.

Update, 6. Juni, 7 Uhr: Verband: Blinde bei Corona-Verordnungen kaum berücksichtigt

Blinde und sehbehinderte Menschen sind bei den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus kaum berücksichtigt worden, kritisiert der Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen. 

"Wir sind zwar nicht die Masse der Gesellschaft, aber wir wurden schlicht vergessen", sagt der stellvertretende Vorsitzende Andreas Schneider in Meißen. So seien die Markierungen auf Böden und Absperrungen vor Geschäften und anderen Einrichtungen nicht zu erfassen.

Dem Verband gehören in Sachsen nach Angaben von Schneider derzeit etwa 1000 Mitglieder an. Doch noch weit mehr Menschen seien von Seheinschränkungen betroffen.

Update, 5. Juni, 14.30 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle in Chemnitz

Wie die Stadt mitteilt, gibt es in Chemnitz heute 206 bestätigte Fälle, zwei mehr als am Vortag.

Ein Kindergartenkind und eine Person mit Kontakten in ein Pflegeheim sind betroffen, entsprechende Quarantänemaßnahmen wurden vom Gesundheitsamt veranlasst.

Ein Kindergartenkind aus Chemnitz wurde positiv auf Corona getestet. (Symbolbild)
Ein Kindergartenkind aus Chemnitz wurde positiv auf Corona getestet. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 5. Juni, 8.33 Uhr: Tschechien öffnet Grenze ab Freitagmittag

Tschechien öffnet nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Die Entscheidung tritt bereits ab Freitagmittag um 12.00 Uhr in Kraft, wie das Kabinett am Freitagmorgen auf einer Sondersitzung in Prag beschloss. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. 

"Wir müssen zur Normalität zurückkehren", sagte Regierungschef Andrej Babis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Es sei gut, wenn Touristen aus diesen Ländern wieder Geld in Tschechien ausgäben.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte Tschechien Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp für Ausländer verhängt. Die Grenze zur Slowakei war bereits am Donnerstag geöffnet worden. Ab dem 15. Juni führt die Regierung in Prag für weitere Länder ein abgestuftes Ampel-Modell ein, das diese in Risikogruppen einteilt. Während Bürger aus "grünen" Ländern wie der Schweiz freie Fahrt bekommen, müssen Reisende aus Frankreich, Italien und Spanien bei der Einreise einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen.

In Tschechien gab es bis Freitag 9494 bestätigte Coronavirus-Infektionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. 326 Todesfälle wurden mit der Erkrankung in Verbindung gebracht.

Ab Freitagmittag sind die Grenzen nach Tschechien wieder offen.
Ab Freitagmittag sind die Grenzen nach Tschechien wieder offen.  © Václav Pancer/CTK/dpa

Update, 4. Juni, 16.50 Uhr: Tschechien öffnet Grenze für Deutsche schon früher

Tschechien öffnet seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn früher als geplant - voraussichtlich bereits ab Samstag. Das sagte Ministerpräsident Andrej Babis am Donnerstag der Agentur CTK am Rande eines Besuchs in der Nähe des Kurorts Marienbad (Marianske Lazne).

Wie es zu der überraschenden Grenzöffnung kam, lest Ihr >>> hier.

Ministerpräsident Andrej Babis will die tschechischen Grenzen noch eher öffnen.
Ministerpräsident Andrej Babis will die tschechischen Grenzen noch eher öffnen.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild, dpa/Ondøej Deml/CTK

Update, 4. Juni, 14.15 Uhr: Handwerk begrüßt milliardenschweres Konjunkturpaket

Sachsens Handwerk hat das milliardenschwere Konjunkturpaket der Bundesregierung begrüßt. Viele Maßnahmen sorgten dafür, dass bislang gesunde Unternehmen aus Handwerk und Mittelstand in der Corona-Krise nicht unverschuldet in eine Schieflage gerieten, sagte der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer am Donnerstag. Dabei nannte er vor allem die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer sowie die steuerrechtlich vorgezogene Verlustrechnung als wichtige Schritte. Ermer kritisierte allerdings, dass die Regierung es versäumt habe, die Liquidität der Unternehmen zu schonen - etwa durch Abschaffung der Vorfälligkeit der Sozialversicherung.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, sprach von einem «starken Signal». Die Größe des Paketes in Höhe von rund 130 Milliarden Euro sei der Situation, in die die ‎Wirtschaft angesichts der Corona-Pandemie geschlittert sei, angemessen. Den Kommunen komme vor allem zugute, dass der Bund einen Teil der weggebrochenen ‎Gewerbesteuereinnahmen kompensieren will. "Denn die Kommunen sind es auch, die vor Ort investieren‎."

Update, 4. Juni, 13.45 Uhr: Behindertenwerkstätten erhalten vier Millionen Euro Fördermittel

Die Behindertenwerkstätten in Sachsen bekommen Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) übergab dazu am Donnerstag in Leipzig einen entsprechenden Bescheid an den Kommunalen Sozialverband Sachsen. Er ist für die Umsetzung des Programms und die Bewilligung der Gelder an die Werkstätten und andere Leistungsanbieter zuständig. Mit den Fördermitteln soll es zumindest einen Ausgleich für das entgangene Arbeitsentgelt der 16 000 Beschäftigten geben.

Mit Beginn des Coronavirus-Ausbruchs wurde ein Betreuungsverbot für die betreffenden Werkstätten und Angebote anderer Leistungsanbieter erlassen. Mit der Schließung der Werkstätten konnten sie nicht mehr die zur Bezahlung erforderlichen Erträge erwirtschaften. Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld oder andere Leistungen für den Einkommensausfall können nach Angaben des Gesundheitsministeriums nicht geltend gemacht werden.

Über das neue Förderprogramm können die Werkstätten nun für alle Beschäftigten eine Zuwendung in Höhe von je 89 Euro erhalten - für jeden Monat, an dem das Betreuungsverbot gilt.

Update, 4. Juni, 12.40 Uhr: Rückkehr zum Normalbetrieb in der Stadtbibliothek

Am Montag kehren die Einrichtungen der Stadtbibliothek nach den coronabedingten Einschränkungen zum Normalbetrieb zurück.

Es stehen auch wieder Einzelarbeits- und Internetplätze zur Verfügung. 

Ab dem 13. Juni ist auch wieder samstags geöffnet.

Öffnungszeiten ab 8. Juni: 

Zentralbibliothek im TIETZ:

  • Montag: 9 bis 19 Uhr
  • Dienstag, Donnerstag, Freitag: 10 bis 19 Uhr
  • Mittwoch: 14 bis 18 Uhr
  • Samstag (ab 13. Juni): 10 bis 18 Uhr

Stadtteilbibliothek Vita-Center:

  • Montag: 10 bis 18 Uhr
  • Mittwoch: 14 bis 18 Uhr
  • Donnerstag: 10 bis 19 Uhr
  • Samstag (ab 13. Juni): 10 bis 14 Uhr

Stadtteilbibliothek Yorck-Gebiet:

  • Dienstag: 10 bis 18 Uhr
  • Donnerstag: 10 bis 16 Uhr
  • Freitag: 10 bis 18 Uhr

Stadtteilbibliothek Einsiedel: 

  • Dienstag: 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr 

Stadtteilblbliothek Wittgensdorf: 

  • Freitag: 10 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr 

Ausleihstelle in Röhrsdorf (Rathaus) Donnerstag: 

  • 12 bis 16.45 Uhr 

Ausleihstelle Klaffenbach (Gemeindeamt) Montag (1. und 3. im Monat): 

  • 17 bis 19 Uhr

Update, 4. Juni, 11.35 Uhr: Zulieferer zufrieden mit Konjunkturpaket

Sachsens Automobilzulieferer hoffen nach dem angekündigten Konjunkturpaket der Bundesregierung auf neuen Schwung für die Branche. "Wir sind positiv überrascht", sagte Dirk Vogel vom Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) am Donnerstag. Zwar sei die Kaufprämie für einen Neuwagen ausgeblieben, aber es gebe "deutliche Anreize" über die Senkung der Mehrwertsteuer. Das könnte die Nachfrage nach höherpreisigen Gütern wie Autos steigen lassen. "Gewissermaßen eine Förderung über die Hintertür", so Vogel.

Vor allem die Prämie für E-Fahrzeuge sei so hoch, dass nun auch eine gewerbliche Nutzung für viele interessant sei. Davon könnten die Autobauer und die Zulieferer in Sachsen beim Wandel zur E-Mobilität profitieren. Das Problem seien im Moment eher die langen Wartezeiten von bis zu einem Jahr - etwa beim in Zwickau hergestellten ID.3 von Volkswagen. Nun steige der Druck auf die Hersteller, dass die E-Fahrzeuge auf den Markt kommen, so Vogel.

Zuvor hatte sich Vogel bei "MDR Aktuell" überzeugt gezeigt, dass ein Großteil der Auto-Zulieferer die Krise überstehen werde: "Wir ‎bekommen hier einen Schub in die Transformation."

Das Konjunkturpaket der großen Koalition soll für die Jahre 2020 und 2021 einen Umfang von 130 Milliarden Euro haben. Unter anderem wird die Mehrwertsteuer vorübergehend von 19 auf 16, beziehungsweise von sieben auf fünf Prozent gesenkt, zudem wird die Kaufprämie für Elektroautos auf 6000 Euro verdoppelt.

Update, 4. Juni, 11 Uhr: Klepsch informiert sich über Lage der freien Szene - Hilfspaket

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hat auch der freien Theaterszene Unterstützung in der Corona-Krise zugesagt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in Kürze ein umfassendes Hilfspaket für die Bereiche Kultur und Tourismus auf den Weg bringen können", erklärte sie am Donnerstag bei einem Besuch im Privattheater des Schauspielers Tom Pauls in Pirna. Das Hilfspaket sei dringend notwendig, um bestehende Förderlücken zu schließen und Kultur und Tourismus flächendeckend zu erhalten. Das vorhandene Netz dürfe auf keinen Fall zerstört werden.

Seit 15. Mai dürfen Theater und Konzertsäle in Sachsen wieder Publikum empfangen. Sie müssen allerdings ein Hygienekonzept vorlegen. Tom Pauls will seine Bühne an diesem Freitag wieder öffnen. "Nach so langer Zeit, fragt man sich, ob man noch spielen kann und den Ansprüchen der Zuschauer genügen wird. Drei Monate - so lange habe ich in meiner gesamten Berufslaufbahn noch nie pausiert", sagte er.

Pauls hat wegen der Auflagen etwa die Hälfte der Stühle aus dem Saal entfernt. Vorerst wird jede Aufführung zweimal am Abend gespielt, um alle Kartenbesitzer berücksichtigen zu können. Mund-Nasen-Schutz ist im ganzen Haus Pflicht - bis der Platz eingenommen ist. Die Vorstellungen finden ohne Pause statt, einen Ausschank gibt es nicht. Die Gäste bekommen am Einlass einen Flyer zu den Hygieneregeln.

Update, 3. Juni, 15.32 Uhr: Sächsische Regierung beschließt weitere Lockerungen

Besuche in sächsischen Pflegeheimen sollen von diesem Samstag (6. Juni) an unter Auflagen wieder möglich sein. Das hat das Kabinett am Mittwoch beschlossen. Zudem sind dann Feiern bis zu 50 Personen wieder erlaubt, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) ankündigte. 

Auch die Kontaktbeschränkungen sollen gelockert werden, so dass sich künftig zehn Personen im öffentlichen Raum treffen können - unter Einhaltung der Abstandsregeln. Zudem dürfen Fachmessen und Regionalmessen wieder stattfinden - mit bis zu 1000 Personen. Große Publikumsmessen werden laut Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) vorerst aber nicht möglich sein.

Nach umfangreichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in den vergangenen Wochen setzt Sachsen damit seinen Öffnungskurs weiter fort. Die neue Corona-Schutzverordnung soll am Samstag (6. Juni) in Kraft treten.

Mehr zu den Lockerungen lest Ihr >>>hier.

Update, 3. Juni, 14.46 Uhr: Sachsen macht Busreisen wieder möglich

Sachsens Regierung ermöglicht ab diesem Samstag wieder Busreisen. Dabei soll eine Mund-Nasenbedeckung Pflicht sein, ähnlich wie im öffentlichen Nahverkehr, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch nach einem Kabinettsbeschluss. Auf Abstandsregeln soll allerdings verzichtet werden. Derzeit sei man auch mit anderen Bundesländern über eine einheitliche Regelungen im Gespräch. Die Regelung für Busreisen gehört zu einer Reihe von Lockerungen in der neuen Corona-Schutzverordnung für Sachsen, die am 6. Juni in Kraft tritt.

Am Vormittag hatten Reiseveranstalter und Busunternehmen in Dresden erneut mit einer Demonstration auf ihre Lage in der Corona-Krise aufmerksam gemacht und einen Rettungsschirm für ihre Branche gefordert.

In anderen Bundesländern sind Busreisen unter Einhaltung der Hygieneregeln bereits wieder erlaubt - etwa im Saarland oder in Nordrhein-Westfalen. In Hamburg dürfen bei Busreisen allerdings höchstens 50 Prozent der Plätze besetzt werden, zudem müssen Reisende eine Maske tragen. In Bayern startete der touristische Busverkehr bereits Ende Mai - allerdings sind Gruppenreisen bisher ausgenommen. In Rheinland-Pfalz sollen Busreisen ab 10. Juni wieder möglich sein.

Die Sächsische Regierung erlaubt ab Samstag wieder Busreisen.
Die Sächsische Regierung erlaubt ab Samstag wieder Busreisen.  © imago images/Ralph Peters

Update, 3. Juni, 11 Uhr: Deutsche Steher-Meisterschaften in Chemnitz abgesagt

Der Radsportverein Chemnitz wird die Deutschen Steher-Meisterschaften in diesem Jahr nicht ausrichten. Das berichtet die Freie Presse. Eigentlich war geplant, die nationalen Titelkämpfe am ersten September-Wochenende auf dem Zementoval im Chemnitzer Sportforum zu veranstalten. "Wir haben lange überlegt und uns die Entscheidung nicht einfach gemacht. Doch die derzeitige Situation zwingt uns zu diesem Schritt", sagte RSV-Präsident Thomas Lippold.

In Sachsen sind wegen der Coronavirus-Pandemie bis Ende August alle Großveranstaltungen verboten. "Was danach kommt, wissen wir nicht. Deshalb haben wir uns so festgelegt", erklärte Lippold. Mit der Entscheidung bestehe Planungssicherheit für Veranstalter und Athleten. Dem Verein würde durch die Absage kein finanzieller Verlust entstehen. Außerdem habe der RSV dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) mitgeteilt, die Deutschen Meisterschaften stattdessen im September 2021 ausrichten zu wollen.

Der Radsportverein Chemnitz wird die Deutschen Steher-Meisterschaften in diesem Jahr nicht ausrichten.
Der Radsportverein Chemnitz wird die Deutschen Steher-Meisterschaften in diesem Jahr nicht ausrichten.  © Kristin Schmidt

Update, 3. Juni, 10 Uhr: Corona-Krise lässt Zahl der Arbeitslosen in Sachsen weiter steigen

Die Corona-Krise treibt die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen weiter nach oben. Im Mai waren ‎135.300 ‎Menschen im Freistaat ohne Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Chemnitz mitteilte. Das waren ‎6100 Männer und Frauen mehr als im Vormonat, die Arbeitslosenquote stieg damit auf 6,4 Prozent. 

"Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den sächsischen Arbeitsmarkt auf das Jahr 2017 ‎zurückversetzt", so Agenturchef Klaus-Peter Hansen. Im Mai haben mehr als 2500 weitere Unternehmen Kurzarbeit angezeigt. Bereits in den vergangenen Monaten zeigten etwa vier von ‎zehn Betrieben in Sachsen Kurzarbeit an. ‎

Update, 3. Juni, 6.45 Uhr: Regierung will weitere Lockerungen beschließen

Sachsens Regierung will am Mittwoch weitere Lockerungen in der Corona-Krise verkünden. Zuvor beschließt das Kabinett eine neue Schutz-Verordnung. Details dazu waren bereits in der Vorwoche genannt worden. So sollen Besuche in Pflegeheimen generell erlaubt sein, wenn auch mit Auflagen. Veranstaltungen und Feiern mit bis zu 50 Personen sind gleichfalls wieder möglich. Das gilt auch für Busreisen. Hier dürfte eine Maskenpflicht gelten, aber keine gesonderte Abstandsregel. In Hotels sollen die Wellnessbereiche wieder öffnen können.

In Sachsen hatte es in den vergangenen Tagen kaum noch eine Zunahme von Corona-Infektionen gegeben. Es gehe jetzt darum, Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln und die Eigenverantwortung der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am vergangenen Donnerstag bei einem Runden Tisch mit Vertretern verschiedener Branchen gesagt. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) schloss eine zweite Welle von Corona-Infektionen für den Spätherbst nicht aus, sah Sachsen aber gut vorbereitet. Alles, was man bislang gemacht habe, lasse sich im Herbst gut anwenden.

Vor allem die geplanten Lockerungen für Pflegeheime dürften viele Menschen mit Erleichterung aufnehmen. Bilder von Besuchern, die ihre Angehörigen nur durch Plexiglasscheiben sehen oder ihnen nur aus der Ferne zuwinken konnten, wirkten in den vergangenen Wochen bedrückend. Der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen, deren Mitglieder zahlreiche Alten- und Pflegeheime betreuen, begrüßt die Aufhebung von Einschränkungen. Auf den Heimleitungen habe in den vergangenen Monaten ein enormer Druck gelastet, sagte Patrick Kaiser, Fachberater für Altenpflege im AWO-Landesverband auf Anfrage.

"Die Lage war auch für die Bewohner sehr belastend. Sie haben seelisch und körperlich darunter gelitten", sagte Kaiser. Betagte Menschen würden in solchen Situationen rasch abbauen. Sie hätten ja auch untereinander nicht wie gewohnt Kontakte pflegen können: "Die Heime mussten einen Spagat bewältigen. Auf der einen Seite ging und geht es um den Schutz der Bewohner, auf der anderen Seite um ihren Wunsch nach Begegnungen mit den Familien." Die Einrichtungen müssten nun individuell Hygienekonzepte erarbeiten, damit das Virus seinen Weg nicht in die Heime findet.

Update, 2. Juni, 21.11 Uhr: Kretschmer will an Mundschutz und Abstandsregeln vorerst festhalten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will trotz aller Lockerungen der Corona-Beschränkungen vorerst weiter am Mundschutz und Mindestabstand festhalten. Man werde diese Regeln mit der neuen Corona-Schutzverordnung am 6. Juni nicht ändern, betonte der Regierungschef am Dienstagabend bei einem Bürgergespräch in Grimma. 

"Es ist klar, dass dieser Mundschutz eine Belastung ist", sagte Kretschmer. Dennoch gebe ein Mund- und Nasenschutz etwas mehr Schutz beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. "Ich finde, wir sollten das noch eine gewisse Zeit ertragen." Wissenschaftliche Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Länder am besten durch die Krise gekommen seien, die auf Mundschutz und konsequente Nachverfolgung der Infektionen gesetzt hätten.

Seit zwei Tagen wurden den Behörden in Sachsen keine Corona-Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt liegt die Zahl der nachweislich Erkrankten in Sachsen damit bei 5304.

Zugleich stellte Kretschmer in Grimma beim ersten Bürgergespräch nach der coronabedingten Zwangspause mögliche weitere Lockerungen und eine weitere Rechtsverordnung für Ende Juni in Aussicht. Zudem betonte der Ministerpräsident, dass Sachsen nach den Sommerferien und mit dem neuen Schuljahr vom derzeitigen eingeschränkten Regelbetrieb Abstand nehmen will. "Wir wollen wieder Regelbetrieb."

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will an Mundschutz und Abstandsregeln vorerst weiter festhalten.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will an Mundschutz und Abstandsregeln vorerst weiter festhalten.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. Juni, 18.41 Uhr: Sächsische Regierung will über weitere Lockerungen beschließen

Die sächsische Regierung will am Mittwoch (14.00 Uhr) weitere Lockerungen in der Corona-Krise verkünden. Zuvor beschließt das Kabinett eine neue Schutz-Verordnung. Details dazu waren bereits in der Vorwoche genannt worden. So sollen Besuche in Pflegeheimen generell erlaubt sein, wenn auch mit Auflagen. Veranstaltungen und Feiern mit bis zu 50 Personen sind gleichfalls wieder möglich. Das gilt auch für Busreisen. Hier dürfte eine Maskenpflicht gelten, aber keine gesonderte Abstandsregel. In Hotels sollen die Wellnessbereiche wieder öffnen können. 

In Sachsen hatte es in den vergangenen Tagen kaum noch eine Zunahme von Corona-Infektionen gegeben.

Update, 2. Juni, 16.09 Uhr: Seit zwei Tagen keine Corona-Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen hat es am zweiten Tag in Folge keine neuen nachgewiesenen Corona-Infektionen gegeben. Wie bereits Pfingstmontag lag die Zahl der nachweislich Erkrankten in Sachsen am Dienstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei 5304. Auch die Zahl der Todesopfer blieb bei 210. 

Schon an den beiden Tagen zuvor war kaum noch eine Zunahme der Infektionen mit dem Virus Sars Cov-2 registriert worden. Nach Schätzungen sind etwa 4900 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, inzwischen wieder genesen. 

Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt bei vier Prozent.

Update, 2. Juni, 14.19 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle in Chemnitz

Wie die Stadt mitteilt, gibt es in Chemnitz weiterhin 204 bestätigte Fälle. Zwei Personen werden stationär behandelt.

Update, 2. Juni, 10.55 Uhr: Henry van de Velde Museum öffnet wieder, Burg Rabenstein bleibt geschlossen

Wie die Kunstsammlungen Chemnitz mitteilen, öffnet das Henry van de Velde Museum wieder ab dem 4. Juni 2020. 

Alle Besucher müssen eine Mund-Nasen-Abdeckung tragen und sollen im Krankheitsfall ihren Besuch verschieben. Es wird einen vorgegebenen Besucherrundgang geben, die Anzahl der Personen in den Ausstellungsräumen wird begrenzt.

Die Burg Rabenstein bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Das Henry van de Velde Museum öffnet wieder ab dem 4. Juni 2020.
Das Henry van de Velde Museum öffnet wieder ab dem 4. Juni 2020.  © Uwe Meinhold

Update, 2. Juni, 8.30 Uhr: Pro Chemnitz ruft zum Spaziergang auf

Die Bürgerbewegung Pro Chemnitz rief am Montag in Chemnitz auf dem Markt erneut zu einem Spaziergang für Bürgerrechte, Freiheit und gegen Corona-Beschränkungen auf. Am Markt waren etwa 160 Spaziergänger unterwegs. 

Am Marktausgang wachen Polizisten.
Am Marktausgang wachen Polizisten.  © Harry Härtel

Update, 2. Juni, 7.05 Uhr: Weniger Lehrverträge im sächsischen Handwerk besiegelt

Für das im Herbst beginnende neue Lehrjahr in Sachsens Handwerk sind bis Ende Mai weniger Ausbildungen besiegelt als im Vorjahr. Bei den Kammern stehen nach Angaben des Sächsischen Handwerkstages 1657 unterschriebene Verträge zu Buche. Das sind 250 oder 13,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Befund überrascht den Dachverband angesichts der Auswirkungen durch die Corona-Krise nicht. 

"Damit war in diesen Zeiten eigentlich von vornherein zu rechnen", sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Hoffnung mache, dass in den letzten Tagen des Monats wieder mehr Lehrverträge abgeschlossen werden.

Update, 2. Juni, 7 Uhr: Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen ab 15. Juni

Tschechien öffnet seine Grenze ab dem 15. Juni wieder für Touristen aus Deutschland. Das beschloss das Kabinett am Montag in Prag, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech bekanntgab. Der EU-Mitgliedstaat hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie einen weitgehenden Einreisestopp verhängt.

Grundlage ist nun ein neues Ampel-Modell, das Länder nach Risikogruppen einteilt. Grünes Licht bekommen neben Deutschland und allen anderen Nachbarstaaten Tschechiens unter anderem auch die Schweiz und Kroatien. Damit entfallen auch die bisherigen Einschränkungen für grenzüberschreitende Berufspendler.

Ausländer aus rot und orange gekennzeichneten Ländern müssen bei der Einreise nach Tschechien einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen. Dazu zählen unter anderem Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden.

Deutsche stellen traditionell die größte Gruppe unter den ausländischen Besuchern Tschechiens. Im vorigen Jahr wurden mehr als zwei Millionen Übernachtungsgäste aus der Bundesrepublik gezählt. Beliebt ist vor allem Prag mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten wie der Karlsbrücke.

Um den Tourismus wieder anzukurbeln, hat die Stadt an der Moldau nun ein Gutscheinmodell beschlossen: Wer mindestens zwei Nächte in einem Hotel bleibt, erhält Punkte, die unter anderem in den städtischen Museen, dem zoologischen und dem botanischen Garten eingelöst werden können.

In Tschechien waren bis Montag 9286 bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. 321 Menschen starben.

Update, 1. Juni, 15.48 Uhr: Erstmals keine Corona-Neuinfektionen in Sachsen gemeldet

Erstmals seit knapp drei Monaten sind den Behörden in Sachsen keine neuen Corona-Infektionen mehr gemeldet worden. Am Pfingstmontag lag die Zahl der nachgewiesenen Infektionen wie schon am Sonntag bei 5304, teilte das Gesundheitsministerium mit. 

>>>Hier geht es zum ausführlichen Artikel.

Erstmals gab es in Sachsen keine Corona-Neuinfektion (Symbolbild).
Erstmals gab es in Sachsen keine Corona-Neuinfektion (Symbolbild).  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 1. Juni, 13 Uhr: Keine Krankschreibungen per Telefon mehr

Wer erkältet ist und sich krankschreiben lassen will, muss ab heute wieder zum Arzt gehen. Bis zum 31. Mai galt die Sonderregelung für telefonische Krankschreibungen wegen der Corona-Krise. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht in den Praxen nicht mehr, da mittlerweile viele spezielle Hygienekonzepte haben.

Update, 1. Juni, 11 Uhr: Befragung belegt Zusammenhang von Corona und Verlust des Geruchssinns

Eine international angelegte Befragung belegt, dass eine Coronainfektion mit dem Verlust des Geruchssinns einhergehen kann. Das Virus greife offenbar Zellen des Riechepithels an und sorge für einen Ausfall der Rezeptoren, teilte das an der Analys beteiligte Universitätsklinikum Dresden am Pfingstmontag mit. Da sich die Zellen regelmäßig erneuern, klinge die Geruchsstörung bei vielen Betroffenen auch wieder ab. Das Phänomen gehe - anders als etwa bei einem grippalen Infekt - nicht mit einer verstopften Nase einher.

Die Ergebnisse resultieren aus einer Onlinebefragung und basieren auf Beiträgen von gut 4000 Patienten mit Covid-19-Diagnose aus mehr als 40 Ländern, wie es hieß. Die Analyse wurde bisher nur in einer sogenannten Preprint-Version veröffentlicht, sie wurde noch nicht von unabhängigen Gutachtern beurteilt und in einer Fachzeitschhrift veröffentlicht.

Viele der Angaben stammen aus den USA, Frankreich und Italien. "Wir erleben aber auch in Deutschland immer mehr ehemalige Corona-Patienten, die nach der Erkrankung über eine eingeschränkte Riechfähigkeit klagen", erklärte Thomas Hummel. Der Professor leitet das interdisziplinäre Zentrum "Riechen und Schmecken" an der HNO- Klinik des Dresdner Uniklinikums. Eine plötzlich aufgetretene Riechstörung könne ein Hinweis auf eine mögliche Corona-Infektion sein.

Dass viele Patienten parallel dazu vermeintlich auch über Veränderungen bei der Geschmackswahrnehmung berichten, könnte laut Hummel ein Interpretationsfehler sein. Die meisten könnten bisherigen Erkenntnissen zufolge die vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter und salzig weiter einigermaßen zuverlässig unterscheiden. "Was sie vermissen, sind die Aromen der Lebensmittel. Um diese zu erkennen, brauche es das Zusammenspiel mit dem Geruchssinn."

Update, 1. Juni, 7.50 Uhr: Soziale Arbeit - Einzelne Leistungen coronabedingt nicht finanziert

Zu Beginn der Corona-Krise befürchteten soziale Träger harte Einschnitte für die Schwächsten der Gesellschaft. Bislang sind jedoch nur vereinzelte Sozialleistungen betroffen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei verschiedenen Trägern in Sachsen ergab. So ist zum Beispiel ein Tagestreff für wohnungslose Menschen in Zwickau in Schieflage geraten, weil die Stadt Zwickau eine Haushaltssperre verhängt hat. Coronabedingt ist der viertgrößten Stadt Sachsens rund ein Drittel der Gewerbesteuereinnahmen weggebrochen.

Von einer flächendeckenden Unterfinanzierung der sozialen Arbeit durch Corona kann derzeit aber nicht die Rede sein. "Uns sind bisher nur Einzelfälle bekannt", sagte etwa Thomas Neumann, Sprecher des Landesverbands der Parität, gegenüber dpa. Doch mit Blick auf die vielerorts ohnehin schon klammen Haushalte befürchten die befragten Träger zukünftig einen Sparkurs. Laut aktueller Steuerschätzung könnten Sachsens Kommunen coronabedingt bis 2024 mehr als eine Milliarde Euro fehlen. 

Update, 31. Mai, 14.50 Uhr: Weiter nur geringer Anstieg bei Corona-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Sachsen hat seit Samstag kaum zugenommen. Die vom Gesundheitsministerium in Dresden am Sonntag veröffentlichte Übersicht verzeichnete fünf neue Fälle binnen 24 Stunden

Seit Beginn der Pandemie haben sich danach insgesamt 5304 Menschen im Freistaat nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert, die Zahl der Todesopfer liegt unverändert bei 210. 

Der Anteil der Gestorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt weiter vier Prozent. Geschätzt wird, dass nun 4860 Betroffene wieder genesen sind, zehn mehr als am Vortag.

Update, 30. Mai, 14.55 Uhr: Anstieg bei Corona-Infektionen in Sachsen weiter gering

Die Zahl der laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Sachsen nimmt trotz Lockerungen weiter nur leicht zu. Die vom Gesundheitsministerium in Dresden am Samstag veröffentlichte Übersicht verzeichnete zehn neue Fälle binnen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie haben sich danach insgesamt 5299 Menschen im Freistaat nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert, die Zahl der Todesopfer liegt unverändert bei 210. 

Der Anteil der Gestorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt weiter vier Prozent. Geschätzt wird, dass nun 4850 Betroffene wieder genesen sind, 30 mehr als am Vortag.

Update, 30. Mai, 11.28 Uhr: Chemnitzer Infektiologe warnt vor Corona-Antikörpertest

Das Chemnitzer Gesundheits- und Therapiezentrum Admedia bietet nun die Möglichkeit, sich auf Corona-Antikörper zu testen. Damit werden Menschen identifiziert, welche die Infektion bereits durchlaufen haben.

Der Test kann unabhängig vom Hausarzt und ohne vorherige Anmeldung beim Gesundheitsamt gemacht werden. Nach einer Blutabnahme flattert nach etwa drei Werktagen das Ergebnis in den Briefkasten. 

Warum der Chemnitzer Infektiologe Dr. Thomas Grünewald vor dem Antikörpertest warnt, lest Ihr >>hier.

Der Chemnitzer Infektiologe Dr. Thomas Grünewald warnt vor dem Corona-Antikörpertest.
Der Chemnitzer Infektiologe Dr. Thomas Grünewald warnt vor dem Corona-Antikörpertest.  © PR

Update, 30. Mai, 8.07 Uhr: Stadt stellt Corona-Bußgelder im Wert von insgesamt 73.000 Euro aus

Chemnitz hat bis gestern insgesamt 651 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung erfasst. Das teilt die Stadt auf Anfrage von TAG24 mit. 453 Bußgeldbescheide wurden bisher erlassen. 

Insgesamt stellte die Stadt Bußgelder im Wert von insgesamt rund 73.000 Euro aus! 

"Die meisten Verfahren wurden im Zusammenhang mit den Versammlungen/Demonstrationen am 20. und 24. April sowie am 8. Mai 2020 registriert", so ein Stadtsprecher. 

Die Stadt Chemnitz verzeichnet insgesamt 651 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung (Archivbild).
Die Stadt Chemnitz verzeichnet insgesamt 651 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung (Archivbild).  © Jan Härtel haertelpress

Update, 29. Mai, 18.11 Uhr: GEW Sachsen will Corona-Tests auch für Erzieher

Die GEW Sachsen fordert mit dem Übergang zum eingeschränkten Regelbetrieb in Kitas analog der Lehrer auch vom Freistaat finanzierte Corona-Tests für Erzieher. Eine Übereinkunft dazu in der Staatsregierung steht nach Angaben der Bildungsgewerkschaft vom Freitag jedoch aus. Angesichts der geplanten weiteren Lockerungen für Kitas und Horte müssten spätestens jetzt aber auch Testmöglichkeiten für pädagogische Fachkräfte geschaffen werden.

"Was bei allen Berufen, in denen Beschäftigte eng mit anderen Menschen zusammenarbeiten, selbstverständlich und richtig ist, wird ausgerechnet bei denjenigen, die sich weder durch Schutzkleidung noch mit Hilfe von Abstandsregeln schützen können, außer Acht gelassen", kritisierte Landesvorsitzende Uschi Kruse.

Es dürfe keine Frage des Geldes sein, ob Erzieher Zugang zu Covid-19-Tests erhalten. Wenn das Land so eine Verfügung treffe, müsse es die Träger entsprechend finanziell ausstatten.

Update, 29. Mai, 15.17 Uhr: 78 Prozent der Kita-Kinder wieder in Betreuung

Der Anteil der regelmäßig betreuten Kinder in Sachsens Kindertagesstätten ist in der letzten Maiwoche auf 78 Prozent gestiegen. Der eingeschränkte Regelbetrieb sei schrittweise angelaufen, wie der Sächsische Städte- und Gemeindetag in Dresden unter Bezug auf von ihm erhobene Daten am Freitag mitteilte. In der Woche vom 18. Mai waren demnach 68 Prozent der sonst regelmäßig betreuten Kinder wieder in Kinderkrippe oder -garten. Die Einrichtungen könnten sich so gut auf die coronabedingten Besonderheiten der Betreuung einstellen, hieß es.

Der SSG verlangt aber eine fortlaufende Prüfung und Anpassung der Vorgaben an das "erfreulich niedrige" Infektionsgeschehen und die für den 6. Juni angekündigten weiteren Lockerungen. Nur so könne die bisher hohe Akzeptanz für Einschränkungen und Pflichten aufrechterhalten werden, sagte Geschäftsführer Mischa Woitscheck.

Update, 29. Mai, 13.15 Uhr: Theater setzt Fensterkonzerte fort

Seit Ende April haben Mitglieder des Opernensembles und der Robert-Schumann-Philharmonie bereits über 50 Mal Kultur, Freude und Abwechslung in Chemnitzer Senioren- und Pflegeinrichtungen gebracht, bei den sogenannten Fensterkonzerten. Die Nachfrage ist so groß, dass die Reihe bis Ende Juni fortgesetzt wird.

Am Pfingstmontag wird es auch wieder ein Konzert dieser Art geben: Pianist Dan Ratiu und Violonist Ovidiu Simboin überbringen gemeinsam mit Vertretern der Stadt Chemnitz zwei Geburtstagskindern, die am 1. Juni ihren 100. Geburtstag feiern, ein musikalisches Geschenk.

"Auch aus der nahen Ferne von Straße zu Fenster möchte das Musiktheater der Theater Chemnitz für die Stadt Chemnitz ein Zeichen setzen. Gemeinsam zuhause, doch nicht getrennt , “ so Patrick Wurzel, Opernbetriebsdirektor und Initiator der Fensterkonzerte.

Update, 29. Mai, 9.52 Uhr: Erstes Open-Air-Konzert nach Corona-Pause in Chemnitz

Nach einer langen Veranstaltungspause aufgrund der Corona-Pandemie gab es gestern am Wasserschloss Klaffenbach erstmals wieder ein Konzert. Sänger Felix Meyer (44) spielte auf dem Schlosshof vor etwa 140 Zuschauern - natürlich mit Abstand.

Am Donnerstag fand am Wasserschloss Klaffenbach erstmals wieder ein Konzert statt.
Am Donnerstag fand am Wasserschloss Klaffenbach erstmals wieder ein Konzert statt.  © PR/C3-Chemnitz

Update, 29. Mai, 6.37 Uhr: Von Shopping kann derzeit keine Rede sein: Chemnitzer Händler leiden unter Corona

Die Situation des Einzelhandels in Chemnitz ist prekär. Der Kundenverkehr brach laut Handelsverband Sachsen um bis zu 50 Prozent ein, Umsätze wachsen nur schleppend. Zwar kehren langsam die verunsicherten Kunden in Einkaufszentren und Geschäfte zurück. Statt eines ausgedehnten Erlebnis-Shoppings aber werden eher schnelle Nachhol- oder Bedarfskäufe getätigt. Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Center-Manager Jörg Knöfel (52) vermisst vor allem abends Laufkundschaft für die Galerie Roter Turm. Touristen und Kultur-Gänger würden fehlen.
Center-Manager Jörg Knöfel (52) vermisst vor allem abends Laufkundschaft für die Galerie Roter Turm. Touristen und Kultur-Gänger würden fehlen.  © Uwe Meinhold

Update, 28. Mai, 17.08 Uhr: Soziokultur durch Corona in Bedrängnis

Sachsens soziokulturelle Zentren stehen auch elf Wochen nach Beginn der Corona-Krise ohne finanzielle Unterstützung da. "Stand heute gibt es kein einziges Hilfsprogramm", sagte Mario Zenner vom Alten Gasometer Zwickau am Donnerstag. Freie Kulturvereine seien von allen bisherigen Maßnahmen ausgenommen.

Für das Zwickauer Gasometer bedeutet das laut Zenner ein Minus von rund 80.000 Euro. Hinzukämen rund 100.000 Euro durch die Haushaltssperre der Stadt Zwickau. Das entspreche insgesamt 15 Prozent des Jahresetats.

Dennoch wolle man für die Kultur der Region ein Zeichen setzen und ab kommender Woche im kleinen Rahmen mit maximal 80 Gästen Konzerte, Kabarett oder Kino anbieten. Laut dem sächsischem Landesverband Soziokultur belaufen sich die Einnahmeverluste der Branche seit Mitte März auf monatlich eine Million Euro.

Update, 28. Mai, 14.50 Uhr: Entwicklungshilfe: Sachsen hilft bei Vorhaben zur Pandemiebekämpfung

Sachsen will Projekte zur Eindämmung der Corona- Pandemie etwa in afrikanischen Ländern mit 200.000 Euro unterstützen. "Covid 19 ist ein globales Problem. Sachsens Möglichkeiten sind begrenzt, in kleinem Rahmen können wir aber etwas tun", erklärte Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU) am Donnerstag in Dresden. Die Unterstützung solle Menschen in den ärmsten Ländern der Welt zugutekommen, die besonders hart von der Pandemie betroffen sind.

Schenk erinnerte an die weltweit steigenden Infektionszahlen. Allein am vergangenen Wochenende seien 160.000 neue Infektionen registriert worden. Das sei nur das, was offiziell feststehe. Die Weltgesundheitsorganisation rechne allein für Afrika in den kommenden Monaten mit 44 Millionen Infektionsfällen. Da es in vielen Ländern Defizite in der Gesundheitsfürsorge und kaum intensivmedizinische Krankenhausplätze gebe, seien Maßnahmen zur Eindämmung und Prävention dort besonders wichtig.

Dorothea Trappe, Chefin des Entwicklungspolitischen Netzwerkes in Sachsen, nannte konkrete Projekte. So sollen in Burkina Faso Atemschutzmasken genäht und verkauft werden. In Tansania gehe es etwa um die Anschaffung von Beatmungsgeräten: "Wir müssen jetzt schnell und unkompliziert helfen, denn die ganzen Ausmaße der Pandemie sind im Globalen Süden bislang noch nicht absehbar."

Sachsen unterstützt seit 2017 entwicklungspolitische Projekte und Initiativen. Für 2020 waren bisher 700.000 Euro eingeplant. Diese Summe wird nun auf 900.000 Euro erhöht.

Update, 28. Mai, 14.10 Uhr: Sportstätten und Hallenbäder in Sachsen dürfen ab 6. Juni öffnen

Alle Sportstätten und Hallenbäder in Sachsen dürfen ab 6. Juni mit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutz-Verordnung wieder öffnen. Allerdings müssen Hygienekonzepte erstellt und befolgt werden. Publikum ist weiterhin nicht zugelassen. 

Mindestabstände sind hingegen nicht mehr erforderlich. Das teilte Sportminister Roland Wöller (49, CDU) am Donnerstag mit. Hallenbäder brauchen ein von den Kommunen genehmigtes Hygienekonzept. Die Fachverbände müssten sportartspezfische Hygienekonzepte erstellen. Damit gebe es mehr Eigenverantwortung für Sportler und Vereine, so Wöller.

Update, 28. Mai, 12.40 Uhr: Klinikum Chemnitz hebt striktes Besuchsverbot auf

Wie das Klinikum Chemnitz mitteilt, wird das strikte Besuchsverbot aufgehoben. Ab Freitag, 29. Mai, können Patienten wieder besucht werden - unter folgenden Bedingungen:

  • ein Patient kann pro Tag einen gesunden Besucher empfangen
  • Personen mit Symptomen einer Atemwegsinfektion (zum Beispiel grippaler Infekt oder Schnupfen) dürfen Patienten grundsätzlich nicht besuchen
  • Besuche sind zu folgenden Zeiten möglich: montags bis freitags zwischen 16 und 18 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen zwischen 14 und 16 Uhr
  • stationäre Bereiche dürfen nur mit Mund-Nasen-Bedeckung und nach Desinfektion der Hände betreten werden
  • in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und der Klinik für Kinderchirurgie können ausschließlich Eltern oder sonstige Sorgeberechtigte ihre Kinder unter Beachtung der Mittagsruhe von 12 bis 14 Uhr weiterhin jederzeit besuchen

Außerdem verweist das Klinikum auch weiterhin auf die Nutzung alternativer Kontaktmöglichkeiten wie Telefon oder Internet.

Was bisher geschah, lest Ihr >>> hier in unserem Live-Ticker "Coronavirus in Chemnitz".

Titelfoto: Moritz Frankenberg/dpa

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