Coronavirus in Chemnitz: Weiterer Todesfall im Erzgebirge

Das Coronavirus in Chemnitz: Mittlerweile steigen die Neuinfektionen Chemnitz und Umgebung sprunghaft an. Vor allem der Ergebirgskreis ist von steigenden Corona-Zahlen betroffen.

Wir halten Euch >>> hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz auf dem Laufenden. 

Update, 15. Oktober, 17.58 Uhr: Weitere Corona-Fälle an Bildungseinrichtungen

Im Erzgebirgskreis gibt es weitere Corona-Fälle in Bildungseinrichtungen. Folgende Schulen und Kitas sind betroffen:

  • Grundschule An der Riesenburg in Annaberg-Buchholz: An der Grundschule wurde ein Schüler positiv getestet. Die Kontaktpersonen werden ermittelt und unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind 13 Schüler und zwei Lehrer.
  • Kindertagesstätte "Pöhlbergzwerge" in Annaberg-Buchholz: An der Kita wurde ein Erzieher positiv getestet. 26 Kinder und vier Erzieher wurden unter Quarantäne gestellt.
  • Oberschule Ehrenfriedersdorf: An der Oberschule wurden zwei Lehrer positiv getestet. Insgesamt fünf Klassen müssen nun in Quarantäne.
  • Christlicher Kindergarten Pusteblume in Gornau OT Witzschdorf: Auch in dieser Kita wurde ein Erzieher positiv getestet. Die Kontaktpersonen wurden unter Quarantäne gestellt.
  • Internationale Oberschule Niederwürschnitz: An der Oberschule wurde ein Lehrer positiv getestet. Die direkten Kontaktpersonen sind in Quarantäne. 
  • Kindertagesstätte Crottendorf: An der Crottendorfer Kita wurde ein Erzieher positiv getestet. Auch hier sind die direkten Kontaktpersonen in Quarantäne.

Update, 15. Oktober, 17.10 Uhr: Weiterer Todesfall im Erzgebirge

Der Erzgebirgskreis vermeldet einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um eine über 80-jährige Person. Insgesamt erhöht sich die Zahl der Todesfälle in der Region auf 54. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie beträgt inzwischen 1287 Personen.

Im Erzgebirge ist eine weitere Person mit Corona verstorben (Symbolbild).
Im Erzgebirge ist eine weitere Person mit Corona verstorben (Symbolbild).  © Fotomontage: 123rf/Kateryna Kon/Katarzyna Białasiewicz

Update, 15. Oktober, 16.15 Uhr: Deutlicher Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen ist die Zahl der Corona-Infektionen deutlich gestiegen. Laut einer aktuellen Statistik des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag wurden binnen eines Tagen 369 neue laborbestätigte Fälle registriert. 

Zudem gab es vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Am stärksten schnellten die Neuinfektionen im Erzgebirge mit 114 nach oben, das derzeit als Risikogebiet gilt. Auch in Dresden gab es binnen eines Tages 91 Neuinfektionen.

Den Angaben zufolge sind seit Beginn der Pandemie Anfang März mittlerweile landesweit 9274 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Rund 7120 Infizierte sind nach Schätzungen wieder genesen. Der sogenannte Inzidenzwert - also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner - liegt für ganz Sachsen derzeit bei 29. Ab 50 Neuinfektionen gilt eine Region als Risikogebiet.

Update, 15. Oktober, 14 Uhr: Weitere Corona-Fälle in Chemnitz

In Chemnitz gibt es 18 neue Corona-Fälle, 24 Personen liegen aktuell auf der Intensivstation! Damit verzeichnet Chemnitz seit Anfang der Corona-Pandemie insgesamt 452 Fälle.

Besonders dramatisch: Von den Neuinfektionen betroffen sind auch zwei Bewohner und eine Mitarbeiterin des Altenpflegeheims "Am Kirschhof". Auch eine Mitarbeiterin des Altenheims "Pro Seniore" wurde positiv getestet. 

Zudem ist die Kita der Volkssolidarität in der Max-Türpe-Straße ist aufgrund eines Falls komplett in Quarantäne und damit geschlossen.

Update, 15. Oktober, 13.12 Uhr: Sachsen hebt Beherbergungsverbot in Corona-Pandemie auf

Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten auf. 

Das kündigte die Regierung am Donnerstag nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten. >>>Hier geht es zum ausführlichen Artikel.

Update, 15. Oktober, 12.55 Uhr: Corona-Krise drückt Bruttoverdienste

Die Corona-Pandemie und damit einhergehende Regelungen haben die Bruttoverdienste bei Vollzeitjobs in Sachsen in den meisten Branchen erwartungsgemäß sinken lassen. 

Am Donnerstag legte das Statistische Landesamt Zahlen für das zweite Quartel vor: Im Gastgewerbe gingen die Verdienste im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als ein Drittel zurück, im Autobau um ein Fünftel, in der Industrie insgesamt um sieben Prozent.

Einen Anstieg gab es im Sozialwesen und bei Finanzdienstleistungen. Den höchsten monatlichen Bruttoverdienst erzielten Vollzeitbeschäftigte bei Banken und Versicherungen mit durchschnittlich 4639 Euro, den geringsten Beschäftigte im Gastgewerbe mit 1412 Euro brutto.

Update, 15. Oktober, 12.25 Uhr: Keine Zuschauer bei FSV-Heimspiel, Aue lässt 500 Fans ins Stadion

Bittere Nachrichten für die Fans des FSV Zwickau! Weil es im Landkreis zu viele Corona-Infektionen gibt, wird das Heimspiel am kommenden Samstag gegen den KFC Uerdingen 05 als "Geisterspiel" durchgeführt. Mehr dazu lest Ihr >>hier.

Beim FC Erzgebirge Aue hingegen sind am Sonntag 500 Zuschauer zugelassen. Zutritt erhalten Dauerkartenbesitzer von sechs verschiedenen Zuschauerblöcken. Mehr dazu >>hier.

Am Samstag spielt der FSV Zwickau gegen den KFC Uerdingen 05. Dieses Match wird ohne Zuschauer stattfinden.
Am Samstag spielt der FSV Zwickau gegen den KFC Uerdingen 05. Dieses Match wird ohne Zuschauer stattfinden.  © picture point/Sven Sonntag

Update, 14. Oktober, 21.17 Uhr: Kretschmer für Lockerung des Beherbergungsverbotes

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich für eine Lockerung des Beherbergungsverbotes in der Corona-Krise ausgesprochen. "Es gibt eine ganze Reihe von Kollegen, die das in der jetzigen Form für nicht angemessen halten. Ich gehöre dazu", sagte er am Mittwoch in Dresden. Das Beherbergungsverbot, dass für Menschen aus Regionen mit erhöhten Infektionszahlen in Sachsen schon seit Juni gelte, sei nicht verhältnismäßig.

Kretschmer sagte, er wünsche sich noch vor den in der kommenden Woche beginnenden Ferien in Sachsen eine Entspannung. Die Mehrheit der Leute, die gesund sind und die sich vernünftig verhalten, dürften nicht in eine kollektive Mithaftung genommen werden. Schon am Mittwochmorgen hatte Kretschmer das Beherbergungsverbot als großen Einschnitt in die persönliche Freiheit der Menschen bezeichnet. Gastronomie und Hotellerie seien nicht die Haupttreiber des Geschehens, sondern private Partys und Rückkehrer aus dem Ausland.

In Sachsen war die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt deutlich gestiegen, das Erzgebirge wurde als erste Region im Freistaat zum Risikogebiet erklärt. Kretschmer hält es nicht für sinnvoll, immer wieder neue Regeln einzuführen, sondern die bestehenden konsequent durchzusetzen. Statt Aktionismus sollte man mit Augenmaß handeln.

Sachsens Regierung will sich am Donnerstag mit den Landräten und Bürgermeistern treffen, um über die neue Corona-Schutzverordnung zu sprechen.

Update, 14. Oktober, 20.23 Uhr: Kita wegen Corona-Fall geschlossen

Die Kita Oberlichtenau wird vorübergehend wegen eines Corona-Falls geschlossen. "Wir schützen die Menschen die uns wichtig sind und unterbrechen mögliche Übertragungswege. Deswegen schließen wir die Kindergartengruppen in der Kita Oberlichtenau bis Freitag, den 16.10.2020", teilt die Gemeinde mit. Kontaktpersonen werden telefonisch informiert. 

Die Krippe ist von der Schließung nicht betroffen und hat regulär geöffnet. 

Update, 14. Oktober, 16.37 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen ist um 19 auf 434 gestiegen. "Die meisten der neuen Fälle sind Personen, die mit Symptomen getestet wurden. Sechs davon sind Kontaktpersonen bereits positiv getesteterFälle", so die Stadt Chemnitz.

Betroffen sind seit Dienstag das Pflegeheim Am Kirschhof mit einer Mitarbeiterin und einer Bewohnerin sowie seit Mittwoch das Pflegeheim Pro Seniore mit einer Mitarbeiterin und eine Mitarbeiterin der Kita Max-Türpe-Straße. Für die Kontaktpersonen werden Quarantänebescheide ausgestellt und weitere Testungen veranlasst. 

22 Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, vier davon auf der Intensiv-Station.

Titelfoto: Fotomontage: 123rf/Kateryna Kon/Katarzyna Białasiewicz

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